„Waisling ist nicht in unseren gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen vorhanden.

waisling m
Fundstelle: Lfg. 6 (1907), Bd. XIII (1922), Sp. 1062, Z. 76
schlund, weiterbildung des gleichbedeutenden waisel. bei Tobler 440 aus cod. Pop. wäsling 'so nennen die wienerischen metzger und flecksieder den schlund der ochsen'. in Siebenbürgen wêslänk 'speiseröhre des lammes'. Kisch 172.
waisling m
Fundstelle: Lfg. 6 (1907), Bd. XIII (1922), Sp. 1062, Z. 56
waise. weiterbildung von waise (wol nach findling), die dem älteren nhd. angehört, aber auch noch bei Pestalozzi vorkommt, der das wort als neutr. gebraucht: orbus, weysling vel losling. Diefenbach gl. 399ᵇ; orphanus, ein weyszling. Dasypodius 164ᵈ; das weiszle, der weiszling. Maaler 488ᵇ; waysling, pupillus, orphanus. Emmelius nomencl. 176; waisling, waisekind, das da weder vatter oder mutter hat, vatterlosz. sylva Oo 6ᵈ; weeseling, pupillus, orphanus. Kilian 659; fürmundung der waiszling, fürmundschafft, tutela, curatela. Henisch 1302, 37; wais, waisling, orfano, pupillo, orbato de' parenti. Krämer 1206ᵃ; wäise, oder wäisen-kind, wäisling, orfelin. Rädlein 1027ᵃ; zu underhaltung der spitalen, der findelkinder, der witwen, der kindbettern, der waiszling. Goldast reichs-satzungen 2 7 (remedien wider die beschwerden der teutschen nation. Regensburg 1508, art. 13); antwortet er ihm, er were eyn waiszling von vatter und mutter. Livius bei Rihel 314 (1575); wo ist der mann, von dem die wittwe, das waisling und der schwache und bedrängte ausspricht: 'so lange dieser mann in unsern mauern, in unsrer gemeinde lebt, wird mir nichts böses begegnen ..?' Pestalozzi 4, 356.
Zitationshilfe
„Waisling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/?qu=Waisling>, abgerufen am 22.05.2019.

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