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Wörterbuchartikel aus dem WDG Info Vollansicht

anstellen /Vb., vgl. Angestellte/
   1. eine Leiter (an den Baum) a. (anlehnen)
   2. sich a. sich (zum Kauf) an das Ende einer Schlange stellen: sich an der Theaterkasse, nach Kinokarten (in der Reihe) a.; Sie müssen sich hinten a.!; jeder ... stellte sich auf den Ämtern für ihn in den endlosen Schlangen an Seghers Mann 13
   3. Ggs. abstellen
   a) etw. andrehen: d. Wasser, (Zentral)heizung, Gas a.
   b) etw. einschalten: d. Radio, Motor, Bügeleisen a.; das Licht a. (den Hauptschalter einschalten); die Nachrichten a. (einstellen)
   c) die Standuhr a. (das Perpendikel anstoßen); d. Grammophon, Klingel a.
   4. jmdn. beschäftigen
   a) jmdn. einstellen: jmdn. fest, halbtags, aushilfsweise, vorübergehend, als Heizer a.; angestellt sein im festen Dienstverhältnis stehen: im Staatsdienst, bei der Regierung, Stadt, Post, an der Schule angestellt sein; sie sind eigens dazu, dafür angestellt
   b) umg. jmdn. zu einer bestimmten Arbeit heranziehen: jmdn. a., etwas zu tun; ich habe ihn gleich (zum Abtrocknen) angestellt; man kann ihn zu allen Arbeiten a.; er läßt sich gut a.; sie will immer nur andere a.
   5. eine bestimmte Tätigkeit ausüben
   a) eine ernsthafte Arbeit: ein (scharfes) Verhör mit jmdm. a. (jmdn. verhören); umg. der Arzt hat alles mögliche mit ihr angestellt (versucht, unternommen)⌉; Atemübungen a. (machen); Berechnungen, Untersuchungen, Versuche a.; Erkundigungen, Ermittlungen, genaue, polizeiliche Nachforschungen, Recherchen a.; Beobachtungen, (tiefsinnige, vergleichende) Betrachtungen (über etw.), Erwägungen, Überlegungen, Vermutungen a.; er mußte immer wieder Vergleiche a.
   b) umg. etw. Törichtes: Dummheiten, Unfug, etw. Schlimmes, Entsetzliches a.; sie wußten nicht, was sie vor Übermut alles a. sollten; was hast du nun wieder angestellt?; gegen einen Offizier ... solche Zicken angestellt zu haben! F. Wolf 5,330 (Grenze)
   c) umg. etw. in einer bestimmten Art anfangen, bewerkstelligen: etw. fein, klug, schlau, (un)geschickt, dumm, hinterlistig a.; er wußte nicht, wie er es a. sollte
   6. umg. sich a. sich aufführen, benehmen: sich (bei einer Sache) geschickt, wie ein Baby, unvernünftig, kindisch a.; Otti stellte sich reineweg toll an wegen ihres Lieblings Fallada Jeder stirbt 364; stell dich nicht so dumm an!; stell dich nicht so an (hab dich nicht, zier dich nicht so)!; er stellte sich an, als wüßte er von nichts

stellen /Vb./
   1. sich irgendwohin s. sich an einen bestimmten Ort begeben und dort eine stehende Haltung einnehmen: ich stelle mich ans Fenster, vor die Tür, in die Ecke, auf den Stuhl; stelle dich nicht mitten auf die Straße!; er stellte sich mir in den Weg; sich schützend vor jmdn. s.; stell dich dorthin, hinter mich!; ich möchte mich nicht setzen, ich stelle mich lieber; sich auf die Zehenspitzen s. (erheben); jmdn. irgendwohin s. jmdn. an einem bestimmten Ort in stehende Haltung bringen: sie stellte den Kleinen auf einen Stuhl; das gestürzte Kind wurde wieder auf seine Füße gestellt; /übertr./ jmdn. auf eigene Füße s. (finanziell unabhängig machen); jmdn. vor vollendete Tatsachen s. (jmdn. erst nachträglich, wenn nichts mehr zu ändernist, von einem eigenmächtig geschaffenen Sachverhalt unterrichten); jmdn. vor die Wahl s. (jmdn. wählen lassen); jmdn. in den Schatten s. (überbieten, -treffen); jmdm. einen Berater an die, zur Seite s. (jmdm. einen Berater geben); sich hinter jmdn. s. (für jmdn. Partei ergreifen); sich vor jmdn. s. (jmdn. beschützen); salopp ich tue es nicht, und wenn er sich auf den Kopf stellt (wenn er sich noch so sehr bemüht); umg. sich auf die Hinterbeine s. (sich sträuben, Widerstand leisten); sich in Positur s. (eine bestimmte Körperhaltung einnehmen); abwertend sich zur Schau s. (sich der Betrachtung, Beachtung durch andere aussetzen)
   2. etw. s.
   a) etw. irgendwohin s. etw. an einem bestimmten Platz so unterbringen, daß es aufrecht steht: er stellte die Bücher in das Regal, die Vase in den Schrank, den Topf auf den Herd, das Fahrrad in den Keller, die Blumen ins Wasser, auf den Tisch; du mußt die Flasche s., nicht legen!
   b) etw. an einem bestimmten Platz unterbringen: etw. beiseite s.; er stellte die Teller zur Seite; in dem kleinen Zimmer kann ich den Schrank nicht s.; hier läßt sich, kann ich nicht viel s.; wie sollen wir die Möbel s. (anordnen)?; Fallen, Schlingen s. (aufstellen); den Wein kalt, die Speisen warm s.; /übertr./ eine Sache über eine andere s. eine Sache mehr als eine andere schätzen, sie bevorzugen: [er] versichert mir, daß er zwar die Klassik nach wie vor über alles stelle ... Frisch Stiller 439; er stellt die Sache über die Person (urteilt sachlich); die Dinge, alle Tatsachen auf den Kopf s. (verdrehen, umkehren); umg. die ganze Wohnung auf den Kopf s. (durcheinanderbringen, in Unordnungbringen); etw. auf die Beine s. (organisieren, ins Leben rufen)
   c) das Tier stellt die Ohren (richtet sie auf), stellt den Schwanz (hebt ihn in die Höhe); jmdm. ein Bein s. (es so halten, daß jmd. darüber stolpern soll)
   d) etw., bes. eine Aufnahme, Szene, ist gestellt etw. ist sorgfältig so arrangiert, daß es eine bestimmte Wirkung ausüben soll: Alles nur gestellte Photographien Rinser Mitte 141; in der gestellten Szene eines Kostümfestes Grass Blechtrommel 41; etw. wirkt, ist (nur) gestellt
   3. sich s. sich zu einem bestimmten Treffpunkt begeben, um von dort mit anderen zusammen an einem Aufmarsch teilzunehmen: die Kollegen unseres Betriebes s. sich 10 Uhr am Haupteingang
   4. sich jmdm. s.
   a) bereit sein, einen (sportlichen) Wettkampf mit jmdm. auszufechten: der Weltmeister wird sich ihm erneut im nächsten Frühjahr zum Kampf s.
   b) bereit sein, ein Interview zu geben, sich für die Presse photographieren zu lassen: der berühmte Mann stellte sich der Presse, Kamera, den Photographen
   c) freiwillig zu einer Berhörde, bes. der Polizei, gehen, um sich dort zu verantworten: der Täter hat sich (selbst) den Sicherheitsorganen gestellt; er stellte sich freiwillig
   5. jmdn. zum Stehenbleiben zwingen: ein Brachfeld ... auf dem er durch eine von allen Seiten strömende Menschenmenge gestellt wurde G. Hauptm. 1,296 (Quint); er war von der Polizei bei einem Einbruch gestellt worden; Jägerspr. der Hund stellte das Wild (hinderte es an der Flucht)⌉; jmdn. zur Rechenschaft ziehen, von jmdm. eine Aufklärung, Antwort fordern: ich werde ihn s., sobald ich ihn treffe; bei dem Betrugsversuch wurde er gestellt
   6. jmdn. vor Gericht s. veranlassen, daß jmd. vor Gericht erscheint: deswegen war er vor Gericht gestellt worden; ich werde ihn vor Gericht s.
   7. jmdn., etw. für, zu etw. s. dafür sorgen, daß jmd., etw. eine bestimmte Arbeit, Funktion übernimmt: der Betrieb hat für den Arbeitseinsatz 10 Mann gestellt; das Dorf stellte 20 Mann zur Bekämpfung des Waldbrandes; einen Vertreter, Verteidiger, Bürgen, Zeugen, Redner s.; Pferde, Wagen s.; die Kostüme sind vom Theater gestellt worden; Der Bühnenkünstler mußte damals seine Garderobe selbst stellen Wildenhain Schauspieler 16; eine Kaution s. (hinterlegen)
   8. etw. in eine bestimmte Richtung bringen, daß es ordnungs-, wunschgemäß arbeitet, funktioniert: die Weichen, ein Signal s.; er stellte die Uhr; ich stelle den Wecker auf 6 Uhr früh; den Zeiger s.; ein elektrisches Gerät auf Null s.
   9. sich taub s. Taubheit vortäuschen: du stellst dich wohl taub?; sich krank, schlafend, überrascht, ahnungslos, naiv, dumm, unwissend s.; das Tier stellte sich tot; er stellt sich nur so; Dabei stellte sie sich ganz mit ihrer Häkelei beschäftigt H. Mann 2,52
   10. sich mit jmdm. (gut) s. zu jmdm. ein gutes Verhältnis schaffen: du mußt dich mit ihr zu s. versuchen; er hat sich mit ihm gestellt
   11. sich positiv zu einer Frage s. sich positiv zu einer Frage verhalten, eine positive Beziehung, Einstellung zu einer Frage haben: wie s. sich deine Eltern zu der Frage, dem Problem, Fall, dazu?; sie s. sich positiv dazu; wie soll man sich dazu s.?; sich feindselig, ablehnend gegen etw., jmdn. s.
   12. jmdn. (finanziell) gut s. jmdm. ein gutes Auskommen verschaffen: er ist jetzt noch besser, ist noch schlechter gestellt; wenn die Leute so gestellt sind (ein solches Einkommen haben), daß sie um dreier Salzfische wegen ihr Leben einsetzen müssen Brecht Cäsar 122
   13. jmd. ist auf sich (selbst) gestellt jmd. ist ohne Hilfe von außen: der Junge war ganz auf sich (allein) gestellt
   14. papierdt. eine Ware stellt sich auf ... eine Ware kostet ...: dieses Kleid stellt sich auf 80 Mark; das neue Verfahren stellt sich etwas billiger als das alte, wird sich vermutlich teurer s.
   15. /dient in abgeblaßter Bedeutung häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffes/ einen Anspruch s. (etw. beanspruchen); einen Antrag s. (etw. beantragen); eine Bitte s. (um etw. bitten); eine Bedingung s. (sich etw. ausbedingen); eine Diagnose s. (eine Krankheit erkennen und benennen); einen Ersatz s. (etw., jmdn. ersetzen); eine Forderung, Anforderung s. (etw. fordern); eine Frage s. (etw. fragen); seinen Mann s. (sich bewähren, behaupten); jmdm. e. Aufgabe, Thema s. (geben); jmdm. e. Frist, Ultimatum s. (jmdm. etw. befristen); jmdm., an jmdn. ein Ansinnen s. (jmdm. etw. zumuten); jmdn. auf die Probe s. (jmdn. unbemerkt prüfen); etw. außer Zweifel s.(etw. nicht anzweifeln); etw. in Abrede s. (etw. verneinen, leugnen); etw. in Aussicht s. (etw. versprechen, zusichern); etw. in jmds. Ermessen, Belieben s. (jmdn. etw. entscheiden lassen); geh. etw. in Erwägung s. (etw. erwägen)⌉; etw. stellt etw. in Frage (etw. macht den Ausgang von etw. unsicher, zweifelhaft); eine technische Anlage in Dienst s. (in Betrieb nehmen); sich in den Dienst einer Sache s. (ihr dienen); etw. in Rechnung s. (etw. anrechnen); jmdn., etw. unter Aufsicht s. (jmdn., etw. beaufsichtigen lassen); papierdt. etw. unter Beweis s. (etw. beweisen)⌉; ein Gebäude unter Denkmalschutz, e. Tier, alten Baum unter Naturschutz s. (für seine Erhaltung sorgen); umg. sein Lichtunter den Scheffel s. (seine Kenntnisse, Verdienste verbergen); veraltend jmdn. unter Kuratel s. (jmdn. entmündigen)⌉; etw. unter Strafe s. (für etw. eine Strafe androhen); etw. zur Bedingung s. (etw. als Voraussetzung fordern); etw. zur Debatte, Diskussion s. (über etw. debattieren, diskutieren lassen); jmdn. zur Rede s. (von jmdm. Rechenschaft fordern); etw. zur Verfügung s. (über etw. verfügen lassen)
zu 1 bloß-, entgegen-, gegenüber-, kaltstellen zu 1 u. 2 a Schausteller zu 1. 2 a. b /in Verbindung mit Richtungsadv., z. B./ her-1, heraus-, herein-, hin-, hinein-, weg-, zurückstellen; /ferner in/ auf-, dagegen-, davor-, dazu-, dazwischen-, nebeneinander-, sicher-, um-, unter-, vor-, zu-, zusammenstellen zu 1 u. 8 anstellen zu 2 a u. b aneinander-, aufeinander-, auseinander-, be-, beiseite-, fort-, gegeneinander-, gerade-, hoch-, übereinander-, zurechtstellen; Aussteller zu 2 a. b. 8 ab-, aus-, einstellen zu 2 a. b. 9 verstellen zu 2 b auswärts-, einwärts-, hintan-, nieder-, ruhigstellen; Fallen-, Vogelsteller zu 2 b u. 7 bereitstellen zu 2 b u. 8 nachstellen zu 7 beistellen zu 8 durchstellen; Weichensteller zu 9 totstellen zu 12 gleichstellen; besser-, schlechtergestellt zu 15 Antrag-, Bitt-, Fragesteller dazu anheim-, dahin-, dar-, ent-, er-, fertig-, fest-, frei-, ge-, glatt-, her-2, klar-, richtig-, zufriedenstellen; bestellt; ein-, hochgestellt; Be-, Brief-, Dar-, Er-, Her-, Schrift-, Zusteller; an-, vorstellig; bewerkstelligen

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... leugnete, wurden Beobachtungen angestellt, die die Richtigkeit des ...
... indem sie folgende Betrachtung anstellt: -" Wir glauben nicht zu ...
... die Situation Betrachtungen anzustellen, wird Zeit sein, sobald die ...
... Fräulein Dr. Springer angestellt ist) sich beleidigt gefühlt und ...
... zehnten Realschule zu Berlin angestellt worden. Dem ...
... physikalische Experimente anzustellen, eine reiche Fülle von ...
... fühlbar machen. Nach bisher angestellten Durchschnittsberechnungen ...
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... der Redner der im Reichstage angestellten Hilfsbeamten - an, die in ...
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... Musikdirektor Haus Gelbke - angestellt worden. Dieser Beschluß des ...
... 14 katholische Lehrerinnen dort angestellt sein werden. Für Deutsch - ...
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