OtterSubstantiv
Maskulinum, -s, -
Aussprache:
Worttrennung: Ot-ter (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

im Wasser lebender Marder mit flachem Kopf, glatt anliegendem, dichtem Fell, kurzen Beinen und Schwimmhäuten zwischen den Zehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Otter m. Der Name der im und am Wasser lebenden Marderart ahd. ottar (9. Jh.), mhd. ot(t)er, mnd. mnl. nl. engl. otter, aengl. otr, ot(t)or, anord. otr, schwed. utter setzt germ. *utra- voraus, das sich außergerm. mit aind. udráḥ ‘Wassertier’, awest. udra- ‘(Fisch)otter’, griech. hýdra, hýdros (ὕδρα, ὕδρος) ‘Wasserschlange’, lat. lutra, lit. ū́dra, russ. výdra (выдра) ‘(Fisch)otter’ vergleicht und zu ie. *udros, *ū̌drā ‘Wassertier’ führt. Diese Bildungen mit r-Suffix gehören zur Schwundstufe der unter Wasser (s. d.) behandelten Dentalerweiterung ie. *aud-, *u̯ed-, *ū̌d- ‘Wasser’. Otter bedeutet also ‘der zum Wasser Gehörige’. Zur Unterscheidung von Otter f. (s. d.) wird Otter m. häufig in der Zusammensetzung Fischotter verwendet.

Otter f. ‘Schlange’; in der zoologischen Terminologie bezeichnet der Plural Ottern eine mit hochentwickeltem Giftapparat ausgestattete Unterfamilie der Vipern (s. Kreuzotter). Das von Luther mehrfach verwendete Otter ist entstanden aus älterem nō̌ter (15. Jh.), einer omd. Nebenform (mit Verdumpfung von a zu o) von mhd. nāter(e) ‘Schlange’ (s. Natter), mit Aufgabe des anlautenden n-, das als Endung eines voraufgehenden unbestimmten Artikels empfunden wurde. Otterngezücht n. übertragen für ‘schlechte Menschen, Gesindel’ (Luther).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In allen anderen Regionen des Landes sind die Otter völlig ausgestorben.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.1994
Die giftige Otter hat die beeindruckende Länge von dreieinhalb Metern.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 67
Und so verblieb ich häufig, endlos wartend, vor dieser unergründlichen und schwarzen Tiefe, um irgendwo den Otter zu entdecken.
Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 248
Nur Engländer können wohl auf die Idee verfallen, in Scharen auf den Spuren eines Otters zu wandern.
Der Tagesspiegel, 28.04.2000
Dann bleibt man im folgenden Jahr von dem Biß der Otter verschont.
Röhrich, Lutz: Ostern. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 7856
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Biber Dachs Jagd Nerzen Robben Seeadler Seehunde Seelöwen Seevögel Wölfe fressen lebenden toten verendeten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Otter‹.

Wortbildung

mit Otter als Erstglied Otterbalg
mit Otter als Letztglied Sumpfotter
OtterSubstantiv
Femininum, -, -n
Aussprache:
Worttrennung: Ot-ter (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

gefährliche, von kleinen Säugetieren und Vögeln lebende, lebendig gebärende Giftschlange mit je einem großen Giftzahn in jeder Hälfte des Oberkiefers, der sich beim Öffnen des Rachens aufrichtet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Otter m. Der Name der im und am Wasser lebenden Marderart ahd. ottar (9. Jh.), mhd. ot(t)er, mnd. mnl. nl. engl. otter, aengl. otr, ot(t)or, anord. otr, schwed. utter setzt germ. *utra- voraus, das sich außergerm. mit aind. udráḥ ‘Wassertier’, awest. udra- ‘(Fisch)otter’, griech. hýdra, hýdros (ὕδρα, ὕδρος) ‘Wasserschlange’, lat. lutra, lit. ū́dra, russ. výdra (выдра) ‘(Fisch)otter’ vergleicht und zu ie. *udros, *ū̌drā ‘Wassertier’ führt. Diese Bildungen mit r-Suffix gehören zur Schwundstufe der unter Wasser (s. d.) behandelten Dentalerweiterung ie. *aud-, *u̯ed-, *ū̌d- ‘Wasser’. Otter bedeutet also ‘der zum Wasser Gehörige’. Zur Unterscheidung von Otter f. (s. d.) wird Otter m. häufig in der Zusammensetzung Fischotter verwendet.

Otter f. ‘Schlange’; in der zoologischen Terminologie bezeichnet der Plural Ottern eine mit hochentwickeltem Giftapparat ausgestattete Unterfamilie der Vipern (s. Kreuzotter). Das von Luther mehrfach verwendete Otter ist entstanden aus älterem nō̌ter (15. Jh.), einer omd. Nebenform (mit Verdumpfung von a zu o) von mhd. nāter(e) ‘Schlange’ (s. Natter), mit Aufgabe des anlautenden n-, das als Endung eines voraufgehenden unbestimmten Artikels empfunden wurde. Otterngezücht n. übertragen für ‘schlechte Menschen, Gesindel’ (Luther).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In allen anderen Regionen des Landes sind die Otter völlig ausgestorben.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.1994
Die giftige Otter hat die beeindruckende Länge von dreieinhalb Metern.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 67
Und so verblieb ich häufig, endlos wartend, vor dieser unergründlichen und schwarzen Tiefe, um irgendwo den Otter zu entdecken.
Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 248
Nur Engländer können wohl auf die Idee verfallen, in Scharen auf den Spuren eines Otters zu wandern.
Der Tagesspiegel, 28.04.2000
Dann bleibt man im folgenden Jahr von dem Biß der Otter verschont.
Röhrich, Lutz: Ostern. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 7856
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Biber Dachs Jagd Nerzen Robben Seeadler Seehunde Seelöwen Seevögel Wölfe fressen lebenden toten verendeten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Otter‹.

Wortbildung

mit Otter als Erstglied Otternbrut · Otterngezücht · Otterzunge
mit Otter als Letztglied Grubenotter · Hornotter · Karstotter · Kreuzotter · Lochotter · Puffotter · Sandotter · Steppenotter · Wiesenotter

Worthäufigkeit

selten häufig

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