süffigAdjektiv
Aussprache:
Worttrennung: süf-fig (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich
Beispiele:
ein süffiger (wohlschmeckender, gut trinkbarer) Wein
ein süffiges Getränk
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

saufen Vb. ‘trinken’ (vom Vieh), ‘unmäßig trinken, Alkohol zu sich nehmen’ (derb), ahd. sūfan (9. Jh.), mhd. sūfen ‘schlürfen, trinken’, mnd. mnl. sūpen, nl. zuipen, aengl. sūpan, engl. to sup, anord. sūpa, schwed. supa (germ. *sūpan). Das Verb ist mit den unter Suppe und seufzen (s. d.) genannten Formen sowie mit aind. sū́paḥ ‘Brühe, Suppe’ und aslaw. sъsati, russ. sosát’ (сосать) ‘saugen’ an eine mit Labial erweiterte (ie. *seub-, *sūb- bzw. *seup-, *sūp-) lautmalende Wurzel ie. *seu-, *seu̯ə-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ anzuschließen (wozu auch mit Guttural erweitertes saugen, s. d.). Die alte Bedeutung ‘schlürfen’ (vgl. noch engl. to sup ‘schlürfen, in kleinen Schlucken trinken, nippen’) entwickelt sich im 16. Jh. zu ‘hastig und viel, maßlos trinken’ (bes. Alkohol). Als Intensivum abgeleitet supfen Vb. ‘schlürfend trinken’ (15. Jh.), süpfeln Vb. (16. Jh.). Säufer m. ‘wer sich (regelmäßig) betrinkt’ (16. Jh.). Sauferei f. ‘Trinkgelage’ (15. Jh.). Saufaus m. ‘Trunkenbold’, imperativischer Satzname (Hans Sauffauß, 1595), nd. Sūpūt. besaufen Vb. (refl.) ‘sich betrinken’, dazu besoffen Part.adj. ‘betrunken’ (16. Jh.). versaufen Vb. ‘versinken, ertrinken’, mhd. versūfen; dagegen ahd. firsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.); dann ‘mit Trinken durchbringen’ (15. Jh.), dazu versoffen Part.adj. ‘durch Saufen heruntergekommen, dem Alkohol ergeben’ (16. Jh.). ersaufen Vb. ‘in der Flut umkommen, ertrinken’ (16. Jh.); vgl. mhd. ersoffen ‘betrunken’, ahd. irsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.). Dazu im 16. Jh. das umgelautete Kausativum ersäufen Vb. ‘versenken, ertränken’, mhd. ersoufen; dafür ahd. bisoufen (um 800). Suff m. (mit der Nebenform Soff, s. Gesöff) ‘Trunksucht, Alkoholrausch, Betrunkenheit’ (17. Jh.). süffig Adj. ‘angenehm, leicht zu trinken, wohlschmeckend’ (19. Jh.), älter ‘trunkliebend, dem Trinken ergeben’ (16. Jh.). süffeln Vb. ‘mit Genuß trinken’ (19. Jh.).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) gut trinken lassen · da könnte ich mich reinsetzen  ugs. · gut trinkbar · kann man gut wegtrinken · Lust machen auf mehr · nach mehr schmecken  ugs. · runtergehen wie Öl  ugs. · zum gut Wegtrinken · zum Trinken einladend
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selten wird das Stück von einem Ensemble mit so viel süffigem Rubato und dann wieder so halsbrecherisch schnell gespielt wie hier.
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2004
Es ist ein süffiger Sound, der aus dem Graben dringt, weichfließend, an den Übergängen verschmelzend.
Die Welt, 23.09.2000
Und damit wird er auf fast gefährliche Weise süffig und ansteckend.
Die Zeit, 15.10.1971, Nr. 42
Die Morgenluft über den Wellen, die er vor sich herschob, war süß und süffig wie Gas.
Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 144
Er ist ein roter, süffiger Südwein mit angenehmer Säure und reichem Extrakt.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 144
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bier Cocktail Eleganz Gebräu Gerstensaft Getränk Klang Lesestoff Melange Melodien Musik Obstwein Roten Rotwein Sound Starkbier Ton Tropfen Wein besonders geradezu geschriebene klingt schmeckt süffisante süße überaus

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›süffig‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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