dankenVerb
Aussprache:
Worttrennung: dan-ken (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdm. seinen Dank aussprechen, sein Dankgefühl durch Wort oder Tat zu erkennen geben
Beispiele:
jmdm. herzlich, von Herzen, überschwänglich, verbindlichst danken
ich kann Ihnen nicht genug danken
für jmds. Mühe, Entgegenkommen, für eine Auskunft, Auszeichnung, Einladung, ein Geschenk danken
Gott (auf den Knien) danken
Gott sei's gedankt! umgangssprachlich
etw. dankend annehmen, erhalten
er lässt danken
danke (schön, sehr)! (= drückt Annahme oder Ablehnung einer Freundlichkeit, eines Angebots aus) höflich
mit Dat., mit Akk.
Beispiele:
niemand dankt dir deine Mühe
kein Mensch dankte ihr ihre Arbeit
danke der Nachfrage
mit Gen.
umgangssprachlich
jmds. Gruß erwidern
Beispiele:
er dankte freundlich, höflich
wenn er auf seinen Gruß nur kühl dankte [KischMarktplatz206]
salopp, spöttisch etw. zurückweisen, ablehnen
Beispiele:
ich danke (bestens) für einen solchen Rat!
na, ich danke!
danke für Backobst, für Obst und Südfrüchte! (= ich lehne das ab!) salopp
2.
jmdm. etw. verdanken
Beispiele:
ich danke ihm mein Leben
das ist seinem Wirken, Fleiß, seiner Arbeit zu danken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dank m. ‘Gefühl der Verpflichtung, Erkenntlichkeit’, ahd. thanc (8. Jh.), mhd. danc, asächs. thank, mnd. dank, mnl. danc, nl. dank, aengl. þanc, engl. thanks (Plur.), anord. þǫkk, got. þagks. Die Substantive sind Verbalnomina zu dem unter denken (s. d.) behandelten Verb. Das ahd. Substantiv ist sowohl in den Bedeutungen ‘Gedanke’ und ‘Wille, Absicht’ wie auch in der im Nhd. überwiegenden Anwendung ‘dankbare Gesinnung, Erkenntlichkeit’ bezeugt. Ausgangspunkt für diese in der Gegenwart allein herrschende Bedeutung ist das Denken an eine empfangene Wohltat. dank Präp. ‘infolge, wegen’ (Ende 19. Jh.); voraus gehen Verbindungen des Substantivs mit Dativobjekten, Dank (sei) jmdm., einer Sache, die seit dem 18. Jh. ihren parenthetischen Charakter verlieren und zunehmend kausal verwendet werden. danken Vb. ‘Dank aussprechen’, ahd. thankōn (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. danken, asächs. thankon, aengl. þancian, engl. to thank, anord. þakka, gebildet zum Substantiv. Seit dem Ahd. geläufig in der Verbindung jmdm. (mit Worten) danken, wobei das, wofür gedankt wird, ursprünglich im Genitiv steht. In der Konstruktion jmdm. (einer Sache, einem Umstand) etwas danken (seit etwa 1200) nimmt danken die Bedeutung ‘verdanken’ an. dankbar Adj. ‘von Dank erfüllt, erkenntlich’, auch ‘angenehm, lohnend, zufriedenstellend’, mhd. dancbære ‘Geneigtheit hervorbringend, angenehm, von Dank erfüllt’; vgl. ahd. thancbāri ‘begünstigt’ (10. Jh.), dagegen unthancbāri ‘undankbar’ (9. Jh.). abdanken Vb. ‘von einem Amt zurücktreten’ (16. Jh.); ebenso alt ist der heute verblassende trans. Gebrauch ‘den Abschied geben, entlassen’. Abdankung f. ‘Entlassung’ (16. Jh.), ‘Rücktritt’ (17. Jh.); ‘Trauerfeier’ (17. Jh.; noch schweiz.).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) Dank aussprechen · (jemandem) Dank sagen · (seinen) Dank ausdrücken · (seinen) Dank äußern · (seinen) Dank bekunden · (sich) bedanken · Dank abstatten · Dank zollen
Assoziationen
  • (jemandem) Dank wissen · (jemandem) verbunden · dankbar (sein) · voller Dankbarkeit · von Dank erfüllt · von Dankbarkeit erfüllt
  • Firma dankt!  ugs. · besten Dank  ugs. · danke · danke Ihnen! · danke dir! · danke schön  ugs. · danke sehr  ugs. · danke vielmals · heißen Dank  ugs. · herzlichen Dank  ugs. · ich habe zu danken · lieben Dank  ugs. · man dankt  ugs. · merci  ugs. · verbindlichsten Dank  geh. · vergelts Gott  ugs. · vielen Dank · vielen lieben Dank · wir haben zu danken
  • (Das) geht (schon) in Ordnung.  ugs. · (Ist) nicht der Rede wert  ugs. · Aber bitte gerne! · Aber gerne (doch)! · Aber nicht doch! (höflich) · Bitte sehr · Da nicht für  ugs. · Das war (doch) (ganz) selbstverständlich. · Es war mir ein Vergnügen!  geh. · Gern geschehen · Gerne wieder · Gerne!  ugs. · Ist okay  ugs. · Jederzeit! · Komm schon  ugs. · Lass (mal) gut sein  ugs. · Lass stecken  ugs. · Nichts zu danken · Passt schon  ugs. · Schon gut  ugs. · Schon okay  ugs. · Wofür?  ugs. · bitte schön · bitte! (Reaktion auf 'danke!') · immer wieder gerne! · kein Ding  ugs. · kein Problem  ugs. · kein Thema  ugs. · keine Ursache
Synonymgruppe
(etwas / jemanden) belohnen · (etwas) vergelten (veraltet od. regional) · (jemandem etwas) danken  geh. · (jemandem etwas) Gutes tun · (jemandem etwas) lohnen  geh. · (sich) erkenntlich zeigen · (sich) revanchieren · Dankbarkeit zeigen · wieder gutmachen
Assoziationen
  • Dank · Dankeschön
  • (etwas) springen lassen  ugs. · (sich) als großzügig erweisen · (sich) großzügig zeigen · (sich) in Geberlaune zeigen · die Spendierhosen anhaben · in Geberlaune sein · nicht knausern · sich nicht lumpen lassen
  • (die) Runde geht auf (...) · (die) Zeche zahlen (für jemanden) · (eine) Runde ausgeben · (eine) Runde schmeißen  ugs. · (einen) ausgegeben bekommen · (etwas) spendieren · (jemandem) (ein) Getränk spendieren · (jemanden) freihalten · aufs Haus gehen · das geht auf meinen Deckel  ugs. · das geht auf mich  ugs. · einen ausgeben  ugs. · frei saufen haben  derb
  • (jemandem) Dank wissen · (jemandem) verbunden · dankbar (sein) · voller Dankbarkeit · von Dank erfüllt · von Dankbarkeit erfüllt
  • als (kleines) Dankeschön · als Ausgleich (für) · als Gegendienst · als Gegengabe · als Gegenleistung · als Kompensation (für) · dafür  ugs. · im Gegenzug (für) · zum Ausgleich
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Minister dankte allen, die an der Lösung mitgewirkt hatten.
Die Zeit, 21.02.2011, Nr. 08
Wenn man die betreffenden Sitze passiert hat, dankt man ebenso korrekt.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 264
Sie dankt gleichzeitig den Regierungen der am weitesten entwickelten Länder für ihre Unterstützung.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1955]
Wir wollten ihm gemeinsam danken, aber er war schon tot.
Schleich, Carl Ludwig: Besonnte Vergangenheit, Lebenserinnerungen (1859-1919). In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 31483
Man dankt uns für die Ehre, vor uns sprechen zu dürfen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1919. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1919], S. 110
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Applaus Beifall Bemühungen Bundeskanzler Bundespräsident Einsatz Engagement Fans Gastfreundschaft Gott Helfern Herrgott Herzen Hilfe Nein Ovationen Publikum Spendern Treue Unterstützung Vertrauen abdankte ausdrücklich dafür dir es euch herzlich ich vielmals

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›danken‹.

Wortbildung

mit danken als Erstglied dankbar · dankenswert
mit danken als Letztglied abdanken
Ableitungen von danken bedanken · verdanken

Worthäufigkeit

selten häufig

Ältere Wörterbücher

Korpustreffer

Referenzkorpora
Zeitungskorpora
Spezialkorpora