Aal, der; -(e)s, -e schlangenförmiger Fisch mit schlüpfriger Haut, der als Delikatesse gilt: einen A. fangen, stechen, zubereiten, räuchern, kochen, abziehen; der A. schlängelt sich; Kochk. A. blau, A. in Gelee⌉; /übertr./ sich winden wie ein A. (einer peinlichen, schwierigen Lage zu entschlüpfen suchen); er ist glatt wie ein A. (ist nicht zu fassen); umg. den A. beim Schwanze fassen (etw. verkehrt anfangen)
dazu Fluß-, Meer-, Räucher-, Satz-, See-, Speise-, Spick-, Zitteraal
Fluß-, fluß-:
-aal, der; Aal, der in den Flüssen Europas lebt: Zunächst wurde mit Sicherheit festgestellt, daß die Laichplätze des Europäischen Flußaales überraschend weit westlich im Atlantischen Ozean liegen Brehm Tierleben 2,65;
-ạb /Adv./ vgl. -abwärts: f. wandern; diese Mühle ... ein Stückchen flußab Bobrowski Levin 172;
-ạbwärts /Adv./ den Fluß abwärts, zur Mündung eines Flusses hin: f. gehen, fahren, rudern; Baumstämme im Wasser f. transportieren; Holzstücke, Eisschollen schwimmen, treiben f.; ein zweiter Staudamm ist 30 Kilometer weiter f. geplant; weil es nur noch eine halbe Tagesfahrt flußabwärts bis zur Stadt ist Nossack Spirale 43;
-arm, der: ein F. der Donau; Ein Flußarm ist über die fünf bis sechs Meter hohen Zementterrassen geleitet F. Wolf 5,37 (Grenze);
-aue, die; flaches Wiesengelände an Flüssen, Aue: eine fruchtbare, wasserreiche F.; die F. war vom Hochwasser überschwemmt; die Wälder in den Flußauen;
-ạụf /Adv./ vgl. -aufwärts: f. schreiten; Flußauf könnte ich Sie schon ein Stück [im Wagen] mitnehmen Binding Moselfahrt 20;
-ạụfwärts /Adv./ den Fluß aufwärts, zur Quelle eines Flusses hin: f. laufen, paddeln; mit dem Zug am Elbufer f. fahren; der Dampfer schleppt die Lastkähne f.; f. ziehende Fischzüge;
-bad, das; am Fluß gelegene Badeanstalt: die Flußbäder sind wieder geöffnet;
-barbe, die; grünlich aussehende Barbe mit vier dicken Bartfäden am Maul, die gesellig am Grunde der Gewässer lebt und in allen deutschen Flüssen vorkommt;
-barke, die; dicht.;
-barsch, der; als Speisefisch dienender, grünlich-goldener Barsch mit dunklen Querstreifen und einem blauschwarzen Fleck am Hinterende der großen vorderen, stacheligen Rückenflosse;
-becken, das; Geol.: der Fluß bildet an dieser Stelle ein breites, sandiges F.;
-bett, das: ein schmales, ausgetrocknetes, schlammiges F.; das alte F.; das F. der Oder; die beiden Flüsse sollen in einem gemeinsamen F. vereint werden;
-dampfer, der;
-ebene, die; vgl. -niederung: eine fruchtbare F.;
-fahrt, die;
-fisch, der; Ggs. Seefisch;
-fischerei, die;
-gebiet, das; ober- und unterirdisches Gebiet, das von einem Fluß und seinen Zuflüssen entwässert wird, Einzugsgebiet: im F. der Havel;
-geröll, das;
-grund, der;
-hafen, der; an einem Flußlauf gelegener Binnenschiffahrtshafen: Duisburg ist der größte F. Mitteleuropas;
-kies, der;
-krebs, der; bräunlicher bis olivgrüner, zehnfüßiger Krebs, der als Alles- fresser am Grunde von langsam fließenden Wasserläufen, von Teichen und Seen Mitteleuropas lebt und dessen Fleisch als Delikatesse gilt;
-krümmung, die;
-landschaft, die: eine eintönige, öde, liebliche F.;
-lauf, der: einen F. begradigen; ein regulierter F.; den F. entlangfahren; zwei Flußläufe kommen hier zusammen;
-mittel, das; Techn. 1. Stoff, der das Sintern von Ton beim Brennen fördert: daß bestimmte Flußmittel, wie zum Beispiel Kieselerde oder Kreide, die Verglasung schwer schmelzbarer Stoffe erleichtern Natur u. Heimat 1960 2. nichtmetallischer Zuschlag beim Schmelzen von Metallen oder beim Schweißen, der die gebildete Schlacke dünnflüssiger macht: Flußspat, Kalk als F. verwenden 3. nichtmetallischer Zusatz beim Löten, der die Oxydhaut auf den zu verbindenden Werkstoffen zerstört;
-mündung, die;
-netz, das; vgl. -system: ein dichtes, weitverzweigtes F.;
-niederung, die: der nasse Boden in der F.;
-pferd, das; zu den Paarhufern gehörendes, pflanzenfressendes, nicht wiederkäuendes, gesellig in und an den Flüssen und Seen Mittelafrikas lebendes Säugetier mit haarlosem, plumpem Körper, dicker Haut und fast quadratischem Kopf mit einem sehr großen Maul: dort ist soeben ein Flußpferd aufgetaucht, um Luft zu schöpfen Brehm Tierleben 4,299;
-quelle, die;
-regulierung, die: wegen der Überschwemmungsgefahr war eine F. nötig;
-reich /Adj./: f. Gegenden;
-rinne, die; Fahrrinne in einem Fluß: die F. durch Ausbaggern vertiefen;
-sand, der: aufgeschwemmter F.; die Elbe setzte während des Hochwassers große Mengen F. ab;
-schiff, das: Güter, Ware von der Eisenbahn auf Flußschiffe umschlagen;
-schiffahrt, die; Schiffahrt auf Flüssen;
-schlamm, der;
-sohle, die;
-spat, der; Min. farbloses oder verschieden gefärbtes, gesteinsbildendes, meist auf Erzgängen vorkommendes Mineral von geringer Härte;
-stahl, der; Techn. nicht legierter Stahl: ein Werkzeug aus F.;
-system, das; Gewässernetz eines Flußgebietes, das von einem Hauptfluß und seinen Neben- und Zuflüssen gebildet wird;
-tal, das: ein enges, gewundenes, fruchtbares F.; Das breite, von niedrigen Hügeln gesäumte Flußtal mit seinen Dörfern Weiskopf 1,363 (Abschied v. Frieden);
-übergang, der: Lieven erkannte die Flußübergänge wieder, die Düna-Insel Seghers 6,420 (Die Toten);
-ufer, das: das gegenüberliegende F.; die F. befestigen; Das Rohr an den Flußufern rauschte herbstlich H. W. Richter Spuren 262;
-wasser, das: trübes, schlammiges, klares F.;
-windung, die;
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