schwenkenVerb
schwenktehat/ist geschwenkt
Aussprache:
Worttrennung: schwen-ken (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw., jmdn. hin- und herbewegen, hin- und herschwingen
Beispiele:
die Kinder am Straßenrand schwenken Fähnchen, mit den Fähnchen
er schwenkte seinen Hut, das Taschentuch
diese Stores kann man durch vorsichtiges Schwenken in reichlich Lauge selbst waschen
Gläser im Wasser schwenken (ausspülen)
Nudeln werden kurz in zerlassener Butter geschwenkt
Robert schwenkte verlangend sein Kognakglas [H. KantAula141]
ich schwenkte sie ganz tüchtig [im Tanz] [WelkGrambauer216]
landschaftlich, umgangssprachlich jmdn. entlassen, rausschmeißen
Beispiele:
Jansch, ist einen Meter sechzig groß und geschwenkt worden wegen Genialität [A. ZweigJunge Frau191]
2.
irgendwohin schwenken
mit Hilfsverb ›ist‹
die Richtung einer Bewegung ändern, abbiegen, einbiegen
Beispiele:
ein Hochdruckkeil schwenkt ostwärts
links schwenkt, marsch! (Kommando)
Wir schwenkten in die befohlene Schneise, um zur Landung anzusetzen [GaiserNascondo88]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwenken Vb. ‘schwingend hin und her bewegen, durch die Luft schwingen, die Richtung ändern, einbiegen’, ahd. swenken ‘(mit der Peitsche) schlagen’ (8. Jh.), mhd. swenken trans. ‘schwingen machen, hin und her schwingen, schleudern’, intrans. ‘in schwankender Bewegung sein, schweifen, schweben, sich schlingen’, mnd. swenken ‘sein Spiel treiben (mit)’, mnl. swenken, nl. zwenken ‘schwenken, drehen’, afries. wenga, swanga, swenza, aengl. swencan ‘belästigen, ärgern, beunruhigen’ (germ. *swangjan) ist vielleicht Kausativum zu einem starken, in aengl. swincan ‘sich mühen’, engl. (mundartlich bzw. älter) to swink ‘sich abplagen, schuften’, nl. zwinken ‘schwanken, drehen’ belegten Verb, das mit schwingen (s. d.) und den dort genannten Formen an ie. *su̯eng-, *su̯enk- ‘biegen, drehend schwingen, schwenken’ angeschlossen werden kann. Schwenker m. ‘wer etw. hin und her schwingt’ (17. Jh.), ‘Jacke mit einem schwenkenden Rückenteil’ (18. Jh.), ‘schwenkende Bewegung’ (19. Jh.), auch ‘Gerät zum Schwenken’ (vgl. Kognakschwenker).
OpenThesaurus (05/2016)

Thesaurus

Oberbegriffe
Synonymgruppe
(herum)fahren · (wild) gestikulieren · fuchteln · herumfuchteln · hin- und herbewegen · rumfuchteln  ugs.
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Licht, daneben eine Frau, tänzelnd, schwenkt ein Tuch über dem Kopf.
Bild, 25.09.1997
Flugs blendet er sich aus dem Bild, die Kamera schwenkt nach oben.
Der Tagesspiegel, 03.09.1997
Als sie an die Kirche kamen, schwenkte der Zug mit der Mutter schon aus dem hohen Portal heraus.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 9
Der Preis eines Steines schwenkt je nach Qualität zwischen 700 und 2500 Mark.
o. A. [Elka]: Curling. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1979]
Wir schwenkten nach links und zogen uns dann in großem Bogen nach rechts.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 120
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufschrift Banner Demonstranten Fahnen Feuerzeuge Flagge Hüften Kamera Nationalfahnen Nationalflagge Plakate Taschentücher Transparente Tücher Weihrauchfass Wunderkerzen abschwenkt ausschwenkte durchschwenken einschwenkte her herumschwenkt hin hinüberschwenkt skandierten triumphierend um umschwenkte zoomt überschwenkte

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schwenken‹.

Wortbildung

mit schwenken als Erstglied Schwenkarm · Schwenkbereich · Schwenkglas · Schwenkhahn · Schwenkkran · Schwenklader · Schwenkpfanne · Schwenkschaufler · schwenkbar
mit schwenken als Letztglied abschwenken · ausschwenken · durchschwenken · einschwenken · herumschwenken · rumschwenken · umschwenken

Worthäufigkeit

selten häufig

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