„scheiszer ist nicht in unseren gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen vorhanden.

scheiszer m
Fundstelle: Lfg. 13 (1893), Bd. VIII (1893), Sp. 2468, Z. 31
(vgl. blackscheiszer, hosenscheiszer, klugscheiszer): schisser, merdator Dief. 357ᶜ; scheiszer, cacator, foriolus, peditor Frisch 2, 171ᶜ; nd. schiter brem. wb. 4, 663; vereinzelt im sinne von podex Schiller-Lübben nachtr. 254ᵇ; nld. schijter, kacker, foriolus Kilian. besonders zur bezeichnung eines kraftlosen, unansehnlichen menschen: ein alter scheiszer, ein alter, kraftloser mann. Castelli 227; nun war ein alter scheiszer gewesen, der hatte ein junges mägdlein zu einem weib genommen. Bebel facet. (1589) 89ᵃ; (der jüngling stöszt den treuen Eckart von sich mit den worten:)
heb dich hinausz für die hauszthür,
du alter wunderlicher scheiszer.
H. Sachs 2, 2, 51ᵃ (1570);
der alt scheiszer der wil darvon
gehn Malsi farn (sagt die frau, von ihrem manne).
3, 2, 211ᵈ (1561).
überhaupt von einem untauglichen menschen, einem tropfen: er ist ein rechter scheiszer. Stieler 1758, vgl. Schm. 2, 475. Lexer 216. Schöpf 598; besonders mit hervorhebung der feigheit: aber die, wo am meisten brülle, die syge die ärgste schyszer, wes druf achom. Gotthelf bauernsp. cap. 40. das dimin. scheiszerl im oberd. mit zärtlichem klange: das kleine scheiszerl, von einem kinde oder kleinen hunde. Hügel 135ᵇ, vgl. Schm. a. a. o.
Zitationshilfe
„scheiszer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/?view=1&qu=scheiszer>, abgerufen am 16.11.2018.

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