Stellenangebote in den Projekten ZDL, DWDS und CLARIN-D

Überblick

Aktuelle Stellenangebote

Projektassistenz (E 10 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftlich-technische/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: Zentrum für digitale Lexikographie (ZDL)
  • Bewerbungsende: 17.12.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum frühestmöglichen Zeitpunkt ab dem 1. Januar 2019, zunächst befristet bis zum 31.12.2023
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 10 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext

Archiv Stellenangebote

IT Software-Entwicklung und Suchmaschine (E 13 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)
  • Bewerbungsende: 22.11.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet auf fünf Jahre
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit (Stellenumfang ggfs. teilbar)
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext (PDF, English text included)

IT Korpusannotation und Workflow (E 13 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: Zentrum für digitale Lexikographie (ZDL)
  • Bewerbungsende: 22.11.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet auf fünf Jahre
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit (Stellenumfang ggfs. teilbar)
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext

IT Software-Entwicklung und Workflow (E 13 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: Zentrum für digitale Lexikographie (ZDL)
  • Bewerbungsende: 12.11.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet auf fünf Jahre
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit (Stellenumfang ggfs. teilbar)
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext (PDF, English text included)

IT Software-Entwicklung und Qualitätssicherung (E 13 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: CLARIN-D
  • Bewerbungsende: 12.11.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet bis zum 30. September 2020
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext (PDF, English text included)

Kuration (E 13 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: CLARIN-D
  • Bewerbungsende: 12.11.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet bis zum 30. September 2020
  • Umfang von 50 % der vollen tariflichen Arbeitszeit
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext (PDF)

Dissemination (E 13 TV-L Berlin)

  • ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
  • Projekt: Zentrum für digitale Lexikographie (ZDL)
  • Bewerbungsende: 02.11.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet auf fünf Jahre
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit (Stellenumfang ggfs. teilbar)
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext (PDF)

Lexikographie (E 13 TV-L Berlin)

  • sechs wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
  • Projekte: Zentrum für digitale Lexikographie (ZDL) und Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)
  • Bewerbungsende: 29.10.2018
  • in Berlin-Mitte (Standort Gendarmenmarkt)
  • zum 1. Januar 2019, zunächst befristet auf fünf Jahre
  • Umfang von 100 % der vollen tariflichen Arbeitszeit (Stellenumfang ggfs. teilbar)
  • Eingruppierung nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin

Ausführlicher Ausschreibungstext (PDF)

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften in Berlin-Mitte,
von Reinhard Ferdinand (CC BY-SA 4.0)

Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL)

Wissenschaftlicher Hintergrund und Ziele

Das Deutsche ist eine der bedeutendsten Kultursprachen der Welt. Unsere Sprache in ihren unterschiedlichen Eigenschaften zu erforschen und die dabei gewonnenen Einsichten der Öffentlichkeit in umfassender, klarer und verständlicher Form zu vermitteln, ist eine dauerhafte Aufgabe von nicht nur wissenschaftlichem, sondern auch von großem gesellschaftlichem Interesse. Dies gilt vor allem für jenen Bereich, der für den Ausdrucksreichtum einer Sprache ausschlaggebend ist – den Wortschatz. Verlässliche Informationen über Schreibweise, Aussprache, Bedeutungen, grammatische Eigenschaften, regionale wie stilistische Variationen und Herkunft der Wörter des Deutschen sind für Wissenschaftler vieler Fächer, aber auch für Journalisten, Übersetzer, Lehrer und nicht zuletzt Deutschlerner aus aller Welt wichtig. Hier kann das Deutsche auf eine reiche Tradition der Wörterbucharbeit zurückblicken, wie sie nur für wenige andere Kultursprachen besteht. Sie reicht von dem monumentalen „Deutschen Wörterbuch“ der Brüder Grimm (1852–1961) über die unterschiedlichsten Spezialwörterbücher bis zu zweisprachigen Wörterbüchern für Reisende; getragen wurde sie größtenteils zum einen von den Akademien und einzelnen Universitätsinstituten, zum anderen von einer Reihe von Verlagen.

Diese Tradition ist innerhalb weniger Jahre in ernste Schwierigkeiten geraten. Das hat zwei Gründe:

  1. Die von Verlagen geschaffenen großen und oft hervorragenden Großwörterbücher werden nicht oder nur reduziert fortgeführt, weil sie sich wirtschaftlich nicht mehr tragen.
  2. Die großen im Akademienprogramm geförderten Wörterbücher dauern sehr lange und sind, da die derzeitigen Regularien des Akademienprogramms eine Höchstlaufzeit von 25 Jahren vorsehen, nur mehr schwer finanzierbar.

Ohne eine klug gestaltete öffentliche Förderung wird es keine der Bedeutung des Deutschen als Weltkultursprache angemessene Darstellung des deutschen Wortschatzes mehr geben. Diese Förderung muss so angelegt sein, dass sich viele einschlägige Einrichtungen in abgestimmter Weise an ihr beteiligen können. Sie muss, da Daueraufgaben aus dem Akademienprogramm ausgeschlossen sind, institutionell auf andere Weise abgesichert werden. Und sie muss die Integration und Fortführung der großartigen Ergebnisse der deutschen wissenschaftlichen Lexikographie durch die Schaffung einer neuen Forschungs- und Nutzungsumgebung sicherstellen.

Möglich wird dies durch den systematischen Einsatz digitaler Methoden in der Lexikographie, so wie sie in den letzten Jahren weltweit an verschiedenen Stellen entwickelt wurden. Mit diesen Methoden lassen sich auch die Ergebnisse der deutschen Lexikographie für zahlreiche IT-Anwendungen wie der Mensch-Maschine-Interaktion und das „Textmining“ nutzen.

Ziel des auf lange Sicht angelegten Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL) ist es, ein digitales Informationssystem zu entwickeln und zu betreiben, das den deutschen Wortschatz umfassend und verlässlich beschreibt und das diese Beschreibung nutzergerecht ausgestaltet. Dabei soll auch das bisherige lexikalische Wissen, so wie es sich in vorhandenen Wörterbüchern niederschlägt, in geeigneter Weise eingebunden werden. Das Zentrum verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar mit gesellschaftlichem Nutzen. Es muss Aktualität sicherstellen: Der Wortschatz einer Sprache verändert sich ja fortwährend, und diesem Wandel muss das Wörterbuchsystem gerecht werden. Entsprechendes gilt für die älteren Sprachstadien, in denen sich der Wortschatz zwar nicht mehr ändert, wohl aber unsere Kenntnis über ihn durch neu erschlossene Texte.

Dies ist eine Aufgabe, die sich von einzelnen Akademien oder Universitätsinstituten nicht bewältigen lässt; sie erfordert Beiträge aus vielen Forschungsstätten, die jeweils zeitlich und thematisch beschränkte Module bearbeiten. Nachhaltig lässt sich ein solches Vorhaben aber nur verwirklichen, wenn ein stabiler, institutionell verfasster Kern besteht, der das System technisch und lexikographisch betreut, die einzelnen Module koordiniert, in flexibler Weise integriert und auf lange Sicht verfügbar macht. Anders als beim klassischen Wörterbuch wird in der digitalen Lexikographie der Wortschatz nicht in Form gedruckter Bücher beschrieben, sondern als digitales lexikalisches System, das über das Internet für alle Interessierten zugänglich ist. Es besteht aus einzelnen Komponenten, die digital miteinander verbunden sind, sich in überschaubarer Zeit bearbeiten lassen und einzeln finanzierbar sind. Einige dieser Module gelten der flexibel erweiterbaren Datengrundlage, andere der Beschreibung bestimmter Worteigenschaften (Aussprache, Schreibweise, Bedeutungen, Herkunft usw.), und wiederum andere stellen bestimmte Suchwerkzeuge zur Verfügung. Auf diese Weise wird es zum einen möglich, dass sich verschiedene Forschungsstätten an der Entwicklung beteiligen, und zum anderen, dass der Ausbau mit dem Erkenntnisfortschritt wie auch mit der steten Veränderung der Sprache selbst Schritt hält. Es ist weiterhin möglich, die Nutzer selbst in die Entwicklung des Systems einzubinden und es fortwährend ihren spezifischen Interessen und Bedürfnissen anzupassen.

Träger des ZDL und Kooperationspartner

Vier der in der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossenen Akademien tragen das ZDL:

Hinzukommen zwei Kooperationspartner:

Das Zentrum für digitale Lexikographie wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und soll – vorbehaltlich der endgültigen Finanzierungszusage – zum 1. Januar 2019 seine Arbeit aufnehmen. Im Rahmen der maximal achtjährigen Aufbauphase erhalten die BBAW (Projektkoordination, Gegenwartslexikographie, IT-Plattform, Computerlinguistik), die AdWG (Wortgeschichten) sowie das IDS (Kooperationspartner für Neologismen und für gegenwartssprachliche Textkorpora) finanzielle Unterstützung.

Aufbauphase des ZDL

Schwerpunkt der auf acht Jahre angelegten Aufbauphase ist die Bearbeitung des älteren Neuhochdeutsch (AdWG) und des Gegenwartsdeutsch (BBAW). Dazu soll analog zu den Akademienvorhaben an der BBAW und der AdWG je eine Arbeitsstelle eingerichtet werden, über deren Ausstattung und Aufgaben die beiden Akademien gemeinsam entscheiden.

Technisch und auch bezüglich der verwendeten lexikalischen Ressourcen und Textkorpora soll die Plattform des ZDL auf der Plattform des DWDS aufbauen. Dazu muss es gemeinsam mit anderen wichtigen Forschungsstätten in geeigneter Weise ausgebaut werden; hierzu tragen insbesondere die Akademien in Göttingen, Leipzig und Mainz mit ihren Epochenwörterbüchern des Deutschen, aber auch viele andere thematisch einschlägige Einrichtungen bei.

Im Berliner Teil des Zentrums greifen die Arbeiten eines interdisziplinären Teams (aus den Bereichen Sprachwissenschaft, Lexikographie, Computerlinguistik und Informatik) ineinander. In der lexikographischen Arbeit werden korpusbasierte Beschreibungen des Wortschatzes der deutschen Gegenwartssprache erstellt bzw. bestehende Wörterbuchartikel überarbeitet. Die dafür notwendigen Korpora basieren auf den im DWDS erarbeiteten Ressourcen und werden sukzessive weiter ausgebaut. Computerlinguistische Werkzeuge zur stärkeren Automatisierung der lexikographischen Arbeit sollen entwickelt bzw. angepasst werden. Die Projektergebnisse werden über die Webplattform des ZDL zeitnah der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dieser bereits beim DWDS erprobte interdisziplinäre Ansatz wird das ZDL zu einer zentralen Instanz in der korpusbasierten (Internet-)Lexikographie machen, die auf nationaler und internationaler Ebene Maßstäbe im Bereich der gegenwartssprachlichen Lexikographie setzen kann.