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Zeit-, zeit-
zu Zeit2:-abschnitt, der Abschnitt im Ablauf des Geschehens: der Dichter berichtet in diesem Buch über den Z. von der Geburt bis zu den Lehrjahren seines Helden;
-abstand, der Abstand zwischen zwei Zeitpunkten: er besucht uns in regelmäßigen, größeren Zeitabständen; Die Granaten fielen jetzt im Zeitabstand von je einer Minute auf den ersten Graben Werfel Musa Dagh 367;
-alter, das größerer historischer Zeitraum: das Z. Goethes; ein neues, besseres Z. hat begonnen; an der Schwelle eines neuen Zeitalters stehen; im Z. der Raumschiffahrt;
-angabe, die Angabe der Uhrzeit: er konnte keine genaue Z. machen;
-ansage, die Ansage der genauen Uhrzeit im Rundfunk, Telefon;
-aufnahme, die photographische Aufnahme mit langer Belichtungszeit, -dauer;
-aufwand, der Aufwand an Zeit, für etw. nötige Zeit: diese Analysen erfordern einen Z. von mehreren Tagen; das läßt sich mit verhältnismäßig geringem Z. erreichen; den Z. für etw. verringern;
-aufwendig /Adj./ Neupräg. viel Zeit beanspruchend: eine z. Kleinarbeit, Methode; für diese z. Arbeit wurde jetzt ein Automat, eine neue Technologie entwickelt;
-bedingt /Adj./ durch die Gegebenheiten eines bestimmten historischen Zeitraumes bedingt: eine z. Notwendigkeit; z. Mißstände beseitigen; ein z. (Fehl)urteil;
-begriff, der: den Z. verlieren; Die Zeitbegriffe (Vorstellungen über die Dauer von etw.) seien hier andere, als die sonst wohl für Badereisen und Kuraufenthalte gültigen; der Monat sei sozusagen die kleinste Zeiteinheit Th. Mann 2,320 (Zauberb.);
-bezogen /Adj./ auf einen bestimmten historischen Zeitraum, bes. auf die Gegenwart bezogen: ein z. Drama: z. Kunst;
-bezogenheit, die; /entsprechend der Bedeutung von -bezogen/;
-bild, das; (literarische) Darstellung eines bestimmten historischen Zeitraums: in diesem Werk gibt der Dichter ein kritisches Z. der Weimarer Republik;
-bombe, die Bombe mit Zeitzünder;
-dauer, die Dauer: die Z. des Streiks ist befristet; der Arzt legt die Z. der Behandlung fest; für die Z. von vier Jahren gewählt werden;
-dokument, das Dokument, das einen bestimmten historischen Zeitraum charakterisiert, über ihn Aufschluß gibt: ein bedeutsames, erschütterndes Z.; das Werk hat als Z. eine große Bedeutung, ist als Z. von großem Wert;
-druck, der umg. Druck, den dringende Termine auf jmdn. ausüben: unter Z. stehen, arbeiten, geraten;
-einheit, die Einheit, in die die Zeit untergliedert werden kann: Tage, Stunden, Sekunden sind Zeiteinheiten;
-einteilung, die Einteilung der jmdm. zur Verfügung stehenden Zeit: eine gute, exakte Z.;
-empfinden, das vgl. -gefühl: Bestimmt war er [der Rabe] mittags um 12 Uhr, wenn es Mittagessen gab, zu Hause. Das merkwürdige Zeitempfinden der Tiere ist mir immer bewundernswert erschienen Buckowitz Überraschungen 121;
-ereignis, das; /meist im Pl./ Ereignis in einem bestimmten historischen Zeitraum, bes. in der Gegenwart: um bei den Hochwaldbauern anzuhören, was sie über die Zeitereignisse dächten Andres Hochzeit 117;
-ersparnis, die Ersparnis an eingeplanter Zeit: Z. durch Rationalisierung;
-fahren, das Radsport Wettkampf, bei dem die Fahrer in Abständen starten und ihre für die Strecke benötigte Zeit einzeln ermittelt, bewertet wird;
-fonds, der Neupräg. DDR Wirtsch. für eine bestimmte Arbeit, Aufgabe geplante, zur Verfügung stehende Zeit: Der beschleunigte Übergang zur komplexen Mechanisierung ... ermöglicht eine rationellere Ausnutzung des Zeitfonds Einheit 1973;
-form, die Gramm. Form des Verbs, die den Zeitraum bezeichnet, in dem das Geschehen abläuft;
-frage, die
   1. vgl. -ereignis: zu aktuellen Zeitfragen Stellung nehmen
   2. ich komme gern einmal, das ist nur eine Z. (ich weiß noch nicht, wann ich dafür Zeit habe);
-gebunden /Adj./ von einem bestimmten historischen Zeitraum abhängig, auf ihn bezogen: Aber sie (die Moral) ist so zeitgebunden wie die Mode Klabund Borgia 129;
-gefühl, das Fähigkeit, zu empfinden, wie spät es ist, wie lange etw. dauert, gedauert hat: Sein Zeitgefühl, das im Menschen nie schläft, sagte ihm, sicher seien schon viele Stunden des Tages verstrichen A. Zweig Grischa 322;
-geist, der die für einen bestimmten geschichtlichen Zeitraum charakteristische Gesinnung, geistige Haltung (der herrschenden Klasse) /vorwiegend auf eine vergangene Epoche bezogen/: Gibt es wohl auch etwas Elenderes als den Zeitgeist, der das Ewige und Klassische möchte überwunden haben Th. Mann 7,611 (Lotte); der Wandel des Zeitgeistes; sich gegen den Z. auflehnen;
-gemälde, das vgl. -bild;
-gemäß /Adj./ dem jeweiligen historischen Zeitraum entsprechend: eine z. Betrachtung, Mode, Kleidung;
-genosse, der Mensch, der gleichzeitig mit einem anderen, mit anderen in einem bestimmten historischen Zeitraum lebt: er war ein Z. Goethes; ein berühmter Z.; Es werden uns daher durch die Memoiren der Zeitgenossen wenige Notizen über Napoleon vorenthalten werden Heine 3,114 (Nordsee); umg. oft abwertend er ist ein seltsamer, sturer, wenig vertrauenerweckender Z.;
-genössisch /Adj./
   1. von einem Zeitgenossen stammend, im gleichen historischen Zeitraum entstanden: z. Quellen; eine z. Darstellung, Abbildung; die z. Malerei seiner Zeit; [Balzac] holt sich aus den Bibliotheken zeitgenössische Memoiren St. Zweig Balzac 124
   2. heutig, Gegenwarts-: das Orchester hat sich /Dat./ besonders die Pflege der z. Musik zur Aufgabe gemacht; ein z. Drama aufführen; ein führender Vertreter unserer z. Literatur, Kunst;
-geschehen, das aktuelles Geschehen: Funk, Fernsehen und Presse unterrichten täglich über das Z.;
-geschichte, die Erforschung und Beschreibung des jeweils aktuellen politischen Geschehens: Indem sie [Marx und Engels] die Zeitgeschichte durchforschten Engels-Biographie 244;
-geschmack, der der für einen bestimmten historischen Zeitraum charakteristische Geschmack: etw. ist dem Z. unterworfen; dem damaligen Z. entsprechend;
-gewinn, der; vgl. -ersparnis;
-grund, der; /nur in der Wendung/ aus Zeitgründen aus Zeitmangel: aus Zeitgründen mußte er seinen Besuch absagen, konnte er an der Besprechung nicht teilnehmen; Vor Weihnachten kann er schon aus Zeitgründen nicht daran denken, sich einer so langwierigen Behandlung zu unterziehen Feuchtw. Oppermann 64;
-karte, die im Preis ermäßigte Fahrkarte, die für eine bestimmte Strecke und für einen bestimmten Zeitabschnitt gültig ist;
-kino, das Neupräg. DDR Kino, das Kurzfilme und Filme zum Zeitgeschehen zeigt;
-lang, die; /nur in der Wendung/ eine Z. eine Weile: er wird eine Z. bei uns bleiben, bei uns wohnen; er ist schon eine Z. in G; wir können uns noch eine Z. ausruhen; er dachte eine Z. nach, bevor er antwortete; eine Z. sprachen sie kein Wort;
-läufte, die /nur im Pl./ geh. bestimmter historischer Zeitraum /wird bes. im Hinblick auf die Ereignisse, das Geschehen in diesem Zeitraum gebraucht/: die Z. erörtern; in den damaligen, unsicheren, unruhigen, schwierigen, bösen Zeitläuften; trotz der widrigen Z.; etw. überdauert die Z.; Zeitläufte ohne große Interessen haben keine große Kunst Brecht Schriften z. Theater 1,78; {%---}lebens, -lẹbens /Adv./ er hat sich z. (zeit seines Lebens) geplagt; sie hat z. (zeit ihres Lebens) schwer gearbeitet; davon werde ich z. (zeit meines Lebens) zehren; daran wird sie sich z. erinnern; jmdm. z. dankbar sein; Bei einem Gemetzel ... bekam ich eine Kugel ab, die mich zeitlebens (für mein ganzes weiteres Leben) zum Krüppel gemacht hat Marchwitza Heimkehr 43;
-lohn, der Wirtsch. Lohn, der nach der geleisteten Arbeitszeit berechnet wird: im Z. arbeiten, stehen; Die beiden Grundformen des Arbeitslohnes sind der Zeitlohn und der Stücklohn Mehring Marx 371;
-los /Adj./ nicht der Mode unterworfen: ein z. Modell, Mantel; das Kostüm ist z. in Farbe und Schnitt; /im bürgerl. Sprachgebrauch/ eine z. (angeblich von den gesellschaftlichen Verhältnissen, Problemen des jeweiligen historischen Zeitraumes unabhängige) Kunst, Dichtung, Philosophie;
-lupe, die Film: der Film zeigt die Ankunft in Z. (in einer Geschwindigkeit, die langsamer als der reale Ablauf ist);
-lupenaufnahme, die Film Aufnahme mit 36 bis 200 Bildern je Sekunde;
-lupentempo, das umg. oft spött. langsames Tempo: er bückte sich, arbeitete im Z.;
-mangel, der Mangel an verfügbarer Zeit: aus Z. konnte er an der Veranstaltung nicht teilnehmen;
-maß, das Tempo, Geschwindigkeit: die Riesenkräfte des Wagens soweit wie nur möglich zu fesseln und langsames Zeitmaß zu halten Th. Mann 7,361 (Königl. Hoheit); Die vier Füße begannen sich gleich nach dem Zeitmaß [der Musik] zu regen Mörike 3,195 (Hutzelmännlein);
-messer, der Instrument, mit dem die Zeit gemessen wird; veralt. Uhr: Ich sah auf meine Uhr. Es waren in der Tat, wenn man diesem unzuverlässigen Zeitmesser glauben konnte, erst zwanzig Minuten vergangen E. Weiss Verschwender 166;
-nah(e) /Adj./ sich mit den gesellschaftlichen Problemen eines bestimmten historischen Zeitraums, bes. der Gegenwart, auseinandersetzend, sie nicht außer acht lassend: ein z. Theaterstück; eine z. Aufführung;
-nähe, die; /entsprechend der Bedeutung von -nah(e)/;
-nehmer, der
   1. Sport Kampfrichter, der die Zeit stoppt
   2. Wirtsch. jmd., der beruflich die Bearbeitungszeiten für ein Werkstück ermittelt;
-not, die schwierige Lage, Bedrängnis, die durch Mangel an Zeit entsteht, in die jmd. durch Mangel an Zeit geraten ist: sich in Z. befinden; in Z. geraten; Die Zeitnot zwang Bochow, das Gebot der Vorsicht zu durchbrechen Apitz Nackt unter Wölfen 191; -plan, der Plan für einen zeitlichen Ablauf: einen Z. aufstellen; der Z. der Veranstaltung wurde genau eingehalten; nach (einem) Z. vorgehen, arbeiten; An der Tür hängt ein Zeitplan für das geordnete Lernen H. Kant Aula 133;
-problem, das
   1. Problem eines bestimmten historischen Zeitraums, bes. der Gegenwart: sich mit den Zeitproblemen auseinandersetzen; [Friedrich Engels hat] viele höchst wichtige Zeitprobleme in eigenen Schriften behandelt Victor Schriften 3,565
   2. vgl. -frage 2;
-punkt, der bestimmte Zeitspanne von kurzer Dauer, Moment, Augenblick: den rechten, günstigen, geeigneten Z. abpassen, abwarten, verpassen, versäumen; der Z. war gut gewählt; den Z. für gekommen halten; jetzt ist der gegebene Z. dafür; das ist genau der richtige Z.; es war ein unglücklicher, unpassender, ungeeigneter, ungünstiger Z.; konntest du dir keinen anderen Z. aussuchen?; bestimmter Tag, bestimmte Stunde: einen Z. festsetzen, bis zu dem die Arbeit abzugeben ist; den Z. des Besuches festlegen; er mußte den Z. der Verhandlung mehrmals verschieben; der Z. seiner Abreise, Ankunft steht noch nicht fest; von diesem, einem bestimmten Z. an; bis zu diesem Z. habe ich nichts davon gewußt; zu diesem Z. war er schon abgereist;
-raffer, der Film: der Film zeigt das Aufblühen einer Blüte im Z. (in einer Geschwindigkeit, die schneller als der reale Ablauf ist);
-rafferaufnahme, die Film Aufnahme mit weniger als 16 Bildern in der Sekunde;
-raubend /Adj./ viel Zeit in Anspruch nehmend, Ggs. zeitsparend: eine z. Arbeit, Methode, Angelegenheit; ein z. Umweg, Verfahren; das Aufrichten der fast meterdicken Wände war kostspielig und zeitraubend Jahnn Niederschrift 2,12;
-raum, der Zeitabschnitt von unbestimmter, meist längerer Dauer: in einem Z. von mehreren Tagen, Monaten, Jahren; etw. umspannt einen Z. von mehr als zweitausend Jahren; etw. bezieht sich auf einen Z. von drei Jahren, gilt für einen Z. von drei Jahren; die Scheune war in einem Zeitraum von fünf Minuten niedergebrannt Wasserm. Wahnschaffe 1,126; er war über einen längeren Z. nicht anwesend; etw. erfordert einen langen Z.; Es muß sich um ungeheuer lange Zeiträume gehandelt haben, die zur Ablagerung notwendig waren Passarge Südafrika 63; Auch die Zeiträume verkürzen sich, in denen die eine Technologie durch eine qualitativ neue abgelöst wird Einheit 1968;
-rechnung, die
   1. Berechnung der Tages-, Uhrzeit auf der Grundlage astronomischer Gegebenheiten
   2. unsere Z. /Abk.: u. Z./ die Zählung der Jahre von dem angenommenen Jahr der Geburt Christi an: in den ersten Jahrhunderten unserer Z.; diese Münzen stammen aus dem 4. Jahrhundert vor unserer Z. /Abk.: v. u. Z./; im Jahre 329 vor unserer Z.;
-roman, der Roman aus einem bestimmten historischen Zeitraum, in dem die gesellschaftlichen Verhältnisse, Probleme dieses Zeitraums dargestellt werden;
-schrift, die meist in regelmäßiger Folge, jedoch im allgemeinen nicht täglich erscheinendes Druckerzeugnis, das meist über ein bestimmtes Stoffgebiet unterrichtet, sich an einen bestimmten Leserkreis wendet: eine Z. für Mode, Architektur; eine medizinische Z.; diese Z. interessiert besonders Lehrer, Sportler, Angler, Kleingärtner; eine interessante, illustrierte Z.; diese Z. erscheint alle zwei Monate;
-sinn, der Fähigkeit, zu fühlen, wie spät es ist, sich seine Zeit einzuteilen: er hat überhaupt keinen Z.: Der Schlaf hat seinen Zeitsinn ganz und gar verwirrt Werfel Jeremias 384; den Z. verlieren;
-spanne, die Zeitabschnitt, dessen Anfang und Ende meist näher bestimmt sind: für eine kurze, lange Z.; in einer Z. von zehn Jahren; Ständig verkürzt sich die Zeitspanne zwischen einer Erfindung und ihrer produktiven Nutzung Urania 1972; in der Z. vom Schulanfang bis zu den Herbstferien: -sparend /Adj./ rationell in bezug auf den Verbrauch an Zeit, Ggs. zeitraubend: eine z. Methode, Einrichtung; ein z. Verfahren;
-stil, der Stil eines bestimmten historischen Zeitraums;
-strömung, die geistige Strömung in einem bestimmten historischen Zeitraum: Der Süden Frankreichs ist erzkatholisch, der Geist des hiesigen Volkes noch wenig von den nihilistischen Zeitströmungen berührt Werfel Bernadette 178;
-stück, das vgl. -roman: Gleich Minna von Barnhelm verdient jedes Drama von Lessing den Namen Zeitstück H. Mann 11,453;
-tafel, die chronologisch geordnete Übersicht über wichtige Daten innerhalb eines bestimmten Zeitraumes: Dem Buch ist eine instruktive Zeittafel der islamischen Geschichte bis 1960 beigegeben Dt. Literaturzeitg. 1962;
-umstand, der Gegebenheit eines bestimmten historischen Zeitraumes: etw. erklärt sich aus den damaligen Zeitumständen; wenn wir so die Zeitumstände umschreiben, in die Goethe hineingeboren wurde Becher 5,287;
-vergeudung, die Vergeudung von verfügbarer Zeit: etw. für Z. halten;
-verlauf, der Verlauf, Ablauf des Geschehens: im späteren Z. hat er diese Gewohnheit aufgegeben;
-verlust, der Verlust an verfügbarer Zeit: den Z. wieder aufholen; einen (weiteren) Z. vermeiden; ohne Z. (sofort) handeln;
-verschwendung, die Verschwendung, schlechte Ausnutzung von verfügbarer Zeit: umg. das ist reine, die reinste Z.;
-vertreib, der Tätigkeit, mit der sich jmd. die Zeit vertreibt: Lesen ist mein liebster Z.; ein kleiner, amüsanter, oberflächlicher, nützlicher Z.; Aber ich sehe schon, dir war alles nur ein Spiel, ein Zeitvertreib, eine kokette Laune Weiskopf 1,195 (Abschied v. Frieden); das tut er nur zum, zu seinem Z. (zur Unterhaltung, um sich die Zeit zu vertreiben); zum Z. malt er, beschäftigt er sich mit seiner Briefmarkensammlung; wie man sich zum Zeitvertreib an ein Kreuzworträtsel macht Frisch Homo faber 85;
-verzug, der vgl. -verlust: das Getreide ohne Z. bergen; Neuerungen ohne Z. in die Produktion einführen; ein größerer, erheblicher Z. ist eingetreten;
-weilig /Adj./ zeitlich begrenzt: ein z. Abkommen; eine z. Verfügung; z. Maßnahmen; vorübergehend: z. Schwierigkeiten, Rückschläge überwinden; Die Stabilisierung des Kapitalismus ist eine zeitweilige, teilweise, relative Stabilisierung Thälm. Reden 1,600; /Adv./ zeitweise, eine Zeitlang: infolge des Hochwassers standen die Wiesen z. unter Wasser; Ich fügte hinzu, daß es sich zeitweilig weniger um ein Regenwetter als um einen Wolkenbruch gehandelt hätte Hausm. Abschied 290; zuweilen: er ist z. nicht zurechnungsfähig; ihre Ansichten gingen z. auseinander;
-weise /Adv./ eine Zeitlang: infolge des Unwetters waren die Straßen z. unpassierbar; zuweilen: Die Gefahr, daß Lila ihm gleichgültig wird, besteht nur zeitweise Frisch Gantenbein 294; nicht immer, mit Unterbrechungen: der Bungalow wird nur z. bewohnt; Obschon ich von der mehrtägigen Fußreise ermüdet war, brachte ich nun die Nacht aufrecht auf dem Strohsesselchen am Fenster zu und schlief dennoch zeitweise G. Keller 4,832 (Gr. Heinrich);
-wert, der
   1. Wert, den eine gebrauchte Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt hat, Ggs. Neuwert: die Versicherung ersetzt nur den Z. des gestohlenen Kofferradios; der Z. des Gerätes beträgt 700 Mark; Es ist nicht vom Neuwert einer Sache, sondern von ihrem Zeitwert auszugehen Neue Justiz 1969
   2. Mus. der Z. einer Note (Dauer des durch eine Note dargestellten Tones);
-wort, das Gramm. Verb: 'gehen' ist ein Z.; ein Z. konjugieren;
-zeichen, das Zeitangabe durch Morsezeichen, bes. beim Rundfunk: beim letzten Ton des Zeitzeichens war es genau sieben Uhr;
-zünder, der Zünder, der eine Bombe, eine Sprengladung zu einer bestimmten, vorher eingestellten Uhrzeit zur Detonation bringt; vgl. Zeit(en)-; Zeiten-
zu -alter: Atom-, Bronze-, Erd-, Maschinenzeitalter zu -fahren: Mannschaftszeitfahren zu -lohn: Prämienzeitlohn zu -los: Herbstzeitlose zu -punkt: Tatzeitpunkt zu -raum: Abrechnungs-, Beobachtungs-, Berichts-, Planungs-, Prognose-, Vorjahr(e)szeitraum zu -schrift: Bilder-, Blinden-, Fach-, Film-, Frauen-, Jugend-, Kinder-, Literatur-, Mode-, Monats-, Musik-, Wochenzeitschrift zu -wort: Hilfszeitwort

bezịẹhen, bezog, hat bezogen
   1. etw. auf, über etw. ziehen, spannen: e. Schirm, Möbelstück mit Stoff, eine Geige mit (neuen) Saiten b.; die Betten neu, frisch b.; sich b. sich bewölken: der Himmel hat sich bezogen; es bezieht sich; der Himmel ist mit grauen Wolken bezogen (bedeckt)
   2. in etw. einziehen
   a) die Wohnung, ein Quartier b.; Soldaten b. das Lager; die Universität b. (mit dem Studium an der Universität beginnen)
   b) eine Stellung b. eine Stellung einnehmen: einen Vorposten b.; er habe in der Allee eine wohlbedacht-günstige Stellung bezogen und die Schöne viermal an sich vorübertraben lassen Werfel Abiturien- tentag 175; /übertr./ einen klaren, gemeinsamen Standpunkt b.; papierdt. eine eindeutige politische, weltanschauliche Stellung, Haltung b.
   3. etw. regelmäßig erhalten
   a) etw. käuflich erwerben: Waren durch den Großhandel, die Zeitung durch die Post b.; in Notzeiten werden Lebensmittel auf Karten bezogen
   b) etw. ausgezahlt bekommen: ein hohes Gehalt, gute Einkünfte b.; seinen Lohn, d. Gage, Rente, Pension b.; /übertr./ salopp Keile, Dresche, Schläge, (eine Tracht) Prügel b.; so bezog Johannes ... zwei Ohrfeigen zu gleicher Zeit Welk Heiden 87
   4. sich auf etw., jmdn. b. sich auf etw., jmdn. berufen: sich auf ein früheres Gespräch, Versprechen, auf e. Zeugenaussage, Gerichtsurteil b.; sich auf e. Schriftstück, Buch b.; papierdt. hiermit b. wir uns auf Ihr Schreiben vom 24. Januar und teilen Ihnen mit ...; ich beziehe mich auf Herrn M., der ...
   5. etw. bezieht sich auf jmdn., etw. etw. steht mit jmdm., etw. in Verbindung, etw. betrifft jmdn., etw.: was gesagt wurde, bezieht sich auf dich; der Vorwurf bezieht sich nicht auf alle; die Antwort bezieht sich nicht auf die Frage; diese Bemerkung bezieht sich (nicht) auf das behandelte Thema, auf die jetzigen Zustände; das Pronomen bezieht sich auf ein Substantiv; dieses Gedicht bezieht sich auf die Jugend des Dichters; etw. auf jmdn., etw. b. etw. mit jmdm., etw. in Verbindung bringen: soll ich das, diese Verdächtigung auf mich b.?; du darfst nicht immer alles auf dich b.!; Er konnte ... die Welt vollständig auf sich als den Mittelpunkt der Welt beziehen Raabe III 1,36; etw. Allgemeines auf einen besonderen Fall b. (anwenden)
zu 5 Bezọgenheit, die; -, -en /Pl. ungebräuchl./
zu 5 ein-, zurückbeziehen; berufs-, gegenwarts-, ich-, zeitbezogen

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