Jugend-, jugend-:
-arbeit, die 1. Arbeit für die Jugend im Rahmen der Jugendfürsorge: eine erfolgreiche, intensive J.; Dienst in der J. leisten 2. Werk aus einer frühen Schaffensperiode: eine gelungene, unausgereifte J.; aber sie selber mußte sich dieser unzulänglichen Jugendarbeit mehr und mehr schämen H. Franck Annette 243;
-ausschuß, der Ausschuß, der sich mit Angelegenheiten der Jugend befaßt;
-bekanntschaft, die Bekanntschaft aus der Jugendzeit: eine alte J.;
-bewegung, die Bewegung, die um 1900 für ein eigenständiges, naturverbundenes Leben der Jugend eintrat;
-bild, das Bild aus der Jugendzeit: ein J. Goethes;
-bildner, der veralt. Jugenderzieher: Dieser Herr Flemming scheint ... ein merkwürdiger Jugendbildner zu sein O. Ernst Flachsmann I 10;
-bildnis, das geh. vgl. -bild;
-blüte, die geh.: eine Frau in schönster J.; ich habe hier Kainz ... und andere in ihrer ersten Künstler- und Jugendblüte kennengelernt Schleich Besonnte Vergangenh. 227;
-brigade, die Neupräg. DDR: die J. der Gießerei leistete vorbildliche Arbeit;
-brigadier, der vgl. -brigade;
-buch, das Buch für die Jugend: ein empfehlenswertes, spannendes, gutes J.; ein J. über große Entdecker;
-chor, der: der J. des Betriebes;
-dichtung, die vgl. -arbeit 2: der Schriftsteller verwendete noch im Alter Motive aus seiner J.;
-drama, das vgl. -arbeit 2: Schillers Jugenddramen;
-eindruck, der Eindruck aus der Jugendzeit: schöne, unvergeßliche Jugendeindrücke;
-erinnerung, die vgl. -eindruck: alte, liebe Jugenderinnerungen; Jugenderinnerungen austauschen; die Heimatstadt rief Jugenderinnerungen in mir wach;
-erlebnis, das vgl. -eindruck: sich an ein J. erinnern;
-erzieher, der: ein vorbildlicher J.; die Verantwortung des Jugenderziehers;
-erziehung, die: eine sorgfältige, verantwortungsbewußte J.;
-eselei, die umg. jugendlicher dummer Streich: eine J. anstellen; Görtz mußte über eine Jugendeselei sein ... Auge verlieren Tralow Neuhoff 39;
-feuer, das geh. jugendliches Feuer;
-film, der Film, der für die Jugend bestimmt und erlaubt ist: einen neuen J. drehen;
-fördernd /Adj./ der Jugend dienlich: j. Schriften, Filme;
-förderung, die: eine großzügige, umfassende J.;
-forum, das Neupräg.: die Jungwähler diskutierten lange auf einem J. mit den Abgeordneten;
-frage, die Problem, das die Jugend betrifft: Jugendfragen erörtern;
-frei /Adj./ für Jugendliche zugelassen, erlaubt: ein j. Film;
-freund, der 1. Freund aus der Jugendzeit: ein alter, guter J.; sich mit seinen Jugendfreunden treffen 2. Freund der Jugend: er ist ein erklärter J. 3. Neubedeut. DDR Angehöriger der Freien Deutschen Jugend;
-frisch /Adj./ jugendlich frisch: ein j. Aussehen; mit den weit aufgerissenen grauen Augen im nicht mehr jugendfrischen, aber feinen ... Gesicht Klemperer LTI 112; j. wirken; sich j. erhalten;
-frische, die jugendliche Frische: J. ausstrahlen; alle die Illusionen einer stürmenden Jugendfrische Schleich Besonnte Vergangenh. 335;
-funk, der Funk für die Jugend;
-fürsorge, die staatliche erzieherische Fürsorge für moralisch gefährdete und verwahrloste Kinder und Jugendliche: einen straffällig gewordenen Jugendlichen durch die J. betreuen;
-fürsorger, der Angestellter der Jugendfürsorge: der J. spricht mit den Eltern schwererziehbarer Kinder;
-fürsorgerin, die;
-gefährdend /Adj./: j. Schriften;
-gefährte, der vgl. -freund 1;
-geliebte, der u. die vgl. -freund 1: der unvergessene J.;
-gericht, das Gericht, das für Jugendliche zuständig ist, Recht spricht: vor das J. kommen;
-gespiele, der veraltend vgl. -freund 1: mein Jugendgespiele von einst Penzoldt Erdenwurm 310;
-glück, das: Er dachte sich diesen Garten voll besonnten Jugendglückes H. Mann 5,20;
-gruppe, die: eine ausländische J.; die J. eines Betriebes;
-heim, das Heim, das der Erziehung und Erholung Jugendlicher dient: ein Tanzabend im J.;
-helfer, der vgl. -fürsorger: der J. besorgte dem jungen Mädchen eine neue Lehrstelle;
-helferin, die;
-herberge, die Heim, in dem Jugendliche im Urlaub oder in den Ferien Unterkunft finden: während ihrer Wanderungen übernachteten die Schüler in einer J.;
-hilfe, die vgl. -fürsorge;
-hof, der Neupräg. BRD Erziehungs- und Ausbildungsstätte für straffällig gewordene Jugendliche: er lernte im J. ein Handwerk;
-ideal, das Ideal aus der Jugendzeit: seinen Jugendidealen treu bleiben;
-jahre, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./: schöne, harte J. verleben; sich an seine J. erinnern;
-klub, der Neupräg. einen J. einrichten;
-kollektiv, das Neupräg. DDR: ein Wettbewerb des Jugendkollektivs;
-kraft, die: sich /Dat./ seine J. bewahren;
-kriminalität, die: d. Ansteigen, Sinken der J.; die Ursachen der J. beseitigen; die J. in den Großstädten erreicht beträchtliche Ausmaße;
-leben, das: ein frohes, interessantes J. entfalten;
-leiter, der Leiter einer Jugendgruppe: der J. eines Sportklubs;
-liebe, die umg. Person, die jmd. in seiner Jugendzeit geliebt hat: seiner alten J. begegnen; weil Balthasar Korn sie an irgendeine ... Jugendliebe erinnerte Broch Esch 57;
-lied, das: ein frisches J.;
-literatur, die vgl. -buch: eine gute, anregende J.;
-mannschaft, die Sport: in der J. spielen;
-musik, die Musik für die Jugend: J. pflegen;
-not, die: die J. bekämpfen, beseitigen;
-objekt, das Neupräg. DDR Objekt, für dessen Bau und Pflege Jugendliche verantwortlich sind: ein industrielles, landwirtschaftliches J.; der neue Sportplatz ist als J. geplant; die Arbeit in den Jugendobjekten;
-organisation, die: eine staatliche, sportliche J.; in eine J. eintreten;
-pfarrer, der;
-pflege, die Betreuung der Jugend, bes. in ihrer Freizeit: die staatliche, kirchliche J.;
-pfleger, der vgl. -pflege;
-pflegerin, die;
-politik, die Politik, die sich auf die Jugend bezieht: die J. des Staates, der Gemeinden;
-problem, das vgl. -frage: ein wichtiges, schwieriges J.;
-psychologie, die Psychologie, die sich mit der seelischen Entwicklung Jugendlicher befaßt: jeder Erzieher muß die J. kennen;
-recht, das;
-richter, der Richter, der straffällig gewordene Jugendliche aburteilt;
-roman, der vgl. -buch: ein J. über große Entdecker;
-schrift, die vgl. -buch: belehrende Jugendschriften;
-schriftsteller, der;
-schutz, der gesetzlich festgelegter Schutz der Jugend: ein Gesetz über den J.;
-schutzgesetz, das;
-stil, der Stil, der um 1900, bes. im Kunstgewerbe, in Erscheinung trat und der durch Verwendung stilisierter pflanzlicher Ornamente gekennzeichnet war: Vasen, Möbel im J.;
-strafe, die gerichtliche Strafe für Jugendliche: zwei Jahre J. wegen fahrlässiger Tötung;
-streich, der jugendlicher Streich: ein unüberlegter, dummer, frecher J.;
-stunde, die Neupräg. DDR Stunde zur Vorbereitung auf die Jugendweihe, in der den Jugendlichen wertvolle Erkenntnisse aus den Bereichen der Natur-, Gesellschaftswissenschaften und Kunst vermittelt werden: der bekannte Biologe hielt eine interessante, lebensnahe J. ab;
-sünde, die jugendliches Vergehen: eine kleine, verzeihliche J.; seine Jugendsünden bereuen, büßen;
-tage, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./: ein Lied aus fernen Jugendtagen;
-theater, das vgl. -buch: ein neues Kinderstück für das J.;
-torheit, die jugendliche Torheit: eine längst vergessene J.; wir haben ihm seine Jugendtorheiten verziehen, nicht nachgetragen;
-traum, der: Jugendträume zerrinnen, erfüllen sich;
-treffen, das Neupräg.: ein J. organisieren;
-verband, der: ein sozialistischer J.; einem J. angehören;
-verbot, das Verbot, das Jugendliche von jugendgefährdenden Veranstaltungen ausschließt: der Kriminalfilm fiel unter das J.;
-versammlung, die vgl. -treffen;
-vertreter, der: auf dem Jugendforum ergriffen die J. der Gewerkschaft das Wort;
-weihe, die Feier, bei der die Vierzehnjährigen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden und sich zu einem Leben für die sozialistische Gesellschaft bekennen: die J. vollziehen; an der J. teilnehmen; sich in den Jugendstunden auf die J. vorbereiten;
-werk, das vgl. -arbeit 2: Die 'Buddenbrooks' ist ein J. Thomas Manns;
-werkhof, der Neupräg. DDR vgl. -hof: der jugendliche Täter verbüßte seine Freiheitsstrafe in einem J.; aus einem J. entweichen, entlassen werden;
-wohnheim, das Neupräg. vgl. -heim: die Erziehungsarbeit im J.;
-zeit, die: eine fröhliche, harte J.; Geschichten aus der J. erzählen;
-zeitschrift, die vgl. -buch;
-zimmer, das Neupräg. Zimmer, das für Jugendliche bestimmt ist: helle Tapeten, Gardinen für ein J.; Darum werden sie [die zweckentsprechenden Möbel] im Handel für Jugendzimmer angeboten Sibylle 1961
zu -lied: Weltjugendlied
Buch, das; -(e)s, Bücher /Verkl.: Büchlein/ 1. (umfangreiches) in sich abgeschlossenes Druckwerk mit festem Einband, das zur Vermittlung des geistig-kulturellen Ideengutes dient: d. Rücken, Schutzumschlag, Illustration, Ausstattung, Titel, Verfasser, Signatur eines Buches; ein B. mit Goldschnitt; ein Berg, Stoß Bücher liegt auf dem Tisch; Rel. das B. der Bücher (Bibel)⌉; d. Neuauflage, Besprechung eines Buches; der Roman gilt als B. des Monats, Jahres (gilt als die beste Neuerscheinung); das B. gilt als Bestseller, salopp ist ein Reißer⌉; ein packendes, fesselndes, spannendes, aufrüttelndes, gutes, interessantes, grundlegendes B.; ein B. schreiben, verfassen, bearbeiten, illustrieren, auflegen, drucken, verfilmen; ein neues B. herausbringen; ein B. besprechen, rezensieren, verbieten, auf den Index setzen; ein B. heften, pressen, binden, in Leder, Leinen einbinden, mit einem Schutzumschlag versehen; das B. ist bereits ausgeliefert, wird in der Nationalbibliographie angezeigt, ist soeben erschienen; das B. liegt im Schaufenster aus, ist ausgestellt; ein B. (antiquarisch) kaufen, leihen, verleihen; jmdm. ein B. widmen, zum Geburtstag schenken; das B. ist leider vergriffen; ein B. in die Hand nehmen, anblättern, aufklappen, aufschlagen, zuklappen; in einem B. blättern, salopp schmökern⌉; sich in ein B. vertiefen; umg. die Nase ins B. stecken⌉; den ganzen Tag hinter, über seinen Büchern sitzen, umg. hocken⌉; ein B. lesen, durchlesen, auslesen, umg. verschlingen; Bücher wälzen⌉; das B. liest sich gut; aus dem B. kann man etw. lernen; etw. aus einem B. zitieren, rezitieren; eine Stelle im B. (rot) anstreichen; seinen Namen, eine Widmung in ein B. schreiben; Blumen zum Pressen, ein Lesezeichen in ein B. legen; Seiten aus einem B. herausreißen; sich /Dat./ das B. unters Kopfkissen legen; ein B. unter dem Arm tragen: ein B. ins Regal stellen, aus dem Regal herausziehen; das B. ist zerlesen, verschmutzt, verstaubt, wird als Makulatur verkauft; der Film ist nach dem gleichnamigen B. von Thomas Mann gedreht worden; /sprichw./ Bücher haben ihre Schicksale; /bildl./ er ist ein Arzt, wie er im Buche steht (ist ein vorbildlicher Arzt); die moderne Literatur ist ihm ein B. mit sieben Siegeln (er versteht nichts davon); er redet wie ein B. (redet ununterbrochen); geh. im B. der Natur, der Erinnerung lesen, blättern; er hat sich mit seiner Tat ins B. der Geschichte eingeschrieben (ist unsterblich geworden); Film Fernsehen Szenarium, Exposé: das B. schrieb A, Regie hatte B 2. Teil eines dichterischen Schriftwerkes: der Roman ist in vier Bücher unterteilt; die Textstelle ist im vierten B. des ersten Bandes zu finden; das B. Hiob 3. (umfangreiches) meist unbedrucktes, gebundenes Heft für Eintragungen a) das Goldene B. großes Gästebuch: der Gast hat sich in das Goldene B. der Stadt Berlin eingetragen b) /Sg. ungebräuchl./ Geschäftsbuch: etw. in die Bücher eintragen; Einblick in die Bücher nehmen; der Revisor prüfte die Bücher; in den Büchern Differenzen aufdecken; die Bücher stimmen, sind in Ordnung; (über etw.) B. führen; Kaufm. e. Forderung, Verbindlichkeit steht zu B. (ist als Schuldposten verzeichnet); als Reingewinn stehen 2 Millionen Mark zu B.; veralt. 20 Millionen Mark Schulden schlagen zu B. (wirken sich im Etat aus); /bildl./ etw. schlägt zu B. etw. fällt ins Gewicht: diese Maßnahme, d. Unterstützung, Hilfe schlägt (nicht sehr) zu B. 4. Wettliste bei Pferderennen: sein B. machen (die Wetten für ein Pferderennen zusammenstellen) 5. /Zählmaß für Blattgold und -silber/ ein B. Blattgold umfaßt 250 Blatt
zu 1 /in Verbindung mit Hinweisen auf das Thema, den Inhalt, z. B./ Abenteu(r)er-, Adreß-, Anekdoten-, Antikriegs-, Bilder-, Erbauungs-, Fach-, Gebet-, Gesang-, Geschichts-, Gesetz-, Haushalts-, Jugend-, Kinder-, Kommers-, Kurs-, Lieder-, Märchen-, Meß-, Nadel-, Pilz-, Predigt-, Strafgesetz-, Telefon-, Text-, Tier-, Traum-, Wörterbuch; /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Back-, Dreh-, Koch-, Lehr-, Lese-, Rechenbuch; /ferner in/ Arzt-, Bibliotheks-, Hand-, Jahr-, Lieblings-, Schul-, Taschen-, Volks-, Weißbuch; Abc-Buch zu 3 /in Verbindung mit Hinweisen auf die besondere Verwendung, z. B./ Arbeits-, Beschwerde-, Bord-, Gäste-, Haus-, Kassa-, Kirchen-, Klassen-, Kunden-, Log-, Mal-, Merk-, Mitglieds-, Notiz-, Partei-, Quittungs-, Rezept-, Scheck-, Schuld-, Skizzen-, Sold-, Spar(kassen)-, Wirtschafts-, Zuchtbuch; /ferner in/ Grund-, Stamm-, Tage-, Wachbuch zu 3 b Bank-, Geschäfts-, Haupt-, Rechnungsbuch zu 4 Wettbuch
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