Sauer, das; -s, /ohne Pl./ landsch. Sauerteig: In großen Bottichen, die 135 Kilo Mehl und 35 Kilo Sauer fassen, wartet die Teigmasse Tageszeitung DDR 1959
dazu Fertig-, Grund-, Vollsauer
Sauer-, sauer-:
-ampfer, der Ampfer, dessen säuerlich schmeckende Blätter in manchen Gegenden als Wildgemüse verwendet werden: sie kochte eine Suppe aus S.; ein Salat aus S. und Löwenzahn;
-braten, der Schmorbraten aus Rindfleisch, bei dem das Fleisch vor dem Zubereiten in Essigwasser gelegt wird: es gibt heute S. mit Klößen;
-brunnen, der Mineralwasser, das viel Kohlensäure enthält;
-dorn, der Berberitze;
-futter, das Landw. Saftfutter, das durch Einsäuerung von Grünfutter gewonnen wird, Gärfutter;
-kirsche, die 1. Kirschbaum von meist strauchigem Wuchs 2. säuerlich schmeckende Frucht von 1;
-klee, der kleine Pflanze mit kleeähnlichen Blättern, die Oxalsäure enthalten;
-kohl, der feingeschnittenes oder gehobeltes Weißkraut, das mit Salz und Gewürzen versehen und durch Gärung gesäuert ist: Eisbein mit S.;
-kraut, das landsch. Sauerkohl;
-milch, die Milch, die durch Gärung geronnen ist, Dickmilch: er trank ein Glas S.;
-milchkäse, der aus Quark hergestellter Magerkäse: der Harzer Käse ist ein S.;
-stoff, der Chem. nichtmetallisches Element, das sich mit fast allen anderen Elementen zu Oxiden verbindet: freier S. findet sich in der Luft und im Meerwasser; S. ist als Gas farb-, geruch- und geschmacklos; ohne S. kann kein Feuer brennen; es waren so viele Menschen in dem kleinen Zimmer, daß der S. knapp wurde; durch die Atmung wird das Blut mit frischem S. angereichert;
| Sauerstoff-, sauerstoff-:
-apparat, der vgl. -gerät;
-arm /Adj./: s. Blut, Luft;
-armut, die: in großen Höhen herrscht S.;
-dusche, die Neupräg. kurzfristige künstliche Sauerstoffzufuhr: Schon heute müssen die Verkehrspolizisten in der Innenstadt [von Tokio] regelmäßig sogenannte Sauerstoffduschen nehmen, um ihre Dienstzeit zu überstehen Urania 1971;
-flasche, die Stahlflasche, in der Sauerstoff zur Verwendung bes. beim Schweißen und Schneiden von Metallen und für Sauerstoffgeräte aufbewahrt wird;
-gerät, das Gerät zur Versorgung des Menschen mit reinem oder nur mit wenig Stickstoff verdünntem Sauerstoff, das bes. beim Aufenthalt in sauerstoffarmer Luft, bei der Arbeit in durch Gase vergifteter Luft, beim längeren Tauchen und zur Unterstützung der Atmung von Kranken oder Verunglückten benutzt wird: Taucher und Bergsteiger tragen das S. auf dem Rücken;
-haltig /Adj./: s. Blut;
-mangel, der: im Raum herrschte S.;
-versorgung, die: die S. des Gehirns;
-vorrat, der: der S. der Erde ist nicht unbegrenzt;
-zelt, das Neupräg. Med. nach außen abgedichtete, zeltähnliche Vorrichtung oder Haube aus Plexiglas, unter der dem Patienten mit Sauerstoff angereicherte Atemluft zugeführt wird;
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| sauer-, Sauer-:
-süß /Adj./ umg. erfreut und mißmutig zugleich: etw. mit s. Lächeln, Gesicht, Miene tun; s. lächeln, aussehen;
-teig, der gärender Mehlteig, der dem Brotteig zugesetzt wird und den ganzen Brotteig zum Treiben bringt, das Brot locker werden läßt und ihm einen säuerlichen Geschmack gibt: der S. wird von dem fertig aufgegangenen Teig abgenommen und bis zum nächsten Backen aufbewahrt; Brot wird aus Mehl, Wasser und S. hergestellt;
-topf, der abwertend griesgrämiger Mensch: Was für ein Sauertopf bist du geworden? Strittmatter Paul 107; Das wäre so was gewesen, diesen Sauertopf Kralik am Nebentisch zu haben Weiskopf 1,342 (Abschied v. Frieden);
-töpfig /Adj./ s. -töpfisch: Sie war trotz des herzigen Namens ein etwas sauertöpfiges Kind Oelfken Traum 44;
-töpfisch /Adj./ abwertend griesgrämig, mürrisch: du bist heute so s.!; er wird allmählich s. und streitsüchtig; etw. mit s. Miene, Gesicht sagen; er ist ein s. Mensch
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sauer /Adj./ 1. /Geschmacksbez./ a) die Schleimhäute des Mundes zusammenziehend und viel Speichel absondernd, wie eine Zitrone oder Essig schmeckend, Ggs. süß: etw. schmeckt s. (wie Essig); d. Zitrone, Rhabarber ist sehr s.; s. Drops, Bonbons, Kirschen, Gurken; dieser Wein ist mir zu s. (herb); mit, in Essigwasser: Kürbis s. einkochen; Heringe, Tomaten, Pilze, Pflaumen, Bohnen s. einlegen; es stößt ihm s. auf, umg. kommt ihm s. hoch⌉ (die Magensäure steigt auf), weil er zu fett gegessen hat; /übertr./ salopp das wird ihm noch s. aufstoßen (das wird ihm noch Schwierigkeiten bereiten, wird üble Folgen für ihn haben)⌉; er muß in den s. Apfel beißen (muß etw. notgedrungen tun); salopp jmdm. Saures geben jmdm. unverblümt dieMeinung sagen; jmdn. prügeln: gib ihm Saures!; [er] gab ihnen mit seiner Rute Saures A. Zweig Beil 399 b) durch Gärung dick geworden, geronnen: s. Milch essen; d. Milch, Kaffeesahne ist s. geworden c) durch Gärung verdorben: d. Bier, Most, Wein ist s. geworden; die Suppe von gestern riecht schon s.; die enge Straße war voll von s. Gerüchen; in der Gaststube roch es s., war die Luft s. 2. mühsam, schwer, schwierig, unerfreulich: jmdm. das Leben s. machen; sein Brot, seinen Unterhalt s. verdienen; das ist s. erworben; er kaufte sich /Dat./ von seinem s. verdienten, ersparten Geld ein Häuschen; Kartoffelsammeln ist eine s. Arbeit; daß ich den sauren Gang zu Tante Schwabe unverzüglich antreten müsse G. Hauptm. 4,247; er schrieb den Brief mit s. Mühe; eine s. Pflicht ausüben müssen; er hat ein s. Leben, s. Tage, Jahre gehabt; Saure Wochen, frohe Feste! Goethe Schatzgräber; sich /Dat./ etw. s. werden lassen (sich mit etw. abmühen); etw. wird jmdm. s. etw. fällt jmdm. schwer: d. Stehen, Gehen wird ihm schon s.; der Abschied wird mir s.!; der Weg über das verschneite Gebirge ist ihnen s. geworden; geh. etw. kommt jmdn. s. an (fällt jmdm. schwer) 3. ärgerlich, verdrießlich, mißmutig: ein s. Gesicht machen, schneiden, ziehen; etw. mit s. Miene, Lächeln tun; eine s. Bemerkung fallenlassen; er sah mit s. verzogenem Mund zu; salopp sie reagierten auf den Witz s.; er hat auf das Ansinnen s. reagiert (ging nur widerwillig darauf ein, lehnte es indirekt ab); Neupräg. salopp jmd. wird, ist s., sieht s. aus 4. Landw. mit einem hohen Säuregehalt: ein s. Boden; in dieser Gegend gibt es meist s. Wiesen; die Fuchsien gedeihen am besten in leicht s. Erde; s. Gras, Futter 5. Chem. säurehaltig, wie Säure: ein s. reagierendes Sekret; die Reaktion des Schlangengifts ist leicht s.; s. Reagenzien, Gewässer, Gesteine, Salze, Farbstoffe; daß alte, besonders stabile Bücher entweder ganz schwach sauer oder leicht alkalisch sind Urania 1960 6. salopp a) das Auto ist s. das Auto hat einen Motorschaden, streikt: sein Wagen hat auf der langen, schwierigen Fahrt nicht ein einziges Mal s. gemacht; der Motor ist so konstruiert, daß er 120 Stundenkilometer fährt, ohne s. zu werden b) bes. Sport kraftlos, stark ermüdet, erschöpft: nach zwanzig Kilometern im Marathonlauf wurde er restlos s.; als sein einziger Verfolger s. wurde (im Rennen zurückfiel, den Kampf aufgab), holte sich der Rennfahrer in einer phantastischen Alleinfahrt den Sieg; jmdn. s. machen jmdn. stark erschöpfen, schwächen: er machte seinen Gegenspieler in der zweiten Halbzeit s.
zu 1 a stock-, süßsauer; Schwarzsauer zu 2 blutsauer zu 3 moralinsauer zu 3 u. 4 versauern zu 5 doppel(t)kohlen-, essig-, kohlen-, phosphor-, schwefel-, zitronensauer
Sauer-, sauer-:
-ampfer, der Ampfer, dessen säuerlich schmeckende Blätter in manchen Gegenden als Wildgemüse verwendet werden: sie kochte eine Suppe aus S.; ein Salat aus S. und Löwenzahn;
-braten, der Schmorbraten aus Rindfleisch, bei dem das Fleisch vor dem Zubereiten in Essigwasser gelegt wird: es gibt heute S. mit Klößen;
-brunnen, der Mineralwasser, das viel Kohlensäure enthält;
-dorn, der Berberitze;
-futter, das Landw. Saftfutter, das durch Einsäuerung von Grünfutter gewonnen wird, Gärfutter;
-kirsche, die 1. Kirschbaum von meist strauchigem Wuchs 2. säuerlich schmeckende Frucht von 1;
-klee, der kleine Pflanze mit kleeähnlichen Blättern, die Oxalsäure enthalten;
-kohl, der feingeschnittenes oder gehobeltes Weißkraut, das mit Salz und Gewürzen versehen und durch Gärung gesäuert ist: Eisbein mit S.;
-kraut, das landsch. Sauerkohl;
-milch, die Milch, die durch Gärung geronnen ist, Dickmilch: er trank ein Glas S.;
-milchkäse, der aus Quark hergestellter Magerkäse: der Harzer Käse ist ein S.;
-stoff, der Chem. nichtmetallisches Element, das sich mit fast allen anderen Elementen zu Oxiden verbindet: freier S. findet sich in der Luft und im Meerwasser; S. ist als Gas farb-, geruch- und geschmacklos; ohne S. kann kein Feuer brennen; es waren so viele Menschen in dem kleinen Zimmer, daß der S. knapp wurde; durch die Atmung wird das Blut mit frischem S. angereichert;
| Sauerstoff-, sauerstoff-:
-apparat, der vgl. -gerät;
-arm /Adj./: s. Blut, Luft;
-armut, die: in großen Höhen herrscht S.;
-dusche, die Neupräg. kurzfristige künstliche Sauerstoffzufuhr: Schon heute müssen die Verkehrspolizisten in der Innenstadt [von Tokio] regelmäßig sogenannte Sauerstoffduschen nehmen, um ihre Dienstzeit zu überstehen Urania 1971;
-flasche, die Stahlflasche, in der Sauerstoff zur Verwendung bes. beim Schweißen und Schneiden von Metallen und für Sauerstoffgeräte aufbewahrt wird;
-gerät, das Gerät zur Versorgung des Menschen mit reinem oder nur mit wenig Stickstoff verdünntem Sauerstoff, das bes. beim Aufenthalt in sauerstoffarmer Luft, bei der Arbeit in durch Gase vergifteter Luft, beim längeren Tauchen und zur Unterstützung der Atmung von Kranken oder Verunglückten benutzt wird: Taucher und Bergsteiger tragen das S. auf dem Rücken;
-haltig /Adj./: s. Blut;
-mangel, der: im Raum herrschte S.;
-versorgung, die: die S. des Gehirns;
-vorrat, der: der S. der Erde ist nicht unbegrenzt;
-zelt, das Neupräg. Med. nach außen abgedichtete, zeltähnliche Vorrichtung oder Haube aus Plexiglas, unter der dem Patienten mit Sauerstoff angereicherte Atemluft zugeführt wird;
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sauer-, Sauer-:
-süß /Adj./ umg. erfreut und mißmutig zugleich: etw. mit s. Lächeln, Gesicht, Miene tun; s. lächeln, aussehen;
-teig, der gärender Mehlteig, der dem Brotteig zugesetzt wird und den ganzen Brotteig zum Treiben bringt, das Brot locker werden läßt und ihm einen säuerlichen Geschmack gibt: der S. wird von dem fertig aufgegangenen Teig abgenommen und bis zum nächsten Backen aufbewahrt; Brot wird aus Mehl, Wasser und S. hergestellt;
-topf, der abwertend griesgrämiger Mensch: Was für ein Sauertopf bist du geworden? Strittmatter Paul 107; Das wäre so was gewesen, diesen Sauertopf Kralik am Nebentisch zu haben Weiskopf 1,342 (Abschied v. Frieden);
-töpfig /Adj./ s. -töpfisch: Sie war trotz des herzigen Namens ein etwas sauertöpfiges Kind Oelfken Traum 44;
-töpfisch /Adj./ abwertend griesgrämig, mürrisch: du bist heute so s.!; er wird allmählich s. und streitsüchtig; etw. mit s. Miene, Gesicht sagen; er ist ein s. Mensch
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