WDG – Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache

Das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) wurde in Berlin an der Deutschen Akademie der Wissenschaften (ab Oktober 1972: Akademie der Wissenschaften der DDR) zwischen 1952 und 1977 erarbeitet. Die gedruckte Version umfasst über 4 500 Seiten und enthält 90 000 bzw. unter Hinzunahme aller Komposita über 120 000 Stichwörter.

Grundlage für die Digitalisierung war bis auf den ersten Band (3. Auflage 1967) die Erstausgabe des WDG. Zwischen Februar und November 2002 wurde das WDG durch das Trierer Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften im Volltext digitalisiert, von der DWDS-Projektgruppe nachstrukturiert und im März 2003 auf der DWDS-Webseite unter dem Namen Elektronisches Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (eWDG) veröffentlicht. In den Folgejahren wurde das eWDG schrittweise weiter inhaltlich erschlossen und ausgezeichnet. Da das WDG nicht maschinell erstellt wurde und darüber hinaus viele Informationen nur implizit kodiert sind, wurden halbautomatische Verfahren mit manueller Nachkorrektur angewendet, um die Definitionen, Kompetenzbeispiele, Belege sowie die weiteren, z. B. grammatischen und pragmatischen, Angaben korrekt zu identifizieren und zu markieren.

Die Retrodigitalisierung des WDG, die als weitgehend abgeschlossen angesehen werden kann, hat zwei Entwicklungen ermöglicht: a) das digitalisierte Original wurde weitestgehend formgetreu auf der Webseite des DWDS bereitgestellt; b) durch eine Entkopplung des eWDG von der Printversion (s. Details zur Digitalisierung) konnten die lexikografischen Informationen in eine Datenbank überführt werden. Diese werden im Vorhaben seit 2009 kontinuierlich im DWDS-Wortinformationssystem überarbeitet und aktualisiert.