EnteSubstantiv
Femininum, -, -n
Aussprache:
Worttrennung: En-te (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Schwimmvogel mit kräftigem Leib, kurzem Hals und breitem, flachgewölbtem Schnabel, der wegen seines wohlschmeckenden Fleisches als Haustier gehalten wird und auch in wasserreichen Gegenden wild lebt
Beispiele:
eine weiße, graue, bunte, zahme, wilde, junge, fette Ente
Enten watscheln, schwimmen, tauchen mit dem Kopf ins Wasser, schnattern TEST
Enten halten, füttern, mästen
eine Ente schlachten, ausnehmen, braten
auf der Jagd wurden Enten geschossen
sie läuft wie eine Ente umgangssprachlich, scherzhaft
er schwimmt wie eine bleierne Ente (= er kann nicht, nur unbeholfen schwimmen) umgangssprachlich, scherzhaft
Alle meine Entchen schwimmen auf dem See [Kinderlied]
bildlich
Beispiele:
das ist eine lahme Ente (= jmd. ist langweilig und träge, mit jmdm. ist nicht viel los) salopp
2.
Beispiele:
kalte Ente (= Bowle mit Zitronenscheiben)
3.
Medizin Uringefäß für bettlägerige Männer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ente f. Schwimmvogel, ahd. anut (10. Jh.), enita (11. Jh.; dagegen ahd. anata, 10. Jh., und aneta, 11. Jh., aus vlat. anata?), mhd. ant, ente, mnd. ānt, ānet, mnl. aent, eent, ent, nl. eend, aengl. ened, anord. ǫnd, schwed. and setzen germ. *anuð- bzw. *anuði- oder (mit Suffixablaut) *anið- voraus. Mit lat. anas (Gen. anatis), lit. ántis, kslaw. ǫty, russ. útka (утка) wird germ. *anuð- auf ie. *anət- ‘Ente, Wasservogel’ zurückgeführt, wozu ablautend (ie. *ṇ̄ti̯-) griech. nḗssa (νῆσσα), (att.) nḗtta (νῆττα) ‘Ente’ und vielleicht auch aind. ātíḥ, ātī́ ‘Wasservogel’. Ente bezeichnet sowohl den wildlebenden wie auch den gezähmten Wasservogel; dazu die verdeutlichenden Komposita Wildente, Hausente (beide 15. Jh.). Enterich m. ‘männliche Ente’ (neben Erpel, s. d.), ahd. anutrehho (11. Jh.), mhd. antreche, antrach, entrech, antreich, entreich, nhd. (schwäb.) Antrech, mnd. āntreke, āntdrāke. Das zweite Kompositionsglied, verwandt mit nd. Drāke, engl. drake ‘Enterich’ (Herkunft ungeklärt), hat sich in seiner Entwicklung den Eigennamen auf -rich angeglichen.

Ente f. ‘falsche Nachricht, Zeitungslüge’, kurz nach 1850 auftretende Übersetzung von gleichbed. frz. canard, eigentl. ‘Ente’ (s. Cancan). Ausgangspunkt sind Redensarten wie mfrz. vendre des canards à moitié ‘täuschen’, frz. donner des canards à qn. ‘jmds. Erwartungen enttäuschen’. Eine Verbindung mit der im Frühnhd. begegnenden Wendung von blauen Enten predigen ‘unwahre Geschichten erzählen’ ist unwahrscheinlich.
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Assoziationen
Zoologie
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Chilenische Pfeifente · Chilepfeifente
Assoziationen
Synonymgruppe
2CV · Citroën 2CV · Döschwo
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(die) Ente  ugs. · Willi Lippens
Oberbegriffe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ente hätte in seiner Show nur zwei Minuten auftreten sollen.
Die Welt, 27.09.2000
Der Mann auf der Straße taufte das Ding kurzerhand »Ente«.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 116
Schon nach wenigen Tagen sind Enten nicht mehr in der Lage, sich natürlich zu ernähren.
Der Tagesspiegel, 28.12.1999
Nur die Enten lassen sich in ihrer behaglichen Ruhe kaum jemals stören.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 148
Mit der Ente hatte er sich schon vorher tätlich auseinandergesetzt.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 280
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erpel Fasane Gänse Hasen Hähnchen Hühner Kaninchen Kraniche Möwen Puten Rotkohl Schweine Schwäne Tauben Teich Truthähne Wachteln Wasservögeln Ziegen fette füttern gebratene knusprige lahme quaken schnattern schwimmen verendet watscheln ölverschmierten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ente‹.

Wortbildung

mit Ente als Erstglied Entchen · Entenbraten · Entenei · Entenfeder · Entenfett · Entenflott · Entengrütze · Entenjagd · Entenklein · Entenküken · Entenschnabel · Ententeich · Entenvogel · Entlein
mit Ente als Letztglied Badeente · Blessente · Eiderente · Flugente · Hausente · Knäkente · Krickente · Kriekente · Löffelente · Mastente · Meerente · Moorente · Märzente · Schnatterente · Schwimmente · Stockente · Tafelente · Tauchente · Trauerente · Watschelente · Wildente
EnteSubstantiv
Femininum, -, -n
Aussprache:
Worttrennung: En-te (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend falsche Mitteilung durch Presse oder Funk
Beispiele:
eine Ente verbreiten, in die Welt setzen
in der Zeitung stand eine (fette) Ente
die Ente (der Zeitung, des Rundfunks) zerplatzte, ist geplatzt
diese Nachricht war nur eine Ente, hat sich als eine Ente erwiesen, herausgestellt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ente f. Schwimmvogel, ahd. anut (10. Jh.), enita (11. Jh.; dagegen ahd. anata, 10. Jh., und aneta, 11. Jh., aus vlat. anata?), mhd. ant, ente, mnd. ānt, ānet, mnl. aent, eent, ent, nl. eend, aengl. ened, anord. ǫnd, schwed. and setzen germ. *anuð- bzw. *anuði- oder (mit Suffixablaut) *anið- voraus. Mit lat. anas (Gen. anatis), lit. ántis, kslaw. ǫty, russ. útka (утка) wird germ. *anuð- auf ie. *anət- ‘Ente, Wasservogel’ zurückgeführt, wozu ablautend (ie. *ṇ̄ti̯-) griech. nḗssa (νῆσσα), (att.) nḗtta (νῆττα) ‘Ente’ und vielleicht auch aind. ātíḥ, ātī́ ‘Wasservogel’. Ente bezeichnet sowohl den wildlebenden wie auch den gezähmten Wasservogel; dazu die verdeutlichenden Komposita Wildente, Hausente (beide 15. Jh.). Enterich m. ‘männliche Ente’ (neben Erpel, s. d.), ahd. anutrehho (11. Jh.), mhd. antreche, antrach, entrech, antreich, entreich, nhd. (schwäb.) Antrech, mnd. āntreke, āntdrāke. Das zweite Kompositionsglied, verwandt mit nd. Drāke, engl. drake ‘Enterich’ (Herkunft ungeklärt), hat sich in seiner Entwicklung den Eigennamen auf -rich angeglichen.

Ente f. ‘falsche Nachricht, Zeitungslüge’, kurz nach 1850 auftretende Übersetzung von gleichbed. frz. canard, eigentl. ‘Ente’ (s. Cancan). Ausgangspunkt sind Redensarten wie mfrz. vendre des canards à moitié ‘täuschen’, frz. donner des canards à qn. ‘jmds. Erwartungen enttäuschen’. Eine Verbindung mit der im Frühnhd. begegnenden Wendung von blauen Enten predigen ‘unwahre Geschichten erzählen’ ist unwahrscheinlich.
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Assoziationen
Zoologie
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Chilenische Pfeifente · Chilepfeifente
Assoziationen
Synonymgruppe
2CV · Citroën 2CV · Döschwo
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(die) Ente  ugs. · Willi Lippens
Oberbegriffe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ente hätte in seiner Show nur zwei Minuten auftreten sollen.
Die Welt, 27.09.2000
Der Mann auf der Straße taufte das Ding kurzerhand »Ente«.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 116
Schon nach wenigen Tagen sind Enten nicht mehr in der Lage, sich natürlich zu ernähren.
Der Tagesspiegel, 28.12.1999
Nur die Enten lassen sich in ihrer behaglichen Ruhe kaum jemals stören.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 148
Mit der Ente hatte er sich schon vorher tätlich auseinandergesetzt.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 280
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erpel Fasane Gänse Hasen Hähnchen Hühner Kaninchen Kraniche Möwen Puten Rotkohl Schweine Schwäne Tauben Teich Truthähne Wachteln Wasservögeln Ziegen fette füttern gebratene knusprige lahme quaken schnattern schwimmen verendet watscheln ölverschmierten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ente‹.

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