PuffSubstantiv
Maskulinum, -s/-es, -e
Maskulinum, -s/-es, Püffe
Aussprache:
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich Stoß, besonders mit der Faust oder dem Ellenbogen
Beispiele:
ein kräftiger, heimlicher, freundschaftlicher Puff
jmdm. einen Puff (ins Kreuz, in die Seite, auf die Nase) geben, versetzen
Püffe austeilen, bekommen
es setzt, hagelt Knüffe und Püffe
Ich sah, wie man Priesterschüler mit Püffen traktierte [HartungWunderkinder84]
bildlich
Beispiele:
einen (tüchtigen) Puff vertragen, aushalten (können) (robust, nicht empfindlich sein)
ihr geistiges Skelett [war] so gefügt, daß es ... den Püffen des Lebens widerstand [KolbSchaukel195]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. buffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn er Geld brauchte, ging Ali A. (21) in den Puff.
Bild, 05.06.1999
Heute sind viele Frauen verheiratet, ihre Männer fahren sie in den Puff zur Arbeit.
Der Tagesspiegel, 04.08.1998
Auch der Puff öffnet dem Mann nur in einem Zimmer die Beine einer Frau.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 137
Am Tag schlenderte ich umher, und am Abend war ich wieder im Puff.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 158
Und darum soll man den Leuten, die nicht immer mutig sind, von Zeit zu Zeit einen derben Puff versetzen.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10241
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bars Daddy Huren Kneipen Mischung Nutten Porno Puff Rapper Suff abhalten aufmachen ehemaligen kommunales landet vertragen

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PuffSubstantiv
Maskulinum, -s/-es, -e
Aussprache:
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
gepolsterter niedriger Hocker ohne Beine, der oft auch als Behälter für gebrauchte Wäsche dient
Beispiele:
schmutzige Wäsche in den Puff tun, werfen
Er führte den jungen Mann in einen ... Salon, nötigte ihn, auf einem seidenen Puff Platz zu nehmen [H. MannSchlaraffenland1,96]
2.
veraltet Bausch an der Kleidung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. buffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.
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Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn er Geld brauchte, ging Ali A. (21) in den Puff.
Bild, 05.06.1999
Heute sind viele Frauen verheiratet, ihre Männer fahren sie in den Puff zur Arbeit.
Der Tagesspiegel, 04.08.1998
Auch der Puff öffnet dem Mann nur in einem Zimmer die Beine einer Frau.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 137
Am Tag schlenderte ich umher, und am Abend war ich wieder im Puff.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 158
Und darum soll man den Leuten, die nicht immer mutig sind, von Zeit zu Zeit einen derben Puff versetzen.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10241
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Typische Verbindungen
computergeneriert

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Wortbildung

mit Puff als Erstglied Puffärmel
mit Puff als Letztglied Wäschepuff
PuffSubstantiv
Maskulinum, -s/-es, -s
Aussprache:
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp, abwertend Bordell
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. buffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn er Geld brauchte, ging Ali A. (21) in den Puff.
Bild, 05.06.1999
Heute sind viele Frauen verheiratet, ihre Männer fahren sie in den Puff zur Arbeit.
Der Tagesspiegel, 04.08.1998
Auch der Puff öffnet dem Mann nur in einem Zimmer die Beine einer Frau.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 137
Am Tag schlenderte ich umher, und am Abend war ich wieder im Puff.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 158
Und darum soll man den Leuten, die nicht immer mutig sind, von Zeit zu Zeit einen derben Puff versetzen.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10241
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bars Daddy Huren Kneipen Mischung Nutten Porno Puff Rapper Suff abhalten aufmachen ehemaligen kommunales landet vertragen

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Wortbildung

mit Puff als Erstglied Puffmutter

Worthäufigkeit

selten häufig

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