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Abstand, der; -(e)s, Abstände
   1. Entfernung zwischen zwei festen Punkten, Zwischenraum
   a) /räuml./ der A. der Häuser, der Bäume voneinander beträgt nur wenige Meter; drei Schritt(e) A.; in Abständen von je zehn, von zehn zu zehn Meter(n); A. (zum Vordermann) halten (in gleicher Entfernung bleiben)!; Sie folgte ihm mit einer halben Treppe Abstand Fallada Jeder stirbt 309; der A. zwischen C und D; der A. der Erde von der Sonne; der A. vergrößerte sich zusehends, mehr und mehr; /übertr.; Pl. ungebräuchl./ Distanz: den (gebührenden, gehörigen, angemessenen, nötigen) A. wahren; auf A. halten; den A. zu überbrücken suchen; Schranken, Abstand, Aristokratie -- hier wie dort Th. Mann 1,140 (Buddenbr.)
   b) /zeitl./ es donnerte in kurzen Abständen; Irgendwo fielen Tropfen in regelmäßigen Abständen auf ein Blech Hausm. Überfall 28; ein A. von drei Jahren; ein beträchtlicher A. im Alter; /übertr./ (inneren) A. zu einem Erlebnis gewinnen (eine Zeit verstreichen lassen); Noch hatten die beiden nicht den genügenden Abstand zu den Prüfungen der letzten Nacht Turek Wende 222
   2. A. von etw. nehmen auf etw. verzichten: wir mußten von dem Kauf, von unserem Plan A. nehmen
   3. /Pl. ungebräuchl./ umg. Abfindung: er mußte A. zahlen; wir wollen Ihnen auch gerne einen Abstand zahlen, dreißig Mark Fallada Blechnapf 381
zu 1 a Achsen-, Augen-, Balken-, Gleis-, Rad-, Schwellen-, Sicherheits-, Zeilenabstand zu 1 b Alters-, Minuten-, Zeit-, Zugabstand zu 1 a u. b Mindestabstand

Zeit-, zeit-
zu Zeit2:-abschnitt, der Abschnitt im Ablauf des Geschehens: der Dichter berichtet in diesem Buch über den Z. von der Geburt bis zu den Lehrjahren seines Helden;
-abstand, der Abstand zwischen zwei Zeitpunkten: er besucht uns in regelmäßigen, größeren Zeitabständen; Die Granaten fielen jetzt im Zeitabstand von je einer Minute auf den ersten Graben Werfel Musa Dagh 367;
-alter, das größerer historischer Zeitraum: das Z. Goethes; ein neues, besseres Z. hat begonnen; an der Schwelle eines neuen Zeitalters stehen; im Z. der Raumschiffahrt;
-angabe, die Angabe der Uhrzeit: er konnte keine genaue Z. machen;
-ansage, die Ansage der genauen Uhrzeit im Rundfunk, Telefon;
-aufnahme, die photographische Aufnahme mit langer Belichtungszeit, -dauer;
-aufwand, der Aufwand an Zeit, für etw. nötige Zeit: diese Analysen erfordern einen Z. von mehreren Tagen; das läßt sich mit verhältnismäßig geringem Z. erreichen; den Z. für etw. verringern;
-aufwendig /Adj./ Neupräg. viel Zeit beanspruchend: eine z. Kleinarbeit, Methode; für diese z. Arbeit wurde jetzt ein Automat, eine neue Technologie entwickelt;
-bedingt /Adj./ durch die Gegebenheiten eines bestimmten historischen Zeitraumes bedingt: eine z. Notwendigkeit; z. Mißstände beseitigen; ein z. (Fehl)urteil;
-begriff, der: den Z. verlieren; Die Zeitbegriffe (Vorstellungen über die Dauer von etw.) seien hier andere, als die sonst wohl für Badereisen und Kuraufenthalte gültigen; der Monat sei sozusagen die kleinste Zeiteinheit Th. Mann 2,320 (Zauberb.);
-bezogen /Adj./ auf einen bestimmten historischen Zeitraum, bes. auf die Gegenwart bezogen: ein z. Drama: z. Kunst;
-bezogenheit, die; /entsprechend der Bedeutung von -bezogen/;
-bild, das; (literarische) Darstellung eines bestimmten historischen Zeitraums: in diesem Werk gibt der Dichter ein kritisches Z. der Weimarer Republik;
-bombe, die Bombe mit Zeitzünder;
-dauer, die Dauer: die Z. des Streiks ist befristet; der Arzt legt die Z. der Behandlung fest; für die Z. von vier Jahren gewählt werden;
-dokument, das Dokument, das einen bestimmten historischen Zeitraum charakterisiert, über ihn Aufschluß gibt: ein bedeutsames, erschütterndes Z.; das Werk hat als Z. eine große Bedeutung, ist als Z. von großem Wert;
-druck, der umg. Druck, den dringende Termine auf jmdn. ausüben: unter Z. stehen, arbeiten, geraten;
-einheit, die Einheit, in die die Zeit untergliedert werden kann: Tage, Stunden, Sekunden sind Zeiteinheiten;
-einteilung, die Einteilung der jmdm. zur Verfügung stehenden Zeit: eine gute, exakte Z.;
-empfinden, das vgl. -gefühl: Bestimmt war er [der Rabe] mittags um 12 Uhr, wenn es Mittagessen gab, zu Hause. Das merkwürdige Zeitempfinden der Tiere ist mir immer bewundernswert erschienen Buckowitz Überraschungen 121;
-ereignis, das; /meist im Pl./ Ereignis in einem bestimmten historischen Zeitraum, bes. in der Gegenwart: um bei den Hochwaldbauern anzuhören, was sie über die Zeitereignisse dächten Andres Hochzeit 117;
-ersparnis, die Ersparnis an eingeplanter Zeit: Z. durch Rationalisierung;
-fahren, das Radsport Wettkampf, bei dem die Fahrer in Abständen starten und ihre für die Strecke benötigte Zeit einzeln ermittelt, bewertet wird;
-fonds, der Neupräg. DDR Wirtsch. für eine bestimmte Arbeit, Aufgabe geplante, zur Verfügung stehende Zeit: Der beschleunigte Übergang zur komplexen Mechanisierung ... ermöglicht eine rationellere Ausnutzung des Zeitfonds Einheit 1973;
-form, die Gramm. Form des Verbs, die den Zeitraum bezeichnet, in dem das Geschehen abläuft;
-frage, die
   1. vgl. -ereignis: zu aktuellen Zeitfragen Stellung nehmen
   2. ich komme gern einmal, das ist nur eine Z. (ich weiß noch nicht, wann ich dafür Zeit habe);
-gebunden /Adj./ von einem bestimmten historischen Zeitraum abhängig, auf ihn bezogen: Aber sie (die Moral) ist so zeitgebunden wie die Mode Klabund Borgia 129;
-gefühl, das Fähigkeit, zu empfinden, wie spät es ist, wie lange etw. dauert, gedauert hat: Sein Zeitgefühl, das im Menschen nie schläft, sagte ihm, sicher seien schon viele Stunden des Tages verstrichen A. Zweig Grischa 322;
-geist, der die für einen bestimmten geschichtlichen Zeitraum charakteristische Gesinnung, geistige Haltung (der herrschenden Klasse) /vorwiegend auf eine vergangene Epoche bezogen/: Gibt es wohl auch etwas Elenderes als den Zeitgeist, der das Ewige und Klassische möchte überwunden haben Th. Mann 7,611 (Lotte); der Wandel des Zeitgeistes; sich gegen den Z. auflehnen;
-gemälde, das vgl. -bild;
-gemäß /Adj./ dem jeweiligen historischen Zeitraum entsprechend: eine z. Betrachtung, Mode, Kleidung;
-genosse, der Mensch, der gleichzeitig mit einem anderen, mit anderen in einem bestimmten historischen Zeitraum lebt: er war ein Z. Goethes; ein berühmter Z.; Es werden uns daher durch die Memoiren der Zeitgenossen wenige Notizen über Napoleon vorenthalten werden Heine 3,114 (Nordsee); umg. oft abwertend er ist ein seltsamer, sturer, wenig vertrauenerweckender Z.;
-genössisch /Adj./
   1. von einem Zeitgenossen stammend, im gleichen historischen Zeitraum entstanden: z. Quellen; eine z. Darstellung, Abbildung; die z. Malerei seiner Zeit; [Balzac] holt sich aus den Bibliotheken zeitgenössische Memoiren St. Zweig Balzac 124
   2. heutig, Gegenwarts-: das Orchester hat sich /Dat./ besonders die Pflege der z. Musik zur Aufgabe gemacht; ein z. Drama aufführen; ein führender Vertreter unserer z. Literatur, Kunst;
-geschehen, das aktuelles Geschehen: Funk, Fernsehen und Presse unterrichten täglich über das Z.;
-geschichte, die Erforschung und Beschreibung des jeweils aktuellen politischen Geschehens: Indem sie [Marx und Engels] die Zeitgeschichte durchforschten Engels-Biographie 244;
-geschmack, der der für einen bestimmten historischen Zeitraum charakteristische Geschmack: etw. ist dem Z. unterworfen; dem damaligen Z. entsprechend;
-gewinn, der; vgl. -ersparnis;
-grund, der; /nur in der Wendung/ aus Zeitgründen aus Zeitmangel: aus Zeitgründen mußte er seinen Besuch absagen, konnte er an der Besprechung nicht teilnehmen; Vor Weihnachten kann er schon aus Zeitgründen nicht daran denken, sich einer so langwierigen Behandlung zu unterziehen Feuchtw. Oppermann 64;
-karte, die im Preis ermäßigte Fahrkarte, die für eine bestimmte Strecke und für einen bestimmten Zeitabschnitt gültig ist;
-kino, das Neupräg. DDR Kino, das Kurzfilme und Filme zum Zeitgeschehen zeigt;
-lang, die; /nur in der Wendung/ eine Z. eine Weile: er wird eine Z. bei uns bleiben, bei uns wohnen; er ist schon eine Z. in G; wir können uns noch eine Z. ausruhen; er dachte eine Z. nach, bevor er antwortete; eine Z. sprachen sie kein Wort;
-läufte, die /nur im Pl./ geh. bestimmter historischer Zeitraum /wird bes. im Hinblick auf die Ereignisse, das Geschehen in diesem Zeitraum gebraucht/: die Z. erörtern; in den damaligen, unsicheren, unruhigen, schwierigen, bösen Zeitläuften; trotz der widrigen Z.; etw. überdauert die Z.; Zeitläufte ohne große Interessen haben keine große Kunst Brecht Schriften z. Theater 1,78; {%---}lebens, -lẹbens /Adv./ er hat sich z. (zeit seines Lebens) geplagt; sie hat z. (zeit ihres Lebens) schwer gearbeitet; davon werde ich z. (zeit meines Lebens) zehren; daran wird sie sich z. erinnern; jmdm. z. dankbar sein; Bei einem Gemetzel ... bekam ich eine Kugel ab, die mich zeitlebens (für mein ganzes weiteres Leben) zum Krüppel gemacht hat Marchwitza Heimkehr 43;
-lohn, der Wirtsch. Lohn, der nach der geleisteten Arbeitszeit berechnet wird: im Z. arbeiten, stehen; Die beiden Grundformen des Arbeitslohnes sind der Zeitlohn und der Stücklohn Mehring Marx 371;
-los /Adj./ nicht der Mode unterworfen: ein z. Modell, Mantel; das Kostüm ist z. in Farbe und Schnitt; /im bürgerl. Sprachgebrauch/ eine z. (angeblich von den gesellschaftlichen Verhältnissen, Problemen des jeweiligen historischen Zeitraumes unabhängige) Kunst, Dichtung, Philosophie;
-lupe, die Film: der Film zeigt die Ankunft in Z. (in einer Geschwindigkeit, die langsamer als der reale Ablauf ist);
-lupenaufnahme, die Film Aufnahme mit 36 bis 200 Bildern je Sekunde;
-lupentempo, das umg. oft spött. langsames Tempo: er bückte sich, arbeitete im Z.;
-mangel, der Mangel an verfügbarer Zeit: aus Z. konnte er an der Veranstaltung nicht teilnehmen;
-maß, das Tempo, Geschwindigkeit: die Riesenkräfte des Wagens soweit wie nur möglich zu fesseln und langsames Zeitmaß zu halten Th. Mann 7,361 (Königl. Hoheit); Die vier Füße begannen sich gleich nach dem Zeitmaß [der Musik] zu regen Mörike 3,195 (Hutzelmännlein);
-messer, der Instrument, mit dem die Zeit gemessen wird; veralt. Uhr: Ich sah auf meine Uhr. Es waren in der Tat, wenn man diesem unzuverlässigen Zeitmesser glauben konnte, erst zwanzig Minuten vergangen E. Weiss Verschwender 166;
-nah(e) /Adj./ sich mit den gesellschaftlichen Problemen eines bestimmten historischen Zeitraums, bes. der Gegenwart, auseinandersetzend, sie nicht außer acht lassend: ein z. Theaterstück; eine z. Aufführung;
-nähe, die; /entsprechend der Bedeutung von -nah(e)/;
-nehmer, der
   1. Sport Kampfrichter, der die Zeit stoppt
   2. Wirtsch. jmd., der beruflich die Bearbeitungszeiten für ein Werkstück ermittelt;
-not, die schwierige Lage, Bedrängnis, die durch Mangel an Zeit entsteht, in die jmd. durch Mangel an Zeit geraten ist: sich in Z. befinden; in Z. geraten; Die Zeitnot zwang Bochow, das Gebot der Vorsicht zu durchbrechen Apitz Nackt unter Wölfen 191; -plan, der Plan für einen zeitlichen Ablauf: einen Z. aufstellen; der Z. der Veranstaltung wurde genau eingehalten; nach (einem) Z. vorgehen, arbeiten; An der Tür hängt ein Zeitplan für das geordnete Lernen H. Kant Aula 133;
-problem, das
   1. Problem eines bestimmten historischen Zeitraums, bes. der Gegenwart: sich mit den Zeitproblemen auseinandersetzen; [Friedrich Engels hat] viele höchst wichtige Zeitprobleme in eigenen Schriften behandelt Victor Schriften 3,565
   2. vgl. -frage 2;
-punkt, der bestimmte Zeitspanne von kurzer Dauer, Moment, Augenblick: den rechten, günstigen, geeigneten Z. abpassen, abwarten, verpassen, versäumen; der Z. war gut gewählt; den Z. für gekommen halten; jetzt ist der gegebene Z. dafür; das ist genau der richtige Z.; es war ein unglücklicher, unpassender, ungeeigneter, ungünstiger Z.; konntest du dir keinen anderen Z. aussuchen?; bestimmter Tag, bestimmte Stunde: einen Z. festsetzen, bis zu dem die Arbeit abzugeben ist; den Z. des Besuches festlegen; er mußte den Z. der Verhandlung mehrmals verschieben; der Z. seiner Abreise, Ankunft steht noch nicht fest; von diesem, einem bestimmten Z. an; bis zu diesem Z. habe ich nichts davon gewußt; zu diesem Z. war er schon abgereist;
-raffer, der Film: der Film zeigt das Aufblühen einer Blüte im Z. (in einer Geschwindigkeit, die schneller als der reale Ablauf ist);
-rafferaufnahme, die Film Aufnahme mit weniger als 16 Bildern in der Sekunde;
-raubend /Adj./ viel Zeit in Anspruch nehmend, Ggs. zeitsparend: eine z. Arbeit, Methode, Angelegenheit; ein z. Umweg, Verfahren; das Aufrichten der fast meterdicken Wände war kostspielig und zeitraubend Jahnn Niederschrift 2,12;
-raum, der Zeitabschnitt von unbestimmter, meist längerer Dauer: in einem Z. von mehreren Tagen, Monaten, Jahren; etw. umspannt einen Z. von mehr als zweitausend Jahren; etw. bezieht sich auf einen Z. von drei Jahren, gilt für einen Z. von drei Jahren; die Scheune war in einem Zeitraum von fünf Minuten niedergebrannt Wasserm. Wahnschaffe 1,126; er war über einen längeren Z. nicht anwesend; etw. erfordert einen langen Z.; Es muß sich um ungeheuer lange Zeiträume gehandelt haben, die zur Ablagerung notwendig waren Passarge Südafrika 63; Auch die Zeiträume verkürzen sich, in denen die eine Technologie durch eine qualitativ neue abgelöst wird Einheit 1968;
-rechnung, die
   1. Berechnung der Tages-, Uhrzeit auf der Grundlage astronomischer Gegebenheiten
   2. unsere Z. /Abk.: u. Z./ die Zählung der Jahre von dem angenommenen Jahr der Geburt Christi an: in den ersten Jahrhunderten unserer Z.; diese Münzen stammen aus dem 4. Jahrhundert vor unserer Z. /Abk.: v. u. Z./; im Jahre 329 vor unserer Z.;
-roman, der Roman aus einem bestimmten historischen Zeitraum, in dem die gesellschaftlichen Verhältnisse, Probleme dieses Zeitraums dargestellt werden;
-schrift, die meist in regelmäßiger Folge, jedoch im allgemeinen nicht täglich erscheinendes Druckerzeugnis, das meist über ein bestimmtes Stoffgebiet unterrichtet, sich an einen bestimmten Leserkreis wendet: eine Z. für Mode, Architektur; eine medizinische Z.; diese Z. interessiert besonders Lehrer, Sportler, Angler, Kleingärtner; eine interessante, illustrierte Z.; diese Z. erscheint alle zwei Monate;
-sinn, der Fähigkeit, zu fühlen, wie spät es ist, sich seine Zeit einzuteilen: er hat überhaupt keinen Z.: Der Schlaf hat seinen Zeitsinn ganz und gar verwirrt Werfel Jeremias 384; den Z. verlieren;
-spanne, die Zeitabschnitt, dessen Anfang und Ende meist näher bestimmt sind: für eine kurze, lange Z.; in einer Z. von zehn Jahren; Ständig verkürzt sich die Zeitspanne zwischen einer Erfindung und ihrer produktiven Nutzung Urania 1972; in der Z. vom Schulanfang bis zu den Herbstferien: -sparend /Adj./ rationell in bezug auf den Verbrauch an Zeit, Ggs. zeitraubend: eine z. Methode, Einrichtung; ein z. Verfahren;
-stil, der Stil eines bestimmten historischen Zeitraums;
-strömung, die geistige Strömung in einem bestimmten historischen Zeitraum: Der Süden Frankreichs ist erzkatholisch, der Geist des hiesigen Volkes noch wenig von den nihilistischen Zeitströmungen berührt Werfel Bernadette 178;
-stück, das vgl. -roman: Gleich Minna von Barnhelm verdient jedes Drama von Lessing den Namen Zeitstück H. Mann 11,453;
-tafel, die chronologisch geordnete Übersicht über wichtige Daten innerhalb eines bestimmten Zeitraumes: Dem Buch ist eine instruktive Zeittafel der islamischen Geschichte bis 1960 beigegeben Dt. Literaturzeitg. 1962;
-umstand, der Gegebenheit eines bestimmten historischen Zeitraumes: etw. erklärt sich aus den damaligen Zeitumständen; wenn wir so die Zeitumstände umschreiben, in die Goethe hineingeboren wurde Becher 5,287;
-vergeudung, die Vergeudung von verfügbarer Zeit: etw. für Z. halten;
-verlauf, der Verlauf, Ablauf des Geschehens: im späteren Z. hat er diese Gewohnheit aufgegeben;
-verlust, der Verlust an verfügbarer Zeit: den Z. wieder aufholen; einen (weiteren) Z. vermeiden; ohne Z. (sofort) handeln;
-verschwendung, die Verschwendung, schlechte Ausnutzung von verfügbarer Zeit: umg. das ist reine, die reinste Z.;
-vertreib, der Tätigkeit, mit der sich jmd. die Zeit vertreibt: Lesen ist mein liebster Z.; ein kleiner, amüsanter, oberflächlicher, nützlicher Z.; Aber ich sehe schon, dir war alles nur ein Spiel, ein Zeitvertreib, eine kokette Laune Weiskopf 1,195 (Abschied v. Frieden); das tut er nur zum, zu seinem Z. (zur Unterhaltung, um sich die Zeit zu vertreiben); zum Z. malt er, beschäftigt er sich mit seiner Briefmarkensammlung; wie man sich zum Zeitvertreib an ein Kreuzworträtsel macht Frisch Homo faber 85;
-verzug, der vgl. -verlust: das Getreide ohne Z. bergen; Neuerungen ohne Z. in die Produktion einführen; ein größerer, erheblicher Z. ist eingetreten;
-weilig /Adj./ zeitlich begrenzt: ein z. Abkommen; eine z. Verfügung; z. Maßnahmen; vorübergehend: z. Schwierigkeiten, Rückschläge überwinden; Die Stabilisierung des Kapitalismus ist eine zeitweilige, teilweise, relative Stabilisierung Thälm. Reden 1,600; /Adv./ zeitweise, eine Zeitlang: infolge des Hochwassers standen die Wiesen z. unter Wasser; Ich fügte hinzu, daß es sich zeitweilig weniger um ein Regenwetter als um einen Wolkenbruch gehandelt hätte Hausm. Abschied 290; zuweilen: er ist z. nicht zurechnungsfähig; ihre Ansichten gingen z. auseinander;
-weise /Adv./ eine Zeitlang: infolge des Unwetters waren die Straßen z. unpassierbar; zuweilen: Die Gefahr, daß Lila ihm gleichgültig wird, besteht nur zeitweise Frisch Gantenbein 294; nicht immer, mit Unterbrechungen: der Bungalow wird nur z. bewohnt; Obschon ich von der mehrtägigen Fußreise ermüdet war, brachte ich nun die Nacht aufrecht auf dem Strohsesselchen am Fenster zu und schlief dennoch zeitweise G. Keller 4,832 (Gr. Heinrich);
-wert, der
   1. Wert, den eine gebrauchte Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt hat, Ggs. Neuwert: die Versicherung ersetzt nur den Z. des gestohlenen Kofferradios; der Z. des Gerätes beträgt 700 Mark; Es ist nicht vom Neuwert einer Sache, sondern von ihrem Zeitwert auszugehen Neue Justiz 1969
   2. Mus. der Z. einer Note (Dauer des durch eine Note dargestellten Tones);
-wort, das Gramm. Verb: 'gehen' ist ein Z.; ein Z. konjugieren;
-zeichen, das Zeitangabe durch Morsezeichen, bes. beim Rundfunk: beim letzten Ton des Zeitzeichens war es genau sieben Uhr;
-zünder, der Zünder, der eine Bombe, eine Sprengladung zu einer bestimmten, vorher eingestellten Uhrzeit zur Detonation bringt; vgl. Zeit(en)-; Zeiten-
zu -alter: Atom-, Bronze-, Erd-, Maschinenzeitalter zu -fahren: Mannschaftszeitfahren zu -lohn: Prämienzeitlohn zu -los: Herbstzeitlose zu -punkt: Tatzeitpunkt zu -raum: Abrechnungs-, Beobachtungs-, Berichts-, Planungs-, Prognose-, Vorjahr(e)szeitraum zu -schrift: Bilder-, Blinden-, Fach-, Film-, Frauen-, Jugend-, Kinder-, Literatur-, Mode-, Monats-, Musik-, Wochenzeitschrift zu -wort: Hilfszeitwort

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Synonyme
Übergeordnete Begriffe
Abstand
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... 1914 gemacht. In gleichem Zeitabstand hätte eine Erhebung Ende 1914 ...
... Linien verkehren in größeren Zeitabständen als zu Friedenszeiten. Um ...
... immer noch viel zu große Zeitabstände, und es bedeutet wahrhaftig ...
... immer noch viel zu große Zeitabstände, und es bedeutet wahrhaftig ...
... wieder aufs neue in kurzen Zeitabständen durch Teilreformvorschläge in ...
... und Biographien, die mit dem Zeitabstand, der weiteren Perspektive und ...
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