Sauer-, sauer-:
-ampfer, der Ampfer, dessen säuerlich schmeckende Blätter in manchen Gegenden als Wildgemüse verwendet werden: sie kochte eine Suppe aus S.; ein Salat aus S. und Löwenzahn;
-braten, der Schmorbraten aus Rindfleisch, bei dem das Fleisch vor dem Zubereiten in Essigwasser gelegt wird: es gibt heute S. mit Klößen;
-brunnen, der Mineralwasser, das viel Kohlensäure enthält;
-dorn, der Berberitze;
-futter, das Landw. Saftfutter, das durch Einsäuerung von Grünfutter gewonnen wird, Gärfutter;
-kirsche, die 1. Kirschbaum von meist strauchigem Wuchs 2. säuerlich schmeckende Frucht von 1;
-klee, der kleine Pflanze mit kleeähnlichen Blättern, die Oxalsäure enthalten;
-kohl, der feingeschnittenes oder gehobeltes Weißkraut, das mit Salz und Gewürzen versehen und durch Gärung gesäuert ist: Eisbein mit S.;
-kraut, das landsch. Sauerkohl;
-milch, die Milch, die durch Gärung geronnen ist, Dickmilch: er trank ein Glas S.;
-milchkäse, der aus Quark hergestellter Magerkäse: der Harzer Käse ist ein S.;
-stoff, der Chem. nichtmetallisches Element, das sich mit fast allen anderen Elementen zu Oxiden verbindet: freier S. findet sich in der Luft und im Meerwasser; S. ist als Gas farb-, geruch- und geschmacklos; ohne S. kann kein Feuer brennen; es waren so viele Menschen in dem kleinen Zimmer, daß der S. knapp wurde; durch die Atmung wird das Blut mit frischem S. angereichert;
| Sauerstoff-, sauerstoff-:
-apparat, der vgl. -gerät;
-arm /Adj./: s. Blut, Luft;
-armut, die: in großen Höhen herrscht S.;
-dusche, die Neupräg. kurzfristige künstliche Sauerstoffzufuhr: Schon heute müssen die Verkehrspolizisten in der Innenstadt [von Tokio] regelmäßig sogenannte Sauerstoffduschen nehmen, um ihre Dienstzeit zu überstehen Urania 1971;
-flasche, die Stahlflasche, in der Sauerstoff zur Verwendung bes. beim Schweißen und Schneiden von Metallen und für Sauerstoffgeräte aufbewahrt wird;
-gerät, das Gerät zur Versorgung des Menschen mit reinem oder nur mit wenig Stickstoff verdünntem Sauerstoff, das bes. beim Aufenthalt in sauerstoffarmer Luft, bei der Arbeit in durch Gase vergifteter Luft, beim längeren Tauchen und zur Unterstützung der Atmung von Kranken oder Verunglückten benutzt wird: Taucher und Bergsteiger tragen das S. auf dem Rücken;
-haltig /Adj./: s. Blut;
-mangel, der: im Raum herrschte S.;
-versorgung, die: die S. des Gehirns;
-vorrat, der: der S. der Erde ist nicht unbegrenzt;
-zelt, das Neupräg. Med. nach außen abgedichtete, zeltähnliche Vorrichtung oder Haube aus Plexiglas, unter der dem Patienten mit Sauerstoff angereicherte Atemluft zugeführt wird;
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| sauer-, Sauer-:
-süß /Adj./ umg. erfreut und mißmutig zugleich: etw. mit s. Lächeln, Gesicht, Miene tun; s. lächeln, aussehen;
-teig, der gärender Mehlteig, der dem Brotteig zugesetzt wird und den ganzen Brotteig zum Treiben bringt, das Brot locker werden läßt und ihm einen säuerlichen Geschmack gibt: der S. wird von dem fertig aufgegangenen Teig abgenommen und bis zum nächsten Backen aufbewahrt; Brot wird aus Mehl, Wasser und S. hergestellt;
-topf, der abwertend griesgrämiger Mensch: Was für ein Sauertopf bist du geworden? Strittmatter Paul 107; Das wäre so was gewesen, diesen Sauertopf Kralik am Nebentisch zu haben Weiskopf 1,342 (Abschied v. Frieden);
-töpfig /Adj./ s. -töpfisch: Sie war trotz des herzigen Namens ein etwas sauertöpfiges Kind Oelfken Traum 44;
-töpfisch /Adj./ abwertend griesgrämig, mürrisch: du bist heute so s.!; er wird allmählich s. und streitsüchtig; etw. mit s. Miene, Gesicht sagen; er ist ein s. Mensch
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Topf, der; -(e)s, Töpfe /Verkl.: Töpfchen, Töpflein/ 1. rundes, größeres, meist tiefes, ein- oder zweihenkliges Gefäß, oft mit einem Deckel, das zum Kochen und zur Aufbewahrung von Lebensmitteln dient: ein großer, bauchiger, irdener, eiserner, blanker, emaillierter, glasierter, leerer, voller, angeschlagener T.; ein T. aus Aluminium; ein T. (voll) Kartoffeln; ein Töpfchen Milch; der T. steht auf dem Ofen; der T. kocht über; der T. hat ein Loch; den T. am Henkel anfassen; einen T. (mit Wasser) auf den Herd setzen; den T. kochen lassen; den T. vom Feuer nehmen; die Töpfe abwaschen, spülen; einen T. löten; Gemüse und Fleisch in einem T. kochen; mit dem Löffel im T. rühren; Marmelade, Schmalz in einem T. aufbewahren; den Deckel vom T. nehmen; /bildl./ umg. das geht alles in einen (gemeinsamen) T.(das wird alles gemeinsam genutzt); salopp jmdm. in die Töpfe gucken (sich neugierig für jmds. Angelegenheiten interessieren); alles in einen T. werfen (alles gleich beurteilen); das ist noch nicht in dem T., wo's kocht (das ist noch nicht so, wie es sein soll)⌉; /sprichw./ jeder T. findet seinen Deckel (jedes Mädchen findet einen passenden Mann) 2. Gefäß zur Verrichtung der Notdurft, Nachttopf: ein kleines Kind auf den T., das Töpfchen setzen 3. Gefäß aus Ton oder Kunststoff, meist mit einem Loch im Boden für den Abfluß des Wassers, in das Blumen eingepflanzt werden, Blumentopf: eine Pflanze in einen größeren T. umsetzen
zu 1 /in Verbindung mit Materialbez., z. B./ Blech-, Emailletopf; /in Verbindung mit Hinweisen auf den Inhalt, z. B./ Fleisch-, Kaffee-, Leim-, Milch-, Wassertopf; /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Einweck-, Koch-, Schmortopf; /ferner in/ Ein-, Gletscher-, Glücks-, Henkel-, Liter-, Sauertopf; sauertöpfig; sauertöpfisch zu 2 Nachttopf zu 3 Blumen-, Primel-, Ziertopf; ein-, umtopfen
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