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Ehren-, ehren-:
-abend, der Abend, der veranstaltet wird, um jmdn. zu ehren: der E. des berühmten Schauspielers;
-amt, das ehrenvolles Amt, das ohne Entgelt ausgeübt wird: das E. des Schöffen; jmdm. ein E. anbieten; ein E. bekleiden;
-amtlich /Adj.; entsprechend der Bedeutung von -amt/: ein e. Helfer; die e. Arbeit in unserer Gemeinde; eine e. Mitarbeit;
-bezeigung, die militärischer Gruß: Ehrenbezeigungen üben, exerzieren; jmdm. die E. erweisen; er hatte die E. unterlassen;
-bezeugung, die vgl. -bezeigung: lassen Sie die Kerls Griffe bimsen, Ehrenbezeugungen üben F. Wolf Matrosen 2;
-bogen, der vgl. -pforte;
-bürger, der
   1. Ehrentitel, der von einer Stadt oder Hochschule ehrenhalber verliehen wird und der dem Ausgezeichneten Heimatrecht gewährt: die Würde eines Ehrenbürgers; jmdm. den E. verleihen
   2. jmd., dem 1 verliehen wurde: er ist E. der Stadt M, dieser Universität geworden;
-bürgerschaft, die vgl. -bürger 1;
-dame, die hist. Hofdame: die Königin im Kreise ihrer Ehrendamen;
-dienst, der vgl. -amt: der E. im Roten Kreuz; ein freiwilliger E.;
-doktor, der /Abk.: Dr. h. c., Dr. e. h., Dr. E. h./
   1. Doktortitel, der ehrenhalber, ohne Prüfung, an verdiente Personen verliehen wird: die Würde eines Ehrendoktors; jmdm. den E. verleihen; er erhielt den E. mehrerer Universitäten
   2. jmd., dem 1 verliehen wurde: er ist E. der Universität von B geworden;
-erklärung, die Jur. öffentlicher Widerruf einer verleumderischen Behauptung: jmd. gibt eine E. ab;
-fest /Adj./ veralt. hochachtbar: unter den soliden, biederen und ehrenfesten Bürgern Th. Mann 1,300 (Buddenbr.);
-formation, die militärische Formation, die angetreten ist, um jmdn. zu ehren: eine E. empfing den hohen Gast auf dem Flugplatz; papierdt. eine E. hatte Aufstellung genommen;
-gabe, die Gabe, die einem zu Ehrenden überreicht wird: das in Leder gebundene Werk wurde dem hohen Gast, Jubilar als E. überreicht;
-garde, die vgl. -formation;
-gasse, die von Menschen gebildete Gasse, durch die der zu Ehrende hindurchgeht: Hinter den aufgereihten Truppen, den Turner- und Kriegervereinen, die die Ehrengasse freihielten, stand das Volk Th. Mann 7,125 (Königl. Hoheit);
-gast, der Gast, der besonders geehrt wird: die Ehrengäste saßen in der ersten Reihe, wurden besonders begrüßt; der hohe E.;
-gehalt, das Gehalt, das einem zu Ehrenden gezahlt wird: jmdm. ein E. aussetzen;
-geleit, das Geleit, das einem zu Ehrenden gegeben wird: jmdm. das E. geben; scherzh. wir kommen als E. mit dir mit, bilden das E.;
-gericht, das Gericht, das innerhalb eines gewissen Kreises gebildet wurde, um eine ehrenrührige Sache zu bereinigen: ein E. der Offiziere, Ärzte, Studenten, Arbeiter; er soll vor ein E. kommen, gestellt werden; in gewissen politisch aufgemachten Prozessen, die früher höchstens vor ein Ehrengericht gekommen wären Seghers 6,81 (Die Toten);
-geschenk, das vgl. -gabe;
-hain, der geh. vgl. -halle;
-halber /Adv.; Abk.: s. -doktor/ als Ehrung: der Titel ist ihm e. verliehen worden;
-halle, die Halle, in der die Großen eines Volkes, die Toten der Kriege geehrt werden;
-handel, der /Pl. -händel/ Streit, bei dem es um die Ehre der Streitenden geht;
-jungfrau, die veralt. junges Mädchen, das im Kreise von Kameradinnen dem Empfang eines zu Ehrenden beiwohnt: Ehrenjungfrauen waren aufgestellt, standen zur Begrüßung des Fürsten bereit;
-karte, die Eintrittskarte, die unentgeltlich an solche Personen ausgegeben wird, deren Besuch als Ehre angesehen wird;
-kleid, das geh. Kleidung, die zu tragen als Ehre angesehen wird;
-kodex, der (ungeschriebener) Kodex, nach dem Probleme der Ehre geregelt werden: den E. genau kennen, einhalten; sich nach dem E. richten; In der Politik gibt's nun einmal einen vollkommen anderen Ehrenkodex Bredel Enkel 339;
-kompanie, die; vgl. -formation: die E. abschreiten;
-kränkung, die; Jur. verleumderische Behauptung;
-kreuz, die; / franz. Orden/: Das Ehrenkreuz am roten Band / Sollst du aufs Herz mir legen Heine Grenadiere;
-legion, die; /ohne Pl./ umg. für Kreuz, Orden der E. /höchster franz. Orden/: einem biederen Handwerksmeister, der gern die Ehrenlegion haben möchte St. Zweig Balzac 386; er war Ritter der E.;
-mal, das /Pl. -mäler, geh. -male/ Denkmal, durch das die Großen eines Volkes, die Toten der Kriege geehrt werden: einen Kranz am E. niederlegen;
-mann, der /Pl. -männer/ Mann mit ehrenhafter Gesinnung und Handlungsweise: jmdn. für einen E. halten, ansehen; das ist / Der Tell, ein Ehrenmann und guter Bürger Schiller Tell III 3; abwertend ein sauberer, ein dunkler E. (kein Ehrenmann);
-mitglied, das jmd., dem eine Mitgliedschaft als Auszeichnung, ohne irgendeine Verpflichtung, verliehen worden ist: jmdn. zum E. ernennen;
-nadel, die Neupräg. vgl. -zeichen: die E. in Gold, Silber;
-name, der ehrender Beiname: einen Ehrennamen führen, tragen;
-pension, die vgl. -gehalt;
-pflicht, die Pflicht, die zu erfüllen die Ehre, die Selbstachtung gebietet: die Pflege der Grabstätte war ihr eine E.; ihm zu danken ist mir eine E.;
-pforte, die Triumphbogen, der errichtet wurde, um jmdn. zu ehren;
-platz, der sehr guter Sitzplatz, durch den jmd. besonders geehrt wird: er erhielt den E. am oberen Tischende, neben dem Hausherrn, Jubilar; die Ehrenplätze in der ersten Reihe; dem Ehrengast den E.!; den E. einnehmen, zugewiesen bekommen;
-präsidium, das vgl. -vorsitz;
-preis1, der Preis, der einem zu Ehrenden verliehen wird: einen E. stiften, verliehen bekommen;
-preis2, das auch der artenreicher Rachenblütler mit kleinen blauen Blüten, der auch als Heilpflanze verwendet wird, Männertreu;
-promotion, die Verleihung der Würde eines Ehrendoktors;
-rat, der vgl. -gericht: Weber ist sogar Mitglied des Ehrenrats, gewählt von sämtlichen Oberleutnants Renn Adel 90;
-rechte, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./: die bürgerlichen E. (die dem Staatsbürger zustehenden Rechte); d. Aberkennung, Verlust der bürgerlichen E.;
-rettung, die Verteidigung der persönlichen Ehre, des äußeren Ansehens: etw. zu jmds. E. sagen, in die Waagschale werfen; etw. zur eigenen E. vorbringen;
-rührig /Adj./ die Ehre beleidigend: e. Behauptungen, Gerüchte, Worte; ein e. Mißtrauen; etw. Ehrenrühriges sagen, behaupten, zurücknehmen, widerrufen; ich habe nichts Ehrenrühriges über ihn erfahren können;
-runde, die Runde eines zu Ehrenden vor allen anderen: das Brautpaar tanzte eine E.; der Sieger des Rennens fuhr eine E.; das Düsenflugzeug flog eine E. über der Stadt;
-sache, die
   1. /ohne Pl./ Gebot der Ehre, selbstverständliche Pflicht: etw. gilt als, ist eine E.; Pünktlichkeit ist eine E.; es war Ehrensache geworden, daß alle Briefe vorgelesen wurden Welk Hoher Befehl 105; etw. für eine E. halten; etw. wird jmdm. zur E.; umg. scherzh. »kommst du mit?« »E. (selbstverständlich)!«
   2. vgl. -handel: nur dieses Gericht war für Ehrensachen zuständig;
-salut, der Salut, der abgeschossen wird, um jmdn. zu ehren;
-schänderisch /Adj./ geh. vgl. -rührig: e. Gerüchte; ein e. Mißtrauen, Vorgehen, Verfahren;
-schuld, die vgl. -pflicht: seine E. abtragen; die Begleichung alter Ehrenschulden;
-sitz, der vgl. -platz;
-sold, der geh. vgl. -gehalt;
-spalier, das vgl. -gasse;
-standpunkt, der Standpunkt, den einzunehmen die Ehre, die Selbstachtung gebietet: einen E. einnehmen; an seinem E. festhalten;
-stuhl, der vgl. -platz;
-tag, der Tag, an dem jmd. besonders geehrt wird: jmdm. zu seinem E. gratulieren; der E. des Silberpaares;
-tanz, der vgl. -runde;
-tempel, der vgl. -halle;
-titel, der
   1. hohe Auszeichnung, die mit der Verleihung eines Ordens, Abzeichens, einer Prämie, Urkunde verbunden ist: die Verleihung eines Ehrentitels
   2. vgl. -name: der Spitzname war zum E. geworden;
-urkunde, die vgl. -titel 1;
-voll /Adj./ ehrend: ein e. Auftrag, Anerbieten, Abgang; eine e. Berufung; ich wüßte keine ehrenvollere Aufgabe; er war e. verabschiedet worden;
-vorsitz, der Vorsitz, den ein zu Ehrender innehat: den E. übernehmen; dem Herrn Regierungspräsidenten von Wulckow den Ehrenvorsitz anzubieten H. Mann 4,401 (Untertan);
-wache, die vgl. -formation: die E. halten; die E. stand unbeweglich;
-wert /Adj./ achtbar, ehrbar: altertümelnd geh. er ist der Sohn e. Eltern; e. Leute; ein e. Beruf; spött. unehrenhaft: ein e. Herr; Denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann, / Das sind sie alle, alle ehrenwert Schlegel-Shakesp. Cäsar III 2;
-wort, das /ohne Pl./ mündliche Versicherung, mit der man seine Ehre als Pfand für die Wahrheit des Gesagten anbietet: jmdm. sein E. geben, abverlangen; ich gebe dir mein E. darauf; (auf mein) E. (es ist wirklich so)!; jmdn. auf E. freilassen; ich verbürge mich mit meinem E. für ihn, dafür; scherzh. übertrieben jmdm. sein großes E. geben;
-wörtlich /Adj.; entsprechend der Bedeutung von -wort/: eine e. Zusage; ein e. Versprechen; jmdm. etw. e. versprechen, zusichern;
-zeichen, das äußere Auszeichnung: Orden und E. tragen; der Inhaber eines Ehrenzeichens; mit E. geschmückt; die E. verteilen


Runde, die; -, -n
   1. kleiner Kreis von Personen: eine fröhliche, gemütliche, zwanglose R.; die R. tagt immer noch; sie nahmen ihn gern in ihre R. auf
   2. Bewegung, bei der mehrere Punkte berührt werden und die am Ausgangspunkt endet, kreisförmiger Kurs: die Maschine flog ihre Runden; Sieben Mähdrescher zogen auf großen Weizenfeldern ununterbrochen ihre Runden Tageszeitung 1964; drei Runden auf dem Karussell fahren; umg. er dreht einige Runden (auf dem Fahrrad, Moped)⌉; Rund-, Kontrollgang: Er [ein Zollbeamter] hatte wohl gerade die Runde? Nossack Spirale 19; Die städtischen Wachsoldaten, im Begriff, ihre nächtlichen Runden anzutreten, geben respektvoll die Passage frei Zuchardt Narr 393; machen wir doch noch einmal die R. um den Markt!; er machte ein paar Runden auf dem Promenadendeck; das Bonmot machte bei ihnen rasch die R. (wurdeweitergegeben); veralt. Wache, der ein Kontrollgang obliegt: der Schritt der R. verhallte
   3. ein gespendetes Glas für jeden eines bestimmten Kreises, eine Lage: eine R. (Bier, Schnaps) ausgeben, bestellen, spendieren, salopp schmeißen⌉; ich zahlte ihnen Runde um Runde, und die Stimmung war ganz groß Frisch Homo faber 150
   4. Abschnitt in einem sportlichen Kampf
   a) Abschnitt von drei Minuten beim Boxkampf: der Kampf ging nur über zwei Runden; er siegte in 3 Runden nach Punkten
   b) einmaliges Umlaufen der Laufbahn, einmaliges Umfahren der Rennstrecke: schon in der zweiten R. ging S in Führung; [der Fahrer] der mit 143,53 km/st auch die bisher schnellste Runde auf dem »Dreieck« fuhr, ist wieder dabei Tageszeitung 1966
   5. Abschnitt eines Wettbewerbs, Kartenspiels: unsere Mannschaft ist schon in der ersten R. ausgeschieden; N gab die Karten zum letzten Spiel der R.; /übertr./ umg. über die Runden kommen Schwierigkeiten überwinden, es noch schaffen: einigermaßen, heil, gut über die Runden kommen; jmdn. über die Runden bringen (jmdm. helfen, daß er Schwierigkeiten überwindet, es noch schafft)
   6. in der R. in der näheren Umgebung: dreißig Meter in der R. hatte er alles abgesucht; das Blinkfeuer sah man weit in der R.; Weithin ... ragten die uralten Pappelwipfel und warfen Riesenschatten in die Runde C. Hauptm. Einhart 2,178
   7. Handarb. Reihe beim Rundstricken: die ersten drei Runden sind im Grundmuster zu stricken
zu 1 Bier-, Kaffee-, Männer-, Stammtisch-, Tafel-, Tisch-, Weinrunde zu 1 u. 5 Bridge-, Skatrunde zu 2 Abend-, Nachtrunde zu 2 u. 4 b Ehrenrunde zu 2 u. 5 Proberunde zu 4 a. b. 5 Endrunde zu 4 a. b. 5. 7 Schlußrunde zu 5 Rück-, Vorrunde

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