umgangssprachlich, abwertend: sehr schlechtes Wetter
Spätherbstliche Tristesse, der Ausblick wie in einer Waschküche? Nicht verzagen, das Novemberwetter fördert, sprachlich gesehen, wahre Perlen zutage. Hemdsärmlig ließe sich mit „Mist-“ oder „Dreckswetter“ einsteigen, ehe man dazu übergeht, das „Schmuddel-“, „Matsch-“ oder „Patschwetter“, sprich die meteorologisch bedingten Begleiterscheinungen des Herbstes, zu beklagen. Völlig unschuldige Kreaturen müssen herhalten, will man – mit „Sauwetter“, „Hundewetter“ – seinem Unmut Luft machen. Geht es indes darum, das trübe Nebelnässen in Worte zu kleiden, wird es mitunter, man höre und staune, lautmalerisch: Da fisselt oder nibelt der Sprüh- oder Fadenregen scheinbar endlos vor sich hin, dreescht oder drascht es bei Starkregen. Audiophile Gemüter mögen gar heraushören, ob es pflatscht, pladdert oder gar plästert; Otto Normalverbraucher bringt es auf einen Nenner: Es schifft.