gewitternVerb
Aussprache:
Ableitung von: ↗Gewitter
Worttrennung: ge-wit-tern (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

es gewittertein Gewitter zieht herauf, geht nieder
Beispiele:
es hat heute Nacht stark gewittert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gewitter n. ‘Unwetter mit luftelektrischer Entladung’, ahd. giwiteri ‘(Un)wetter, Sturm’ (9. Jh.), mhd. gewiter(e) ‘Wetter, Unwetter’, asächs. giwideri, mnd. gewēder, gewedder, mnl. ghewēder ‘Witterung, Unwetter, Hagel’, aengl. gewidere. Die Kollektivbildung zu dem unter Wetter (s. d.) behandelten Substantiv bedeutet zunächst ‘Witterung’, also auch ‘Unwetter mit Regen, Hagel und Sturm’; die Beschränkung auf ‘Unwetter mit Blitz und Donner’ prägt sich ab Mitte des 16. Jhs. aus. gewittern Vb. (unpersönlich) verstärktes wittern, d. h. ‘irgendeine Art Wetter sein’ (15. Jh.); dann vom Substantiv Gewitter beeinflußt und eingeengt ‘Niederschlag mit Blitz und Donner geben’ (17. Jh.). gewitt(e)rig Adj. ‘gewitterdrohend’ (19. Jh.).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
donnern und blitzen
Synonymgruppe
donnern und blitzen · wettern
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute Mittag ist es teils sonnig, teils aber auch wolkig, es gewittert zunächst nur vereinzelt.
Die Zeit, 06.08.2011 (online)
Es gewittert erst gar nicht, sondern die schlafen friedlich ein.
Tucholsky, Kurt: Ein Ehepaar erzählt einen Witz. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931]
Da er meine »Schrullen« kannte, muß er wohl in mir einen Liebhaber gewittert haben.
Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8188
Auf jeder Seite gewitterte der Sturm von 48 nach, und überall stand ungeschrieben das Gelübde baldiger Vergeltung.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 421
In der letzten Frage hatte der Schulze eine Falle gewittert und sich mit Gottlieb Grambauer besprochen.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 336
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Betrug Blitzlichter Chance Fuchs Gefahr Gehirn Geschäft Hund Morgenluft Skandal Verrat Verschwörung draußen heftig regnet schauern vereinzelt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gewittern‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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