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Wörterbuchartikel aus dem WDG Info Vollansicht

stellen /Vb./
   1. sich irgendwohin s. sich an einen bestimmten Ort begeben und dort eine stehende Haltung einnehmen: ich stelle mich ans Fenster, vor die Tür, in die Ecke, auf den Stuhl; stelle dich nicht mitten auf die Straße!; er stellte sich mir in den Weg; sich schützend vor jmdn. s.; stell dich dorthin, hinter mich!; ich möchte mich nicht setzen, ich stelle mich lieber; sich auf die Zehenspitzen s. (erheben); jmdn. irgendwohin s. jmdn. an einem bestimmten Ort in stehende Haltung bringen: sie stellte den Kleinen auf einen Stuhl; das gestürzte Kind wurde wieder auf seine Füße gestellt; /übertr./ jmdn. auf eigene Füße s. (finanziell unabhängig machen); jmdn. vor vollendete Tatsachen s. (jmdn. erst nachträglich, wenn nichts mehr zu ändernist, von einem eigenmächtig geschaffenen Sachverhalt unterrichten); jmdn. vor die Wahl s. (jmdn. wählen lassen); jmdn. in den Schatten s. (überbieten, -treffen); jmdm. einen Berater an die, zur Seite s. (jmdm. einen Berater geben); sich hinter jmdn. s. (für jmdn. Partei ergreifen); sich vor jmdn. s. (jmdn. beschützen); salopp ich tue es nicht, und wenn er sich auf den Kopf stellt (wenn er sich noch so sehr bemüht); umg. sich auf die Hinterbeine s. (sich sträuben, Widerstand leisten); sich in Positur s. (eine bestimmte Körperhaltung einnehmen); abwertend sich zur Schau s. (sich der Betrachtung, Beachtung durch andere aussetzen)
   2. etw. s.
   a) etw. irgendwohin s. etw. an einem bestimmten Platz so unterbringen, daß es aufrecht steht: er stellte die Bücher in das Regal, die Vase in den Schrank, den Topf auf den Herd, das Fahrrad in den Keller, die Blumen ins Wasser, auf den Tisch; du mußt die Flasche s., nicht legen!
   b) etw. an einem bestimmten Platz unterbringen: etw. beiseite s.; er stellte die Teller zur Seite; in dem kleinen Zimmer kann ich den Schrank nicht s.; hier läßt sich, kann ich nicht viel s.; wie sollen wir die Möbel s. (anordnen)?; Fallen, Schlingen s. (aufstellen); den Wein kalt, die Speisen warm s.; /übertr./ eine Sache über eine andere s. eine Sache mehr als eine andere schätzen, sie bevorzugen: [er] versichert mir, daß er zwar die Klassik nach wie vor über alles stelle ... Frisch Stiller 439; er stellt die Sache über die Person (urteilt sachlich); die Dinge, alle Tatsachen auf den Kopf s. (verdrehen, umkehren); umg. die ganze Wohnung auf den Kopf s. (durcheinanderbringen, in Unordnungbringen); etw. auf die Beine s. (organisieren, ins Leben rufen)
   c) das Tier stellt die Ohren (richtet sie auf), stellt den Schwanz (hebt ihn in die Höhe); jmdm. ein Bein s. (es so halten, daß jmd. darüber stolpern soll)
   d) etw., bes. eine Aufnahme, Szene, ist gestellt etw. ist sorgfältig so arrangiert, daß es eine bestimmte Wirkung ausüben soll: Alles nur gestellte Photographien Rinser Mitte 141; in der gestellten Szene eines Kostümfestes Grass Blechtrommel 41; etw. wirkt, ist (nur) gestellt
   3. sich s. sich zu einem bestimmten Treffpunkt begeben, um von dort mit anderen zusammen an einem Aufmarsch teilzunehmen: die Kollegen unseres Betriebes s. sich 10 Uhr am Haupteingang
   4. sich jmdm. s.
   a) bereit sein, einen (sportlichen) Wettkampf mit jmdm. auszufechten: der Weltmeister wird sich ihm erneut im nächsten Frühjahr zum Kampf s.
   b) bereit sein, ein Interview zu geben, sich für die Presse photographieren zu lassen: der berühmte Mann stellte sich der Presse, Kamera, den Photographen
   c) freiwillig zu einer Berhörde, bes. der Polizei, gehen, um sich dort zu verantworten: der Täter hat sich (selbst) den Sicherheitsorganen gestellt; er stellte sich freiwillig
   5. jmdn. zum Stehenbleiben zwingen: ein Brachfeld ... auf dem er durch eine von allen Seiten strömende Menschenmenge gestellt wurde G. Hauptm. 1,296 (Quint); er war von der Polizei bei einem Einbruch gestellt worden; Jägerspr. der Hund stellte das Wild (hinderte es an der Flucht)⌉; jmdn. zur Rechenschaft ziehen, von jmdm. eine Aufklärung, Antwort fordern: ich werde ihn s., sobald ich ihn treffe; bei dem Betrugsversuch wurde er gestellt
   6. jmdn. vor Gericht s. veranlassen, daß jmd. vor Gericht erscheint: deswegen war er vor Gericht gestellt worden; ich werde ihn vor Gericht s.
   7. jmdn., etw. für, zu etw. s. dafür sorgen, daß jmd., etw. eine bestimmte Arbeit, Funktion übernimmt: der Betrieb hat für den Arbeitseinsatz 10 Mann gestellt; das Dorf stellte 20 Mann zur Bekämpfung des Waldbrandes; einen Vertreter, Verteidiger, Bürgen, Zeugen, Redner s.; Pferde, Wagen s.; die Kostüme sind vom Theater gestellt worden; Der Bühnenkünstler mußte damals seine Garderobe selbst stellen Wildenhain Schauspieler 16; eine Kaution s. (hinterlegen)
   8. etw. in eine bestimmte Richtung bringen, daß es ordnungs-, wunschgemäß arbeitet, funktioniert: die Weichen, ein Signal s.; er stellte die Uhr; ich stelle den Wecker auf 6 Uhr früh; den Zeiger s.; ein elektrisches Gerät auf Null s.
   9. sich taub s. Taubheit vortäuschen: du stellst dich wohl taub?; sich krank, schlafend, überrascht, ahnungslos, naiv, dumm, unwissend s.; das Tier stellte sich tot; er stellt sich nur so; Dabei stellte sie sich ganz mit ihrer Häkelei beschäftigt H. Mann 2,52
   10. sich mit jmdm. (gut) s. zu jmdm. ein gutes Verhältnis schaffen: du mußt dich mit ihr zu s. versuchen; er hat sich mit ihm gestellt
   11. sich positiv zu einer Frage s. sich positiv zu einer Frage verhalten, eine positive Beziehung, Einstellung zu einer Frage haben: wie s. sich deine Eltern zu der Frage, dem Problem, Fall, dazu?; sie s. sich positiv dazu; wie soll man sich dazu s.?; sich feindselig, ablehnend gegen etw., jmdn. s.
   12. jmdn. (finanziell) gut s. jmdm. ein gutes Auskommen verschaffen: er ist jetzt noch besser, ist noch schlechter gestellt; wenn die Leute so gestellt sind (ein solches Einkommen haben), daß sie um dreier Salzfische wegen ihr Leben einsetzen müssen Brecht Cäsar 122
   13. jmd. ist auf sich (selbst) gestellt jmd. ist ohne Hilfe von außen: der Junge war ganz auf sich (allein) gestellt
   14. papierdt. eine Ware stellt sich auf ... eine Ware kostet ...: dieses Kleid stellt sich auf 80 Mark; das neue Verfahren stellt sich etwas billiger als das alte, wird sich vermutlich teurer s.
   15. /dient in abgeblaßter Bedeutung häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffes/ einen Anspruch s. (etw. beanspruchen); einen Antrag s. (etw. beantragen); eine Bitte s. (um etw. bitten); eine Bedingung s. (sich etw. ausbedingen); eine Diagnose s. (eine Krankheit erkennen und benennen); einen Ersatz s. (etw., jmdn. ersetzen); eine Forderung, Anforderung s. (etw. fordern); eine Frage s. (etw. fragen); seinen Mann s. (sich bewähren, behaupten); jmdm. e. Aufgabe, Thema s. (geben); jmdm. e. Frist, Ultimatum s. (jmdm. etw. befristen); jmdm., an jmdn. ein Ansinnen s. (jmdm. etw. zumuten); jmdn. auf die Probe s. (jmdn. unbemerkt prüfen); etw. außer Zweifel s.(etw. nicht anzweifeln); etw. in Abrede s. (etw. verneinen, leugnen); etw. in Aussicht s. (etw. versprechen, zusichern); etw. in jmds. Ermessen, Belieben s. (jmdn. etw. entscheiden lassen); geh. etw. in Erwägung s. (etw. erwägen)⌉; etw. stellt etw. in Frage (etw. macht den Ausgang von etw. unsicher, zweifelhaft); eine technische Anlage in Dienst s. (in Betrieb nehmen); sich in den Dienst einer Sache s. (ihr dienen); etw. in Rechnung s. (etw. anrechnen); jmdn., etw. unter Aufsicht s. (jmdn., etw. beaufsichtigen lassen); papierdt. etw. unter Beweis s. (etw. beweisen)⌉; ein Gebäude unter Denkmalschutz, e. Tier, alten Baum unter Naturschutz s. (für seine Erhaltung sorgen); umg. sein Lichtunter den Scheffel s. (seine Kenntnisse, Verdienste verbergen); veraltend jmdn. unter Kuratel s. (jmdn. entmündigen)⌉; etw. unter Strafe s. (für etw. eine Strafe androhen); etw. zur Bedingung s. (etw. als Voraussetzung fordern); etw. zur Debatte, Diskussion s. (über etw. debattieren, diskutieren lassen); jmdn. zur Rede s. (von jmdm. Rechenschaft fordern); etw. zur Verfügung s. (über etw. verfügen lassen)
zu 1 bloß-, entgegen-, gegenüber-, kaltstellen zu 1 u. 2 a Schausteller zu 1. 2 a. b /in Verbindung mit Richtungsadv., z. B./ her-1, heraus-, herein-, hin-, hinein-, weg-, zurückstellen; /ferner in/ auf-, dagegen-, davor-, dazu-, dazwischen-, nebeneinander-, sicher-, um-, unter-, vor-, zu-, zusammenstellen zu 1 u. 8 anstellen zu 2 a u. b aneinander-, aufeinander-, auseinander-, be-, beiseite-, fort-, gegeneinander-, gerade-, hoch-, übereinander-, zurechtstellen; Aussteller zu 2 a. b. 8 ab-, aus-, einstellen zu 2 a. b. 9 verstellen zu 2 b auswärts-, einwärts-, hintan-, nieder-, ruhigstellen; Fallen-, Vogelsteller zu 2 b u. 7 bereitstellen zu 2 b u. 8 nachstellen zu 7 beistellen zu 8 durchstellen; Weichensteller zu 9 totstellen zu 12 gleichstellen; besser-, schlechtergestellt zu 15 Antrag-, Bitt-, Fragesteller dazu anheim-, dahin-, dar-, ent-, er-, fertig-, fest-, frei-, ge-, glatt-, her-2, klar-, richtig-, zufriedenstellen; bestellt; ein-, hochgestellt; Be-, Brief-, Dar-, Er-, Her-, Schrift-, Zusteller; an-, vorstellig; bewerkstelligen

wẹg-, Wẹg-
zu weg:-angeln /Vb./ vgl. -schnappen: Er kann dir die Sache mit Lea nicht verzeihen. Du hast sie ihm weggeangelt M. W. Schulz Staub im Wind 117;
-bekommen /Vb./ umg.
   1. etw. beseitigen, entfernen können: ich habe den Fleck nicht w.; ich habe den Husten endlich w.
   2. etw. von der Stelle, an der es sich befindet, nach einer anderen Stelle schaffen können: allein bekomme ich den Schrank nicht (von hier) weg; jmdn. zum Weggehen von der Stelle, an der er sich befindet, bewegen können: sie war nicht von dem Schaufenster wegzubekommen
   3. sich etw. Schlimmes zuziehen: sie hat einen Knacks w.
   4. etw. begreifen, verstehen, erfassen: sie hat schnell w., worum es geht, wie das gemacht wird;
-blasen /Vb./ etw. von der Stelle blasen, an der es sich befindet: Staub w.; umg. meine Schmerzen waren, mein Hunger, meine Freude, Sorge war wie weggeblasen (plötzlich nicht mehr da, verschwunden);
-bleiben /Vb./
   1. jmd. bleibt weg jmd. bleibt fern von der Stelle, an der er zu erwarten ist: lange, für immer w.; sein Wegbleiben beunruhigte uns; du kannst nicht einfach w., ohne dich zu entschuldigen; von da an blieb sie weg; etw. bleibt weg: die Post blieb weg; jmdm. bleibt beim Laufen die Luft, umg. die Puste⌉ weg (jmd. bekommt keine Luft mehr); umg. da bleibt dir glatt die Sprache weg (da bist du sprachlos)!; /bildl./ jmdm. bleibt (vor Schreck, Überraschung) die Luft, salopp Spucke⌉ weg (jmd. ist vor Schreck, Überraschung sprachlos); umg. der Motor blieb weg (versagte plötzlich)
   2. umg. weggelassen werden: dieser Passus, Satz kann w.
   3. umg. ohnmächtig werden: sie ist bei der Blutentnahme weggeblieben;
-blicken /Vb./ vgl. -sehen 1;
-bringen /Vb./
   1. etw. von der Stelle, an der es sich befindet, nach einer anderen Stelle bringen: ich habe d. Sachen, Buch weggebracht; ich habe das Paket weggebracht (zur Post gebracht); umg. jmdn. w.: den Besuch w. (ein Stück begleiten); etw. von der Stelle, an der es sich befindet, nach einer anderen Stelle schaffen können: allein bringe ich den Schrank nicht (von hier) weg; jmdn. zum Weggehen von der Stelle, an der er sich befindet, bewegen können: sie war nicht von dem Schaufenster wegzubringen
   2. umg. etw. beseitigen, entfernen können: Gustav hat durch Training ein bißchen von dieser Schwere weggebracht Feuchtw. Oppermann 17;
-denken /Vb./ sich /Dat./ etw. w. sich etw. als nicht existierend, nicht vorhanden, als fehlend vorstellen: diesen Schrank mußt du dir w., da kommt später ein Schreibtisch hin; etw., jmd. ist aus etw. nicht wegzudenken: diese Errungenschaften sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken; weil Carl daraus [aus dieser Episode] nicht wegzudenken ist G. Hauptm. 3,157;
-diskutieren /Vb./ etw. läßt sich nicht w., jmd. kann etw. nicht w. etw. steht so eindeutig fest, daß sein Dasein, sein Vorhandensein nicht durch Reden verneint werden kann: diese Tatsache läßt sich nicht w., kannst du nicht w.;
-drehen /Vb./ etw., sich wegwenden: den Kopf w.; sich (von jmdm., etw.) plötzlich, unwillig w.;
-essen /Vb./ einem anderen etw. w. rücksichtslos so viel essen, daß für den anderen nichts übrigbleibt: er hat mir alles weggegessen; umg. [sie aßen] ihr das Beste vor der Nase weg Viebig Tägl. Brot 32;
-fall, der; /entsprechend der Bedeutung von -fallen/ das Wegfallen: der W. schwerer körperlicher Arbeit; papierdt. in W. kommen wegfallen: Mit Inkrafttreten dieser Vorschrift sind ledig lich die Gebühren ... in Wegfall gekommen Neue Justiz 1965;
-fallen /Vb./ (unerwartet) von einem bestimmten Zeitpunkt an nicht mehr in Betracht kommen, unterbleiben: dieser Grund fällt jetzt weg; die Zuschläge sind weggefallen (werden jetzt nicht mehr gezahlt); jetzt sind diese großen Ausgaben weggefallen; dieser Absatz im Text kann w. (kann weggelassen werden); das Programm war so umfangreich, daß wir den letzten Punkt w. lassen (weglassen) mußten;
-fegen /Vb./ etw. von der Stelle fegen, an der es sich befindet: vor der Tür den Schnee w.; /übertr./ den Kalender mit seiner großen Hand wegfegend (mit einer heftigen Handbewegung entfernend) Brecht Dreigroschenroman 418; etw., jmdn. rasch gewaltsam beseitigen, entfernen: das alte System war weggefegt worden; sie selber [die konservativsten Generale] kamen als Kandidaten nicht in Frage, weil sie sofort vom Volk weggefegt worden wären Einheit 1968;
-fischen /Vb./ vgl. -schnappen: du fischtest sie [meine Geliebten] mir weg, obgleich ich sie liebte Brecht Baal 81; hintenrum fischt er dir einen Kunden nach dem anderen weg Fallada Trinker 289;
-fressen /Vb./ vulg. vgl. -essen;
-futtern /Vb./ salopp vgl. -essen;
-gang, der; /entsprechend der Bedeutung 1 von -gehen/ das Weggehen (für immer): [wir] saßen nach Weggang der Gäste lang in bewegtem Gespräch beisammen Th. Mann 12,268; bis zu meinem W. aus meiner Heimatstadt; nach dem W. (Ausscheiden) unseres Kollegen;
-geben /Vb./ etw., was man nicht mehr behalten möchte, (irgend)jemandem überlassen: den Kinderwagen können wir w.; von den Bilderchen gibst du auch keins weg Fallada Wolf 2,53; Einen solchen Hund, der einmal seinen Herrn erwählt hat, wegzugeben, kommt einem Mord an ihm gleich Buckowitz Überraschungen 22; ich gebe meine Wäsche weg (gebe sie außer Haus zum Waschen); jmdn. w.: Wir sollten Bernadette weggeben von hier Werfel Bernadette 16;
-gehen /Vb./
   1. die Stelle, an der man sich befindet, zu Fuß verlassen: schnell, ohne Gruß, im Zorn, heimlich, leise w.; sie ist pünktlich, vor einer Stunde weggegangen; im Weggehen blickte sie sich noch einmal um; umg. geh weg!; sie geht nur selten weg (geht nur selten aus)⌉; sich von seiner bisherigen Umgebung trennen: nach meinem Studium bin ich von, aus L weggegangen; ich werde nicht von dir w. (dich nicht verlassen); Es waren nun auch Gründe ... für das Weggehen (Ausscheiden) von Karl Nottebohm bekannt geworden Welk Morgennebel 448; das Paket geht heute noch weg (wird heute noch weggeschickt); /übertr.; abgeblaßt im Imp. als Ausdruck des Unwillens/ umg. geh mir weg damit (laß mich damit inRuhe, verschone mich damit)!
   2. umg. beseitigt, entfernt werden können: der Fleck geht leicht, nicht mehr weg; nimm mal eine Tablette, dann gehen die Schmerzen weg (hören sie auf)
   3. umg. über etw., jmdn. w. über etw., jmdn. hinweggehen: zuerst hab ich zwar an unseren Streit dort gedacht, bin dann aber darüber weggegangen H. Kant Aula 455
   4. umg. die Ware ging weg wie frische Brötchen, salopp warme Semmeln⌉ (wurde schnell verkauft);
-graulen /Vb./ umg. jmdn. durch unfreundliches Verhalten von der Stelle vertreiben, an der er sich befindet: er fühlte, der Alte wollte ihn weggraulen, für immer und ewig Fallada Wolf 2,152;
-haben /Vb./
   1. jmdn. w. wollen jmdn. nicht mehr an der Stelle, an der er sich befindet, haben wollen: man will uns nur weghaben, weiter nichts, wir sollten auswandern, heißt es Diggelm. Hinterlassenschaft 25; etw. w. wollen: ich will den Schrank hier w.
   2. umg. etw. beseitigt, entfernt haben: endlich habe ich den Fleck weg
   3. umg. etw. (Schlimmes) bekommen haben, sich etw. (Schlimmes) zugezogen haben: durch die Kälte hatte ich prompt eine Grippe weg; einen Knacks w.; plötzlich hatte er eine Ohrfeige weg; er hat seine Strafe, salopp sein Fett⌉, sein(en) Teil (die verdiente Strafe) weg; du hast deinen Anteil, dein(en) Teil schon weg
   4. salopp etw. begriffen, verstanden, erfaßt haben: er hatte sofort weg, wie das gemacht wird; Denn daß sie kein Liebespaar waren, das hatten die Frauen schnell weg Fallada Wolf 2,199; sich auf etw. verstehen, etw. gut können: das hat sie weg; [sie] hatte es weg, ihre Schlamperei ... im Augenblick schwuppdiwupp verschwinden zu lassen Fussenegger Antlitz 117; salopp die Kurve w. (in etw. geschickt sein); was w.: auf diesem Gebiet hat er was weg (ist er beschlagen)
   5. salopp er hat die Ruhe weg (ihn kann nichts erschüttern);
-halten /Vb./ jmd. hält etw. (von sich) weg jmd. hält etw. so, daß es von ihm entfernt ist: er hielt das Buch weit von sich weg; jmd. hält jmdn. (von sich) weg: sie hielt das Kind von sich weg; sich von jmdm. w. sich von jmdm. fernhalten: der Brühl sagt, ich soll mich von dir weghalten, du hältst nicht dicht Brecht Furcht u. Elend 4;
-hängen /Vb./ etw. von der Stelle, an der es sich befindet, wegnehmen und an eine andere (dafür vorgesehene) Stelle hängen: den Mantel w.;
-helfen /Vb./ umg.: jmdm. über etw. w. (hinweghelfen);
-holen /Vb./
   1. jmdn. von der Stelle holen, an der er sich befindet: ich bin froh, daß du mich von hier wegholst
   2. umg. sich /Dat./ was w. sich eine Krankheit zuziehen: bei der Kälte habe ich mir was weggeholt; zieh dich warm an, damit du dir nichts wegholst;
-hören /Vb./ absichtlich nicht hinhören: Und nun ... kommt die unanständige Sache -- Lehrling hör weg Neue dt. Lit. 1956; wenn Menschen von Geschäften erzählten, konnte Kanitz nicht weghören St. Zweig Ungeduld 136;
-kommen /Vb./ umg.
   1. die Stelle, an der man sich befindet, verlassen (können): wir müssen sehen, daß wir hier schnell w.; ich machte, daß ich (von dort) wegkam; mach, daß du wegkommst (verschwinde)!; wir sind gestern nicht mehr von A weggekommen; ich komme wenig weg (habe wenig Gelegenheit auszugehen)
   2. verlorengehen, abhanden kommen: ihm ist Geld weggekommen; meine Brieftasche ist (mir) weggekommen; hier kommt nichts weg (wird nichts gestohlen)
   3. über etw. w. über etw. hinwegkommen: über diesen Verlust kam sie nicht weg, wird sie nur schwer w.; darüber komme ich gar nicht weg
   4. jmd., etw. kommt (bei etw.) gut weg etw. geht, fällt besser für jmdn., etw. aus, als zu erwarten war: sei froh, daß du bei dem Unfall so weggekommen bist; bei der Teilung bin ich schlecht weggekommen (bin ich benachteiligt worden); nach meiner Meinung ist dieses Buch in der Rezension zu gut weggekommen; Während das Angebot für die Mädchen ... recht vielseitig und farbenfroh ist, kommt die Bekleidung für die Jungen im Verhältnis dazu recht schlecht weg Tageszeitung 1963;
-kriegen /Vb./ vgl. -bekommen 1--4;
-lassen /Vb./
   1. etw. w. etw. wegfallen lassen: diese Stelle lasse ich weg (lese ich nicht vor; schreibe ich nicht ab); die dritte Szene lassen wir weg (spielen wir nicht); Die verdammten Gewürze, die Sie auf Ihr Fleisch tun, sollen Sie weglassen (nicht verwenden, nehmen) A. Zweig De Vriendt 84; lassen Sie doch bitte den Titel weg (benutzen Sie doch bitte nicht den Titel in der Anrede)!; er hat in seinem Bericht mehrere Namen weggelassen (nicht erwähnt); alles Unwesentliche w.; etw. absichtlich, versehentlich w.
   2. umg. jmdn. nicht weggehen lassen: sie wollten mich nicht wieder, nicht so schnell w.; sie hätte mich am liebsten gar nicht wieder weggelassen;
-laufen /Vb./ die Stelle, an der man sich befindet, (eilig) zu Fuß verlassen: er lief noch einmal weg, um die anderen zu holen; vom Spiel w.; plötzlich lief sie weg, ohne ein Wort zu sagen; die Kinder sind vor dem Hund weggelaufen; er bekam Angst und lief weg; die Stelle, an der man sich befindet, (eilig, heimlich, für immer) verlassen: Auch aus dem Jugendwerkhof lief der Jugendliche mehrfach weg (floh er) Neue Justiz 1967; von zu Hause w. (das elterliche Haus mit der Absicht, nicht wiederzukehren, verlassen); »Hat er keine Frau?« -- »Sie ist ihm weggelaufen (hat ihn für immer verlassen) ...« Nossack Spirale 25; /bildl./ umg. etw. läuft jmdm. nicht weg etw. hat Zeit, drängt nicht, weil es jmdm. sicherist: ich warte noch bis zum nächsten Gehalt, die Stereoanlage läuft mir ja nicht weg (gibt es auch später noch, so daß ich sie auch dann noch kaufen kann); scherzh. gut, ich komme mit ins Kino, der Abwasch läuft mir ja nicht weg (das schmutzige Geschirr bleibt ja stehen, so daß ich es auch später noch abwaschen kann);
-legen /Vb./ etw. aus der Hand, zur Seite legen: sie legte das Buch weg; den Kugelschreiber w.; etw. beiseitelegen, zurücklegen: ich konnte mir jeden Monat eine gewisse Summe w.; ich habe mir das Buch w. lassen; etw. von der Stelle, an der es liegt, wegnehmen und an eine andere (dafür vorgesehene) Stelle legen: leg mal bitte die Zeitung weg!;
-leugnen /Vb./ etw. ist nicht wegzuleugnen etw. steht so eindeutig fest, daß es nicht geleugnet werden kann: Aber es war längst der Tag gekommen, da die doppelseitige Lungenentzündung nicht mehr wegzuleugnen gewesen war Th. Mann 1,579 (Buddenbr.); eine nicht wegzuleugnende Tatsache;
-loben /Vb./ umg. eine unerwünschte Person durch übermäßiges Lob an anderer Stelle unterbringen: den hat man weggelobt;
-lotsen /Vb./ umg. jmdn. überreden, von der Stelle, an der er sich befindet, wegzugehen und einem zu folgen: es gelang mir nicht, ihn von der Theke, Bar wegzulotsen;
-machen, machte weg, hat/ist weggemacht
   1. umg. etw. beseitigen, entfernen (hat): einen Fleck w.; Daß da mal einer den Dreck unter den Nägeln richtig wegmachte, das gab es nicht Welk Grambauer 407; salopp derb ein Kind w. ein Kind abtreiben: Weggemacht worden war das Kind, um dessentwillen Karl damals gegangen war Böll Haus 24
   2. salopp sich w. die Stelle, an der man sich befindet, (eilig, heimlich) verlassen (hat): sich schnell, heimlich w.; landsch. jmd. macht weg jmd. trennt sich von seiner bisherigen Umgebung (ist): er ist voriges Jahr weggemacht (weggezogen; ausgeschieden);
-müssen /Vb./ umg.
   1. weggehen müssen, vgl. weg 1: er hat schon um drei weggemußt
   2. beseitigt, entfernt werden müssen, vgl. weg 2: das Brot wird wohl w., es ist schimmlig;
-nahme, die; -, -n /Pl. ungebräuchl./ papierdt. /entsprechend den Bedeutungen 1 u. 2 von -nehmen/; zu 2: das Wegnehmen: Da ... die Zueignungsabsicht im Zeitpunkt der Wegnahme nicht gegeben war, fehlt eine wesentliche Voraussetzung für die Annahme des Diebstahls Neue Justiz 1964;
-nehmen /Vb./
   1. etw. von der Stelle nehmen, an der es sich befindet: nimm bitte deine Sachen hier weg; das Tischtuch w.; d. Vase, Buch vom Tisch w.; (sich /Dat./) von einer Menge einen Teil w. von einer Menge einen Teil entfernen, indem man sich ihn nimmt: ich habe (mir) von den Eiern drei weggenommen; einen Körperteil aus der bisherigen Stellung, Lage bringen: paß auf, nimm d. Finger, Hände, Kopf weg!
   2. jmdm. etw. w. etw., was ein anderer hat, besitzt, (unrechtmäßig) an sich nehmen, in seine Verfügungsgewalt bringen: wenn du ungezogen bist, nehme ich dir den Ball wieder weg; Mutti, der Junge hat mir die Puppe weggenommen!; jmdm. ein Buch w.; jmdm. (mit Gewalt, heimlich) sein Geld w. (rauben, stehlen); der Bandit nahm ihm mit vorgehaltener Pistole die Brieftasche weg; /übertr./ Ich habe von Intrigen erfahren, die bezwecken, ihr die Rolle wegzunehmen H. Mann Schauspielerin II 5; jedenfalls hättest du mir das Kompliment nicht vor der Nase wegnehmen dürfen Th. Mann 1,388 (Buddenbr.); jmdm. jmdn. w.: Man sollte den Vater kurzweg verklagen. Dann würde ihm das Kind weggenommen (entzogen, abgesprochen) Wedekind Frühlings Erwachen I 5; er hat seinem Freund die Freundin weggenommen (abspenstig gemacht); jmdm. etw. w. bewirken, daß jmd. etw. nicht mehr hat: jmdm. die Sicht w.; die Bücher nehmen mir zuviel Platz weg; Ich nehme dir wohl die Zeit weg? Brecht Rundköpfe 9; etw. nimmt etw. weg: der Schrank nimmt viel Platz weg (beansprucht viel Platz); die Gardinen nehmen viel Licht weg (halten viel Licht ab)
   3. Gas w. (die Fahrt des Autos verlangsamen, indem die Zufuhr von Treibstoffgemisch verringert wird);
-packen /Vb./ vgl. -hängen;
-putzen /Vb./
   1. umg. etw. durch Reiben, Wischen beseitigen, entfernen: Frauen, die vorgeben, Flecken wegputzen zu können M. Haushofer in: Österr. Erzähler 2,261
   2. landsch. salopp etw. völlig aufessen, trinken: er hat sie [die Klöße] bis auf die Zwiebelstümpfe weggeputzt Marchwitza Unter uns 159; mehrere Kognaks w.
   3. salopp abwertend jmdn. niederschießen: warum stellst du dich dann dahin, wo dich jeder wegputzen kann E. Claudius Grüne Oliven 192;
-raffen /Vb./ jmdn. hinwegraffen: [daß] die Pest herrsche und viele Menschen weggerafft habe Th. Mann 3,72 (Joseph);
-rasieren /Vb./
   1. den Bart w. (durch Rasieren beseitigen, entfernen)
   2. umg. etw. völlig zerstören, dem Erdboden gleichmachen;
-räumen /Vb./ etw. von der Stelle räumen, an der es sich befindet: das Geschirr vom Tisch w.; Schutt, Schnee w.; /übertr./ Hindernisse, Schwierigkeiten w. (aus dem Wege räumen, beseitigen); etw. von der Stelle, an der es sich befindet, wegnehmen und an eine andere (dafür vorgesehene) Stelle räumen: räum bitte deine Sachen, Spielsachen weg!;
-reißen /Vb./ etw. durch starkes Ziehen, durch eine heftige Bewegung von der Stelle, an der es sich befindet, gewaltsam trennen: es scheint uns nicht ausgeschlossen, daß die Flut sie [die Brücke] wegreißen könne Kisch 1,285; der Sturm hat das Dach weggerissen; [dem] das linke Bein ... weggerissen worden war A. Zweig Erziehung 325; sie riß ihm das Buch weg; jmdn. w.: Er riß mich von der Reling weg H. W. Richter Spuren 333;
-rücken /Vb./
   1. etw. von der Stelle rücken, an der es sich befindet: den Sessel (von der Wand) w.
   2. von der Stelle rücken, an der man sich befindet: er rückte von seinem Nachbarn, vom Tisch weg; /übertr./ alle Gedanken [sind] bei ihm, und Pierre ist weit weggerückt Joho Peyrouton 127; man beginnt, immer mehr von ihm wegzurücken (sich von ihm zu distanzieren);
-rühren, sich /Vb./ sich nicht w. sich nicht von der Stelle rühren, nicht weggehen: er stand in der Tür und rührte sich nicht weg;
-rutschen /Vb./ jmd. rutscht weg jmd. rutscht von der Stelle, an der er sich befindet: er rutschte ein Stück von ihr weg; etw. rutscht weg: d. Motorrad, Auto rutschte in der Kurve weg (kam seitlich rutschend aus der Fahrtrichtung);
-sacken /Vb./ etw., jmd. sackt weg etw., jmd. sackt irgendwohin (und verschwindet): d. Gleis, Zaun ist weggesackt (hat sich gesenkt); das Schiff ist weggesackt (versunken, untergegangen); umg. [ein zweiter Hieb] prasselte schon auf mich nieder. Ich sackte weg wie ein Stein Hausm. Überfall 168; (unter) jmdm. sacken die Beine weg (jmds. Beine versagen den Dienst); salopp ich bin sofort weggesackt (eingeschlafen); es war so heiß, und plötzlich sackte er weg (wurde er ohnmächtig);
-saufen /Vb./ vulg. vgl. -essen;
-schenken /Vb./ umg. etw., was man nicht mehr behalten möchte, verschenken, (irgend)jemandem schenken: [was wir] bei dem großen Auszug nicht verkaufen konnten, haben wir mitgenommen. Natürlich hätte man es wegschenken können Kafka Amerika 314;
-scheren, sich /Vb./ salopp sich wegbegeben: /meist im Imp./ scher dich weg!; er brüllte, wir sollten uns w.;
-schicken /Vb./ jmdn. (mit einer bestimmten Absicht) veranlassen wegzugehen: sie hat ihn weggeschickt, ohne ihn vorher anzuhören; als der Besuch kam, schickte die Mutter die Kinder weg; etw. von der Stelle, an der es sich befindet, nach einer anderen Stelle schicken: Geld, ein Paket w.; ich habe die Bücher schon weggeschickt; jmdn. w.: sie hat das Kind mit einem Auftrag weggeschickt;
-schieben /Vb./ etw. von der Stelle schieben, an der es sich befindet: den Teller, einen Sessel w.; jmdn. w.: er wurde von einem Mitschüler einfach weggeschoben; /übertr./ er schob gern seine Sorgen weg (verdrängte gern seine Sorgen);
-schleppen /Vb./ umg. (unrechtmäßig) etw. von der Stelle schleppen, an der es sich befindet: Kisten w.; Wer weiß, was ihr mir schon weggeschleppt habt Sakowski Wege 9;
-schließen /Vb./ vgl. -hängen;
-schmeißen /Vb./ salopp etw., was man nicht (mehr) benötigt, nicht behalten möchte, wegwerfen: einen Zigarettenstummel w.; Aber die Franzosen waren so dicht hinterher, daß ich meinen Tornister wegschmeißen mußte Renn Krieg 103; etw. Wertloses, Überflüssiges in den Abfall werfen: alte Schuhe w.;
-schmelzen /Vb./ durch Schmelzen verschwinden: der Schnee ist (von den Dächern) weggeschmolzen; /bildl./ dahinschwinden: sein ererbtes Vermögen war im Laufe seiner Offiziersjahre weggeschmolzen E. Strauss Spiegel 91;
-schnappen /Vb./ salopp einem anderen etw. w. etw. so schnell wegnehmen, an sich nehmen, daß der andere es nicht bekommen kann: sie hat mir das größte Stück Kuchen (vor der Nase) weggeschnappt; /übertr./ jmdm. einen fetten Bissen, Brocken w.; einem anderen jmdn. w. jmdn., der zu einem anderen gehört, für sich gewinnen, dem anderen abspenstig machen: Ich hatte ein gutes Mädel, das hat mir mein Freund Georg weggeschnappt Seghers 3,253 (Rettung); jeder Verkäufer frohlockte, wenn er den Kollegen einen Kunden weggeschnappt hatte Fallada Kleiner Mann 175;
-schütten /Vb./ etw. Wertloses, Überflüssiges durch Ausschütten beseitigen: die Suppe hält sich nicht bis morgen, wir müssen sie w.;
-schwemmen /Vb./ etw. von der Stelle schwemmen, an der es sich befindet: die Strömung hat d. Bootsanlegestelle, Bretter weggeschwemmt; jmdn. w.: der Ertrunkene wurde von der Flut weggeschwemmt; /bildl./ dann wird ein großes Glücksgefühl sie [seine Müdigkeit] wegschwemmen (vertreiben) Feuchtw. Söhne 43;
-schwimmen /Vb./ etw. schwimmt weg etw. entfernt sich schwimmend von der Stelle, an der es sich befindet: der Schwan schwamm weg, als wir ihn füttern wollten; jmd. schwimmt weg: er schwamm weg (von uns); /bildl./ umg. ihm sind alle, die Felle weggeschwommen (er mußte die Hoffnung aufgeben);
-sehen /Vb./
   1. den Blick wegwenden: wenn er Grimassen schneidet, muß ich w.; angewidert w.; Der kleine Zawilski konnte einfach nicht von ihr wegsehen und starrte sie ... an Uhse Bertram 525
   2. umg. über etw., jmdn. w. (hinwegsehen);
-sein /Vb./ s. weg 1--3;
-setzen /Vb./
   1. sich von der Stelle, an der man sitzt, nach einer anderen Stelle setzen: sie hat sich (von ihrer Schwester) weggesetzt; jmdn. w.: wenn du ständig schwatzt, muß ich dich w.; etw. von der Stelle, an der es sich befindet, nach einer anderen Stelle setzen: den Stuhl ein Stück w.
   2. umg. sich über etw. w. (hinwegsetzen);
-spülen /Vb./ etw. von der Stelle spülen, an der es sich befindet: der Regen spülte den Staub weg; [ein Hochwasser] das Brücken und Häuser wegspülte H. M. Rauchfuss Schles. Himmelreich 603; /bildl./ salopp spülen wir unseren Ärger mit einem guten Schluck weg (vertreiben wir ihn durch Trinken) Bredel Väter 386;
-stecken /Vb./ vgl. -hängen;
-stellen /Vb./ etw. von der Stelle, an der es steht, wegnehmen und an eine andere (dafür vorgesehene) Stelle stellen: das abgewaschene Geschirr w.; das Fahrrad w.; etw. beiseitestellen, zurückstellen: er hatte sich /Dat./ mehrere Flaschen Wein weggestellt;
-sterben /Vb./ sterben: daß Kinder an Krämpfen und Husten wegstarben Seghers 2,157; umg. jmd. stirbt jmdm. weg: ihm ist vor kurzem die Frau weggestorben; ihm sind die Eltern früh, kurz nacheinander weggestorben;
-stopfen /Vb./ umg. vgl. -hängen;
-streben /Vb./ etw. strebt von einer Stelle weg etw. entfernt sich zügig, unbeirrt von der Stelle, an der es sich befindet (ist): daß das Boot da draußen kleiner wurde und von der Insel wegstrebte Strittmatter Wundertäter 524; jmd. strebt weg jmd. strebt danach, die Stelle, an der er sich befindet, verlassen zu können (ist/hat): aus einem Raum w.; daß ich einen Fehler beging, als ich von Reinhardt wegstrebte Durieux Tür 102;
-streichen /Vb./ etw. durchstreichen: e. Satz, Wort, Zahl w.;
-treten /Vb./ Mil. der Offizier ließ die Kompanie w. (die in bestimmter Ordnung aufgestellte Kompanie zwanglos weggehen, Ggs. antreten); w.! /Kommando/; salopp geistig weggetreten (geistesabwesend) sein;
-trinken /Vb./ vgl. -essen;
-tun /Vb./ umg. etw. von der Stelle, an der es sich befindet, wegnehmen und an eine andere (dafür vorgesehene) Stelle tun: tu bitte deine Sachen, Spielsachen weg!; hast du das Geld weggetan?; etw. weg-, beiseite-, zurücklegen: ich habe diesen Monat 100 Mark für den Urlaub weggetan; etw. Wertloses, Überflüssiges in den Abfall werfen: Reste, alte Schuhe w.;
-wehen /Vb./ etw. von der Stelle wehen, an der es sich befindet: sie beschwert die Papiere. damit sie (vom Luftzug) nicht weggeweht werden; dann ist alle Müdigkeit bei mir wie weggeweht (plötzlich nicht mehr da, verschwunden) Klepper Schatten 81; jmdn. w.: Irgendein Wind hätte mich wegwehen können Nossack Spätestens im November 136;
-weisen /Vb./ jmdn. von der Stelle weisen, an der er sich befindet: er werde Mara aus Rom wegweisen Feuchtw. Söhne 197; daß ich nun hundertmal ... vor ihre Tür kommen könnte und sie mich wegweisen würde wie einen Hund St. Zweig Amok 42; jmdn. schroff w. (abweisen);
-wenden /Vb./ etw., bes. den Kopf, nach einer anderen Seite wenden: den Kopf w.; den Blick von jmdm., etw. w.; sich w.: er wandte sich von ihr weg;
-werfen /Vb., vgl. -werfend/
   1. etw., was man nicht (mehr) benötigt, nicht behalten möchte, irgendwohin werfen: etw. achtlos w.; eine Zigarette w.; Sie haben ihre Waffen weggeworfen Feuchtw. Tag 89; /bildl./ umg. das ist weggeworfenes (unnütz ausgegebenes) Geld⌉; Man wirft sein Leben nicht weg (begeht nicht Selbstmord) St. Zweig Amok 142; wenn ich ihn [den Gedanken] am Morgen nüchtern prüfte, warf ich ihn wieder weg (verwarf ich ihn wieder) Renn Krieg 176; etw. Wertloses, Überflüssiges in den Abfall werfen: alte Briefe, Schuhe w.; das ist zu schade zum Wegwerfen
   2. /übertr./ sich (an jmdn.) w. seine Liebe einem Unwürdigen schenken /bes. von einer Frau/: du gibst vor, du willst ihn nicht heiraten, nachdem du dich an diesen gemeinen Halunken weggeworfen hast G. Hauptm. Angermann II; sich erniedrigen, entwürdigen: Ich war es endlich müde, mich wegzuwerfen, Trauben zu suchen in der Wüste Rinser Gläserne Ringe 107;
-werfend /part. Adj., vgl. -werfen 1/ geringschätzig, verächtlich: eine w. Handbewegung machen; sich w. über jmdn., etw. äußern; w. von jmdm., etw. sprechen; eine w. Bemerkung, Geste;
-wischen /Vb./
   1. etw. durch Wischen beseitigen, entfernen: einen Satz an der Tafel w.; außerdem waren die Trottoirbilder vergänglich ... der Regen wischte sie weg Brecht Dreigroschenroman 62; /bildl./ etw. auslöschen, verdrängen: einen Einwand mit einer Handbewegung w.; Bedenken, Erinnerungen w.; plötzlich war alle Angst, mein Groll weggewischt
   2. etw. von der Stelle wischen, an der es sich befindet: den Staub w.; Tropfen w.; sich /Dat./ die Tränen w.;
-wollen /Vb./ umg. weggehen wollen, vgl. weg 1: pünktlich w.;
-zählen /Vb./ österr. etw. abziehen, subtrahieren: einen Betrag w.;
-zaubern /Vb./ etw., jmdn. durch ein Zauberkunststück verschwinden lassen: [ich erwarte] immer, daß sich plötzlich ... eine Hand vorstreckt und alles wegzaubert Schickele Schnakenloch II 7; meine Kopfschmerzen sind wie weggezaubert (plötzlich nicht mehr da, verschwunden); die Kinder waren wie weggezaubert;
-ziehen /Vb./
   1. etw. von der Stelle ziehen, an der es sich befindet: einen Karren von der Einfahrt w.; jmdm. d. Teller, Stuhl, Bettdecke w.; einen Vorhang w. (zur Seite ziehen); /übertr./ jmdm. den Boden unter den Füßen w. (jmdm. die Existenzgrundlage nehmen); jmdn. w.: er zog mich vom Geländer weg
   2. seinen bisherigen Wohnsitz aufgeben und an einen anderen Ort ziehen: er ist (aus N, aus dieser Wohnung, von hier) weggezogen; die Schwalben sind schon weggezogen (nach Süden gezogen)


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... man diese 54 Bände einst wegstellen kann, weil über ihnen sich ...
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