kehrenVerb
kehrtehat/ist gekehrt
Aussprache:
Worttrennung: keh-ren (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw., sich kehren
mit Hilfsverb ›hat‹
eine Wendung, Drehung machen, etw., sich wenden
Beispiele:
die Arme seitwärts kehren
das Gesicht gegen die, zur Sonne kehren
er hatte uns den Rücken gekehrt (zugewandt)
die Waffe gegen sich selbst kehren (sich töten wollen)
die Innenseite des Futters nach außen kehren
sein Zorn kehrte sich gegen uns
sich zu seinem Nachbarn kehren
und wo sie [die Felsen] sich in den Schatten oder in eine Schneefurche kehrten [FedererBerge62]
übertragen
Beispiele:
das Oberste zuunterst kehren (alles durcheinanderwerfen) umgangssprachlich
die raue Seite nach außen kehren (nach außen hin schroff erscheinen)
den Mantel nach dem Winde kehren (seine Meinung je nach Vorteil ändern) umgangssprachlich
alles zum Guten kehren (alles gut ausgehen lassen)
Er schäumte, geiferte, kehrte sein Inneres nach außen (zeigte seine innere Erregtheit) [Feuchtw.Nero310]
jmdm., einer Sache den Rücken kehrenjmdm., einer Sache untreu werden
Beispiele:
er kehrte seinen Freunden, seinem Vaterland den Rücken
sich an etw. nicht kehrensich um etw. nicht kümmern
Beispiele:
sie kehren sich nicht an das Gerede der Leute
daran darfst du dich nicht kehren
aber die draußen kehrten sich nicht an seinen Schrei [StormSchimmelr.7,159]
in sich, nach innen gekehrt
nur im Part. Prät.
ganz nach innen gewendet
Beispiele:
ein in sich gekehrter Mensch
Höfels Sinne waren nach innen gekehrt [ApitzNackt478]
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
die Gegenrichtung einschlagen, sich vollständig umwenden
Beispiele:
der Bus kehrt an der Endstation
ganze Abteilung, kehrt! (vollführt eine halbe Drehung um 180 Grad!) (Kommando) Militär
Die S-Bahnzüge aus Richtung Berlin kehrten in Friedrichshagen [Tageszeitung1954]
sich kehren
Beispiele:
[in diesem Augenblick] kehrten sie sich beide (wandten sich beide um) [AndresMann272]
3.
mit Hilfsverb ›ist‹
veraltet zurückkehren
Beispiele:
er war nach Hause gekehrt
So kehrtest Du vom Argonautenzug? [Grillp.MedeaI]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kehren Vb. ‘fegen’. Das nur westgerm. bezeugte Verb ahd. kerien, kerren (8. Jh.), mhd. kern, mnd. mnl. kēren, nl. keren setzt germ. *karjan voraus. Das zugehörige Grundwort dürfte in ahd. ubarkara ‘Unreinigkeit, Unflat’ (10./11. Jh.), isl. kar ‘Schmutz’ erhalten sein. Außergerm. bietet sich vielleicht lit. žer̃ti ‘glühende Kohlen zusammenscharren’ als vergleichbar an. de Vries Nl. 312 hält daher für die germ. Formen Herkunft aus einer nicht-ie. Substratsprache für möglich. Kehricht m. n. ‘was zusammengefegt ist, Müll’ (15. Jh.) mit unorganisch angefügtem -t (wie bei Obst, s. d.) neben entwicklungsgeschichtlich älterem kerach (15. Jh.), kehrich (16. Jh.). Kehraus m. ‘letzter starker Wein, der dem Trinker den Rest gibt’ (15. Jh.); erst seit dem 18. Jh. in der wohl älteren Bedeutung ‘letzter Tanz, Schlußtanz’ belegt.

kehren Vb. ‘etw. in eine bestimmte, namentlich die entgegengesetzte Richtung drehen, wenden’, seit Beginn der Überlieferung außerdem in refl. und (wohl durch Ersparung eines Akkusativobjekts entstandenem, heute unüblichem) intrans. Gebrauch ‘die Gegenrichtung einschlagen, sich umwenden’, ahd. kēren (9. Jh.), gikēren (8./9. Jh.), mhd. (ge)kēren ‘(um)wenden, eine Richtung geben, sich wenden’ (mhd. und frühnhd. auch allgemeiner ‘eine Richtung einschlagen, sich begeben’) hat nur im Kontinentalwestgerm. sichere Verwandte, vgl. asächs. kērian, mnd. (ge)kēren, aostnfrk. kēron, mnl. kēren, nl. keren, afries. kēra ‘kehren, wenden’. Bei Annahme eines grammatischen Wechsels germ. *kaisjan, *kaizjan lassen sich diese Formen mit anord. keisa ‘biegen, zusammenfalten’, isl. keisa ‘in die Höhe ragen, hochtragen’, schwed. kesa ‘durchgehen, fliehen’ verbinden, die auf einen Ansatz ie. *geis- zurückgeführt werden, der zu der nur in verschiedenen Erweiterungen nachzuweisenden Wurzel ie. *gei- ‘drehen, biegen’ (s. auch keifen) gehört; vgl. Pokorny 1, 354 f. Dieser fragliche Zusammenhang muß jedoch aufgegeben werden, wenn man für ahd. kēren von germ. *kairjan ausgeht und dieses (wie Petersson in: PBB 44 (1920) 178 f.) mit armen. cir ‘Kreis’, osset. zilyn (зuлын) ‘herumdrehen’ vergleicht. Ebenso ist aengl. cerran (westsächs. cierran, cyrran) trotz semantischer Übereinstimmung von den anderen westgerm. Bildungen zu trennen, da es eine auch im Vokalismus abweichende Form germ. *karrjan oder *karzjan voraussetzt. Substantivische Ableitung vom Verb ist Kehre f. ‘scharfe Wegbiegung’, seit Jahn (1816) auch Fachwort des Turnens ‘Sprung oder Abschwung, bei dem der Rücken zum Gerät gewandt ist’, ahd. kēra ‘Wendung, Beugung, Krümmung’ (11. Jh.), mhd. mnd. kēr(e) ‘Richtung, Wendung’ (die einsilbige Form noch in Einkehr, Umkehr, s. unten, Heimkehr, s. d.); daneben steht in älterer Zeit ein Maskulinum ahd. (um 1000), mhd. mnd. kēr, frühnhd. Kehr, mnl. nl. keer (s. Verkehr). kehrtmachen Vb. ‘eine halbe Drehung vollführen, die Gegenrichtung einschlagen’, im 20. Jh. zusammengewachsen aus der Fügung kehrt machen (substantiviert auch Kehrt machen, Anfang 19. Jh.), enthält als ersten Bestandteil den Imperativ und militärischen Befehl kehrt! (vielleicht verkürzt aus kehrt euch!). Kehrreim m. ‘regelmäßig am Schluß jeder Liedstrophe sich wiederholender Textteil’. Das von Bürger (1793) eingeführte Ersatzwort für Refrain (s. d.) ist eine Zusammensetzung mit Reim (s. d.) in dessen früher geläufiger Bedeutung ‘Verszeile’. Kehrseite f. ‘Rückseite’, metaphorisch auch ‘das einer zunächst günstig erscheinenden Sache anhaftende Unangenehme’, in der 2. Hälfte des 18. Jhs. aufkommende und trotz Adelungs Kritik sich durchsetzende Verdeutschung von Revers ‘Rückseite einer Münze’ (s. d.), nach gleichbed. nl. keerzijde (dieses 1729 erstmals nachweisbar). einkehren Vb. ‘in einer Gaststätte Rast machen’, ursprünglich überhaupt ‘sich (als Gast) hineinbegeben’, mhd. īnkēren ‘hineingehen, umkehren’, in der Sprache der Mystik auch spätmhd. īnkēren, frühnhd. einkehren, mnd. inkēren ‘in sich gehen, sich versenken’; dazu Einkehr f. ‘Selbstbesinnung’, älter auch ‘Rast, Herberge’, mhd. īnkēr(e) f. ‘Einzug, Insichgehen’; vgl. spätmhd. īnkēr m., mnd. inkēr m. ‘Insichgehen’. umkehren Vb. ‘umwenden, umdrehen, in die entgegengesetzte Lage bringen’, intrans. ‘sich umwenden, den Rückweg antreten, anderen Sinnes werden’, ahd. umbikēren (9. Jh.), mhd. umbekēren, mnd. ummekēren; seit dem Frühnhd. findet sich das Part. Prät. umgekehrt in adjektivischer Verwendung ‘gegenteilig, entgegengesetzt’; Umkehr f. ‘das Umkehren, Zurückgehen’, übertragen ‘Sinneswandel’, mhd. umbekēr(e) f. ‘Umkehr, Umwendung’; vgl. ahd. umbikēr m. ‘Umkehrung, Umtauschung’ (um 1000), mnd. ummekār ‘Umkehr, Wendung’; Umkehrung f. ‘Veränderung ins Gegenteil’ (15. Jh., frühnhd. daneben ‘Zerstörung’). S. auch bekehren, verkehren.
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
(das) Spiel machen (nach schwachem Auftakt) · (die) Führung übernehmen · (ein Spiel) drehen · (ein Spiel) kehren · (jetzt) die stärkere Mannschaft sein · (jetzt) überlegen sein · Oberwasser bekommen
Assoziationen
  • (den) Spieß umdrehen · zum Gegenangriff übergehen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Drei Jahre später kehrte sie reumütig nach Hause zurück - kinderlos, die Ehe konnte annulliert werden.
Bild, 07.04.2005
Als sie nach ein paar Minuten auf der Bahn zu tanzen begann, war sie wieder zurück gekehrt in die Wirklichkeit.
Der Tagesspiegel, 25.09.2000
Er kehrt sich nicht an Äußerlichkeiten, ihn hemmt nichts, Revolutionär zu sein.
Venzmer, Gerhard: Körpergestalt und Seelenanlage, Stuttgart: Franckh 1930, S. 45
So komme ich ziemlich weit vor und kehre dann im Bogen wieder um.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 204
Dann kennt man ihn gar nicht wieder, dann fängt er an, die innere Haut nach außen zu kehren.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 42
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besen Gegenteil Haustür Heimat Rücken Teppich Tisch Tür Unterste abkehrte auf auskehren außen ein einkehrt heim heimkehrt herauskehrt hervorkehrt innen später um umkehrt wieder wiederkehrt zukehrt zuoberst zurück zurückkehrt zusammenkehrt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kehren‹.

Wortbildung

mit kehren als Erstglied Kehrreim · Kehrseite · Kehrtwendung · kehrtmachen
mit kehren als Letztglied abkehren · ankehren · einkehren · heimkehren · herauskehren · herkehren · hervorkehren · rauskehren · umkehren · verkehren · wegkehren · wiederkehren · zukehren · zurückkehren
Ableitung von kehren bekehren
kehrenVerb
Aussprache:
Worttrennung: keh-ren (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

etw. mit dem Besen, Handfeger reinigen, fegen
Beispiele:
das Zimmer, die Treppe, Straße, den Schornstein kehren
Ist doch die Stadt wie gekehrt! wie ausgestorben! [GoetheHermann und Dorothea2,539]
etw. mit dem Besen, Handfeger entfernen
Beispiele:
das Laub vom Wege, den Schnee vom Dach kehren
übertragen
Beispiele:
jeder kehre vor seiner Tür (jeder kümmere sich um seine eigenen Schwächen)
neue Besen kehren gut sprichwörtlich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kehren Vb. ‘fegen’. Das nur westgerm. bezeugte Verb ahd. kerien, kerren (8. Jh.), mhd. kern, mnd. mnl. kēren, nl. keren setzt germ. *karjan voraus. Das zugehörige Grundwort dürfte in ahd. ubarkara ‘Unreinigkeit, Unflat’ (10./11. Jh.), isl. kar ‘Schmutz’ erhalten sein. Außergerm. bietet sich vielleicht lit. žer̃ti ‘glühende Kohlen zusammenscharren’ als vergleichbar an. de Vries Nl. 312 hält daher für die germ. Formen Herkunft aus einer nicht-ie. Substratsprache für möglich. Kehricht m. n. ‘was zusammengefegt ist, Müll’ (15. Jh.) mit unorganisch angefügtem -t (wie bei Obst, s. d.) neben entwicklungsgeschichtlich älterem kerach (15. Jh.), kehrich (16. Jh.). Kehraus m. ‘letzter starker Wein, der dem Trinker den Rest gibt’ (15. Jh.); erst seit dem 18. Jh. in der wohl älteren Bedeutung ‘letzter Tanz, Schlußtanz’ belegt.

kehren Vb. ‘etw. in eine bestimmte, namentlich die entgegengesetzte Richtung drehen, wenden’, seit Beginn der Überlieferung außerdem in refl. und (wohl durch Ersparung eines Akkusativobjekts entstandenem, heute unüblichem) intrans. Gebrauch ‘die Gegenrichtung einschlagen, sich umwenden’, ahd. kēren (9. Jh.), gikēren (8./9. Jh.), mhd. (ge)kēren ‘(um)wenden, eine Richtung geben, sich wenden’ (mhd. und frühnhd. auch allgemeiner ‘eine Richtung einschlagen, sich begeben’) hat nur im Kontinentalwestgerm. sichere Verwandte, vgl. asächs. kērian, mnd. (ge)kēren, aostnfrk. kēron, mnl. kēren, nl. keren, afries. kēra ‘kehren, wenden’. Bei Annahme eines grammatischen Wechsels germ. *kaisjan, *kaizjan lassen sich diese Formen mit anord. keisa ‘biegen, zusammenfalten’, isl. keisa ‘in die Höhe ragen, hochtragen’, schwed. kesa ‘durchgehen, fliehen’ verbinden, die auf einen Ansatz ie. *geis- zurückgeführt werden, der zu der nur in verschiedenen Erweiterungen nachzuweisenden Wurzel ie. *gei- ‘drehen, biegen’ (s. auch keifen) gehört; vgl. Pokorny 1, 354 f. Dieser fragliche Zusammenhang muß jedoch aufgegeben werden, wenn man für ahd. kēren von germ. *kairjan ausgeht und dieses (wie Petersson in: PBB 44 (1920) 178 f.) mit armen. cir ‘Kreis’, osset. zilyn (зuлын) ‘herumdrehen’ vergleicht. Ebenso ist aengl. cerran (westsächs. cierran, cyrran) trotz semantischer Übereinstimmung von den anderen westgerm. Bildungen zu trennen, da es eine auch im Vokalismus abweichende Form germ. *karrjan oder *karzjan voraussetzt. Substantivische Ableitung vom Verb ist Kehre f. ‘scharfe Wegbiegung’, seit Jahn (1816) auch Fachwort des Turnens ‘Sprung oder Abschwung, bei dem der Rücken zum Gerät gewandt ist’, ahd. kēra ‘Wendung, Beugung, Krümmung’ (11. Jh.), mhd. mnd. kēr(e) ‘Richtung, Wendung’ (die einsilbige Form noch in Einkehr, Umkehr, s. unten, Heimkehr, s. d.); daneben steht in älterer Zeit ein Maskulinum ahd. (um 1000), mhd. mnd. kēr, frühnhd. Kehr, mnl. nl. keer (s. Verkehr). kehrtmachen Vb. ‘eine halbe Drehung vollführen, die Gegenrichtung einschlagen’, im 20. Jh. zusammengewachsen aus der Fügung kehrt machen (substantiviert auch Kehrt machen, Anfang 19. Jh.), enthält als ersten Bestandteil den Imperativ und militärischen Befehl kehrt! (vielleicht verkürzt aus kehrt euch!). Kehrreim m. ‘regelmäßig am Schluß jeder Liedstrophe sich wiederholender Textteil’. Das von Bürger (1793) eingeführte Ersatzwort für Refrain (s. d.) ist eine Zusammensetzung mit Reim (s. d.) in dessen früher geläufiger Bedeutung ‘Verszeile’. Kehrseite f. ‘Rückseite’, metaphorisch auch ‘das einer zunächst günstig erscheinenden Sache anhaftende Unangenehme’, in der 2. Hälfte des 18. Jhs. aufkommende und trotz Adelungs Kritik sich durchsetzende Verdeutschung von Revers ‘Rückseite einer Münze’ (s. d.), nach gleichbed. nl. keerzijde (dieses 1729 erstmals nachweisbar). einkehren Vb. ‘in einer Gaststätte Rast machen’, ursprünglich überhaupt ‘sich (als Gast) hineinbegeben’, mhd. īnkēren ‘hineingehen, umkehren’, in der Sprache der Mystik auch spätmhd. īnkēren, frühnhd. einkehren, mnd. inkēren ‘in sich gehen, sich versenken’; dazu Einkehr f. ‘Selbstbesinnung’, älter auch ‘Rast, Herberge’, mhd. īnkēr(e) f. ‘Einzug, Insichgehen’; vgl. spätmhd. īnkēr m., mnd. inkēr m. ‘Insichgehen’. umkehren Vb. ‘umwenden, umdrehen, in die entgegengesetzte Lage bringen’, intrans. ‘sich umwenden, den Rückweg antreten, anderen Sinnes werden’, ahd. umbikēren (9. Jh.), mhd. umbekēren, mnd. ummekēren; seit dem Frühnhd. findet sich das Part. Prät. umgekehrt in adjektivischer Verwendung ‘gegenteilig, entgegengesetzt’; Umkehr f. ‘das Umkehren, Zurückgehen’, übertragen ‘Sinneswandel’, mhd. umbekēr(e) f. ‘Umkehr, Umwendung’; vgl. ahd. umbikēr m. ‘Umkehrung, Umtauschung’ (um 1000), mnd. ummekār ‘Umkehr, Wendung’; Umkehrung f. ‘Veränderung ins Gegenteil’ (15. Jh., frühnhd. daneben ‘Zerstörung’). S. auch bekehren, verkehren.
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
(das) Spiel machen (nach schwachem Auftakt) · (die) Führung übernehmen · (ein Spiel) drehen · (ein Spiel) kehren · (jetzt) die stärkere Mannschaft sein · (jetzt) überlegen sein · Oberwasser bekommen
Assoziationen
  • (den) Spieß umdrehen · zum Gegenangriff übergehen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Drei Jahre später kehrte sie reumütig nach Hause zurück - kinderlos, die Ehe konnte annulliert werden.
Bild, 07.04.2005
Als sie nach ein paar Minuten auf der Bahn zu tanzen begann, war sie wieder zurück gekehrt in die Wirklichkeit.
Der Tagesspiegel, 25.09.2000
Er kehrt sich nicht an Äußerlichkeiten, ihn hemmt nichts, Revolutionär zu sein.
Venzmer, Gerhard: Körpergestalt und Seelenanlage, Stuttgart: Franckh 1930, S. 45
So komme ich ziemlich weit vor und kehre dann im Bogen wieder um.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 204
Dann kennt man ihn gar nicht wieder, dann fängt er an, die innere Haut nach außen zu kehren.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 42
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besen Gegenteil Haustür Heimat Rücken Teppich Tisch Tür Unterste abkehrte auf auskehren außen ein einkehrt heim heimkehrt herauskehrt hervorkehrt innen später um umkehrt wieder wiederkehrt zukehrt zuoberst zurück zurückkehrt zusammenkehrt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kehren‹.

Wortbildung

mit kehren als Erstglied Kehraus · Kehrbesen · Kehrblech · Kehreule · Kehrmaschine
mit kehren als Letztglied abkehren · aufkehren · auskehren · auskehren · wegkehren · zusammenkehren

Worthäufigkeit

selten häufig

Ältere Wörterbücher

Korpustreffer

Referenzkorpora
Zeitungskorpora
Spezialkorpora