GastronomieSubstantiv
Femininum, -; nur im Singular
Aussprache:
Herkunft: Griechisch
Worttrennung: Gas-tro-no-mie; Gast-ro-no-mie (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
feinere Kochkunst
Beispiele:
ein Besuch ... soll zu einem festlichen Erlebnis werden, und dazu gehört, daß auch die Gastronomie alle Künste aufbietet [Tageszeitung1955]
2.
Gaststättengewerbe
Beispiele:
er konnte auf eine langjährige Tätigkeit in der Gastronomie zurückblicken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gastronomie f. ‘Gaststättenwesen, verfeinerte Kochkunst, Feinschmeckerei’. Im 19. Jh. wird gleichbed., seit 1800 bezeugtes frz. gastronomie übernommen, aus griech. gastronomía (γαστρονομία) ‘Magenkunde, Lehre von der Pflege des Bauches’ entlehnt, zu griech. gastḗr, Gen. gastrós (γαστήρ, γαστρός) ‘Bauch, Magen’ in Verbindung mit -nomia (s. -nomie). Der heutigen Bedeutung näher kommt griech. gastronomía (anstelle des ursprünglichen gastrología, γαστρολογία) im Titel eines Gedichts des Sizilianers Archestratus von Gela (um 330 v. u. Z. verfaßt), das als Almanach für Feinschmecker eine gastronomische Reise um die Welt beschreibt. Gastronom m. ‘Gastwirt, Kochkünstler’, früher auch ‘Feinschmecker’ (19. Jh.), nach gleichbed. frz. gastronome; gastronomisch Adj. (Mitte 19. Jh.), wohl unter Einfluß von frz. gastronomique. Gastritis f. ‘Magenschleimhautentzündung’, gelehrte medizinische Neubildung (um 1800) zu griech. gastḗr ‘Bauch, Magen’ (s. oben) und der Entzündungsprozesse bezeichnenden fem. Nominalendung -ītis (s. Bronchitis).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Gaststättengewerbe
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Molekulargastronomie · Molekularküche
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Obwohl es auch hier Probleme mit der Hygiene gab, überzeugte die Gastronomie.
Der Tagesspiegel, 14.07.2001
Vielleicht komme für sie "was in der Gastronomie" in Frage.
Süddeutsche Zeitung, 25.08.1999
Heute zählt er zu den klassischen Werken der Gastronomie, damals jedoch blieb er fast unbemerkt.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 194
Jetzt haben wir 100 Plätze in unserem Klub, sogar Gastronomie und Preisstufe 1!
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 42
Der Bau des Stadtzentrums mit Bauten der Kultur, der Volksbildung, des Handels, der Gastronomie und der Verwaltung wurde mit dem 1968 voll.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 17659
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bäckereien Büros Dienstleister Dienstleistungen Einkaufsmöglichkeiten Einzelhandel Fachhandel Fachmesse Freizeit Freizeiteinrichtungen Gemeinschaftsverpflegung Großverbraucher Handel Handwerk Hotelgewerbe Hotellerie Hotels Konditoreien Lebensmittelhandel Läden Rauchverbot Shopping Shops Tourismus Wohnen angeschlossener beliefert gehobene molekularen örtliche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gastronomie‹.

Wortbildung

mit Gastronomie als Erstglied Gastronomiekritiker
mit Gastronomie als Letztglied Systemgastronomie

Worthäufigkeit

selten häufig

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