zeichnen /Vb./ 1. etw., jmdn. z. eine (technische, künstlerische) Zeichnung von etw., jmdm. schaffen, anfertigen: e. Landschaft, Porträt, Karikatur z.; etw. aus dem Kopf, Gedächtnis, nach der Natur z.; etw., jmdn. mit nur wenigen Strichen, in Umrissen, flüchtig z.; einen Akt z.; mit Bleistift, Kohle, Rötel, Tusche, mit der Feder z.; er zeichnet gern; kannst du gut z.?; im Zeichnen ist er sehr gut, hat er die Note Eins; das technische Zeichnen; einen Grund-, Aufriß z.; Weil es soviel Schweiß kostet, ein Haus aufzustellen / Die Balken zu fällen, den Plan zu zeichnen Brecht Gedichte 266; /übertr./ d. Figuren, Charaktere des Romans sind realistisch gezeichnet (der Dichter hat sie realistisch dargestellt); er hat mit seinem Helden eineGestalt von wirklicher Größe gezeichnet 2. in bestimmter Weise gezeichnet sein eine bestimmte natürliche Musterung haben: d. Fell, Tier, Schmetterling ist schön, auffallend gezeichnet; eine schön gezeichnete Katze, Tulpe 3. etw. mit (einem) Zeichen versehen, etw. kennzeichnen: d. Wäsche, Taschentücher (mit dem Monogramm) z.; Bäume (zum Fällen) z.; wie wenn man die Schafe einer Herde mit einem glühenden Stempel zeichnet G. Hauptm. 4,114 (Ketzer); /bildl./ geh. sein Gesicht war von Leid gezeichnet; d. Alter, Krankheit hat ihn gezeichnet; er ist vom Tode gezeichnet (ist dem Tode sichtbar nahe); ein vom Unglück Gezeichneter; man vergißt mir meine Strafen nicht, man sieht mich für gezeichnet an H. Kurz Sonnenwirt 103 4. etw. unterzeichnen a) seine Unterschrift unter ein Schriftstück setzen: veraltend /bes. in Geschäftsbriefen/ in Erwartung einer zusagenden Antwort z. wir hochachtungsvoll ...⌉; gezeichnet /Abk.: gez.; Vermerk auf vervielfältigten Schriftstücken, Abschriften vor der maschinenschriftlichen Unterschrift/ gezeichnet Werner Müller (das Original ist unterschrieben von Werner Müller); als Verfasser des Artikels, als Herausgeber des Werkes zeichnet Dr. B (Dr. B ist der Verfasser, Herausgeber); für etw. verantwortlich z. (sein) b) bei einer Sammlung 20 Mark z. (sich mit 20 Mark in die Sammelliste eintragen); Geld, eine Geldspende z. c) Aktien z. (Aktien als Besitz erwerben); eine Anleihe z. (einen bestimmten Geldbetrag für eine Anleihe zur Verfügung stellen) 5. Jägerspr. d. Hirsch, Reh zeichnet (ist vom Schuß getroffen und verliert Blut, Haare)
zu 1 auf-, durch-, nach-, ver-, voll-, vorzeichnen; Freihandzeichnen zu 1 u. 3 anzeichnen zu 1 u. 4 a abzeichnen zu 1. 4 a. b einzeichnen zu 1 u. 4 c überzeichnen zu 2 feingezeichnet zu 3 aus-, be-, kennzeichnen zu 4 a gegen-, unterzeichnen
bezẹịchnen, bezeichnete, hat bezeichnet 1. etw. durch ein Zeichen kenntlich machen, etw. kennzeichnen: naturgeschützte Bäume mit einer Eule b.; Straßen mit Namensschildern b.; einen Wanderweg b. (markieren); Eisenbahnwagen, Kisten mit Ziffern, Buchstaben b.; die unbekannte Größe wird mit x bezeichnet; wichtige Stellen (in einem Buch, an einem Gegenstand) mit einem Kreuz, Strich b.; bestimmte Abschnitte durch genaue Überschriften b.; d. Aussprache, Betonung (eines Fremdwortes) b.; etw. bezeichnet etw. etw. kennzeichnet etw.: ein Graben bezeichnet die Grenze; ein Wegweiser bezeichnet den Weg; e. Kreuz, Hügel bezeichnet die Stelle des Grabes 2. etw. benennen: e. Wert, Summe (genau) b.; einen Gegenstand mit mehreren Wörtern. einem bestimmten Ausdruck b.; dieses Wort bezeichnet verschiedene Dinge; Pflanzen, Tiere b.; das Substantiv im ersten Fall wird als Subjekt bezeichnet; etw. beschreiben: den genauen Treffpunkt (umständlich) b.; jmdm. den Weg durch Gesten b.; e. Farbe, verlorenen Gegenstand genau b.; eine ausgesuchte Ware, eine Ware, die man kaufen möchte, b.; etw., jmdn., sich als etw., jmdn. b. etw., jmdn., sich als etw., jmdn. hinstellen: etw. als einen Fehler b.; etw. als e. Vermutung. Beleidigung, Verdächtigung, Überraschung b.; etw. als amüsant, sehr wahrscheinlich b.; d. Arbeit, Kunstwerk als gut. gelungen b.; dieses Buch bezeichnet sich als Volksausgabe; jmdn. als seinen Freund, als Genie, Verräter b.; jmdn. als geistreich, dumm, freundlich, nachtragend b.; er bezeichnet sich als Künstler 3. etw. charakterisieren: jmds. Wesen, Aussehen b.; diese Handlungsweise bezeichnet seine Einstellung, seinen Mut; /meist im Part. Präs./ bezeichnend charakteristisch, kennzeichnend: diese Äußerung, Handlungsweise ist für ihn bezeichnend; das ist (höchst) bezeichnend für seine Gesinnung; diese Sitte ist bezeichnend für Land und Leute; ein bezeichnendes Merkmal, Gepräge; eine bezeichnende Form; das ist ein bezeichnender Zug in seiner Kunst; ein bezeichnender Blick; eine bezeichnende Geste, Eigenart; bezeichnende Spitznamen geben; abwertend das wirft ein bezeichnendes Licht auf ihn; umg. abwertend das ist, finde ich bezeichnend (typisch)! 4. veralt. jmdn., sich mit dem Kreuz b. jmdn., sich bekreuzigen: und bezeichnete die Gläubigen dreimal mit dem Kreuz Werfel Musa Dagh 711
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