Wörterbücher

Einleitung

Den Kern des DWDS-Wortinformationssystems bilden die digitalen Versionen folgender Akademiewörterbücher: das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) und seine Überarbeitung im DWDS-Wörterbuch, das Etymologische Wörterbuch des Deutschen von Wolfgang Pfeifer, das Deutsche Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB) sowie – nach dessen geplanter Digitalisierung – dessen Neubearbeitung (²DWB). Darüber hinaus sind Teile des Großen Wörterbuchs der deutschen Sprache in 10 Bänden („Duden 1999“) eingebunden. Als weitere Quelle steht der kollaborativ erstellte openthesaurus zur Verfügung. Hinzu kommen Textkorpora sowie wortbezogene statistische Auswertungen.

In der Web-Ansicht führt das DWDS-Wortinformationssystem diese Quellen zusammen und ermittelt für „unbekannte Wörter“ automatisch erzeugte Angaben.

Aggregierte Ansicht: Alle Wörterbuchartikel werden aus verschiedenen Informationstypen aggregiert, insbesondere aus folgenden Angaben:

  • Rechtschreibung,
  • Grammatik und Wortbildung (teilautomatisch erzeugt),
  • Aussprache,
  • Bedeutung,
  • Etymologie,
  • bedeutungsverwandte Wörter (Thesaurus),
  • typische Verwendungsbeispiele aus Korpora (automatisch erzeugt),
  • typische Wortverbindungen (automatisch erzeugt).

Wortinformation für Wörter, die noch nicht lexikografisch bearbeitet sind: Durch die automatische morphologische Zerlegung des Suchworts können komplexe Wörter auf einfache Wörter, die im Wörterbuch bereits beschrieben sind, zurückgeführt werden. Zu Wörtern wie Machtgleichgewicht, Dauerthema, Pariastaat oder Auftragsplus gibt es dadurch bereits interessante Wortinformationen, obwohl diese (noch) nicht lexikografisch in unseren Wörterbüchern beschrieben wurden.

Weiterführende Literatur

  • Klein, Wolfgang und Alexander Geyken (2010): Das „Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache DWDS“. In: Lexicographica 26. Hrsg. von Ulrich Heid, Stefan Schierholz, Wolfgang Schweickard, Herbert Ernst Wiegand, Rufus H. Gouws und Werner Wolski, S. 79–96.
  • Alexander Geyken (2014): Methoden bei der Wörterbuchplanung in Zeiten der Internetlexikographie. Lexicographica, 30(1), 77–111.

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