„SAHNE ist nicht in unseren gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen vorhanden.

sahne f.
Fundstelle: Lfg. 9 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 1663, Z. 19
mhd. sane oxygala Dief. 404ᵇ; sappa san 511ᵇ; oxigalla rom, smant, sane 404ᵇ. mit bezeichnung der dehnung des stammvocals: saane frauenzimmerlex. 1671; cremor lactis al. flos lactis, der milch rahn, so sich oben auff der milch sambet, saane. Corvinus fons latinitatis 1, 179; sahn oder rohm Coler hausbuch 3, 47. der ursprung des wortes ist dunkel, sicher scheint nur die verwandtschaft mit dem umgelauteten senne (s. dasselbe). das wort bedeutet das fette der milch, cremor, flos lactis, was sonst auchrahm (sp. 63), flott (theil 3, 1826), schmand heiszt: vgl. mnd. sane, dar me af bottert, oxigallum. quelle bei Schiller-Lübben 4, 23ᵃ;
dieser speichert, was der schlump ihm wirft,
ballengut vom krane;
der, gedehnt auf prallem sofa, schlürft
schokolat' in sahne.
Voss 5, 3;
kleines völkchen (wichtelmännchen), unsre sahne
nascht es von der milch, und läszt
unbedeckt die schüssel stehen,
und die katze säuft den rest.
H. Heine 1, 155 Elster.
in übertragener bedeutung: mit dem pastor wirds ärger ... er ist auf dem wege, sich einen billetdoux-beschwerer anzuschaffen, sich nachts im bette zu pudern und der schelm wirft in der hitze, wie milch die warm steht, schon poetische sahne auf. J. Paul Titan 4, 6.
Zitationshilfe
„SAHNE“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=SAHNE>, abgerufen am 16.12.2018.

Weitere Informationen …