Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl

DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl

Plenarsaal des Deutschen Bundestages, Pixabay-Lizenz

Am 26. September 2021 steht die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag an – ein spannendes, richtungweisendes Ereignis: Denn dies ist die erste Wahl in der Geschichte der Bundesrepublik, in der die amtierende Kanzlerin bzw. der amtierende Kanzler nicht wieder antritt. Die politischen Karten werden also neu gemischt. Welche der insgesamt 53 auf dem Wahlzettel verzeichneten Parteien am Wahlabend etwas zu jubeln haben, welche letztendlich den Kanzler oder die Kanzlerin stellen wird, ist noch ganz und gar offen.

Wie bei jedem Ereignis, über das die Medien ausführlich berichten, das in der Öffentlichkeit und den sozialen Medien diskutiert und kommentiert wird, fallen vertraute und weniger vertraute Fachbegriffe, werden neue Schlagwörter in die Debatte geworfen, so

  • bekannte und weniger bekannte Ausdrücke wie Mehrheitswahlrecht, Stimmensplitting, Erst- und Zweitstimme,
  • schwierige Termini, die besonders auf dem komplizierten deutschen Wahlrecht beruhen: Überhang- oder Ausgleichsmandate, Höchstzahlverfahren,
  • neue und weniger neue Wortbildungen, die aktuelle Konstellationen thematisieren: Deutschland-Koalition, Kenia-Koalition, Desinformationskampagne.

Als gegenwartssprachliches Wörterbuch möchten wir in leicht zugänglicher Weise Klarheit über die Bedeutung dieser komplexen Begriffswelt vermitteln. Unser Redaktionsteam hat dafür ein DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl zusammengestellt, das Definitionen zu etwa 190 Begriffen rund um das politische Großereignis liefert, wobei die Bedeutungsbeschreibungen mit direktem Bezug zur Bundestagswahl im Glossar typographisch hervorgehoben sind. Jeder Glossareintrag ist mit dem ausführlichen Wörterbucheintrag des DWDS verknüpft, der wiederum Verwendungsbeispiele aus der aktuellen Presse, Hinweise auf typische Wortverbindungen und auf bedeutungsverwandte Wörter enthält. Das Glossar wird in der Zeit bis zur Wahl von unserer Redaktion fortlaufend erweitert und aktualisiert.

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z
A
  • Abgeordnete, die, der
    1. Person, die mit bestimmten Vollmachten versehen entsendet wird
      1. ● [spezieller, Politik] Mitglied einer parlamentarischen Volksvertretung
  • Abgeordnetenmandat, das
    1. [Politik] Amt bzw. Aufgabenbereich eines durch Wahl bestimmten Mitgliedes eines Parlaments; Sitz (4) in einem Parlament
  • Abgeordnetensitz, der
    1. 1. [metonymisch] Amt eines (durch Wahl bestimmten) Mitgliedes eines Parlaments
    2. 2. einem Abgeordneten in einem Parlamentssaal o. Ä. zugewiesener Sitzplatz
  • Ampel, die
    1. 1. der Verkehrsregelung dienende, mit mindestens zwei, meist drei (rot, gelb, grün) verschiedenfarbigen Lichtsignalen ausgestattete Anlage
      1. a) Koalition aus SPD, FDP und Grünen
      2. b) auf der Verpackung von Lebensmitteln befindliche, mehrstufige und auf den Farben rot, gelb, grün basierende Kennzeichnung, die leicht verständlich den Gehalt der enthaltenen gesundheitsrelevanten Nährstoffe angibt
    2. 2. (Hänge-)‍Lampe
      1. 3.
        Synonym zu Blumenampel
    3. Ampelkoalition, die
      1. in einer politischen Vertretung angestrebte oder bestehende formale oder informelle Koalition (a) aus sozialdemokratischen (oder sozialistischen), liberalen und grünen Parteien
    4. Ausgleichsmandat, das
      1. einer Partei in einem Verhältniswahlsystem zum Ausgleich von Überhangmandaten einer anderen Partei zusätzlich erteiltes Abgeordnetenmandat, um ein genaues Verhältnis von Abgeordnetenmandaten zur erreichten Stimmenzahl der einzelnen Parteien wiederherzustellen
    5. Auszählung, die
      1. entsprechend der Bedeutung von auszählen (1)
    6. amtliches Endergebnis, Mehrwortausdruck
      1. das nach Auszählung aller Stimmen durch eine dazu befugte Körperschaft (Behörde, Ausschuss o. Ä.) festgestellte Ergebnis einer Wahl
    7. auszählen, Verb
      1. 1. ⟨jmd. zählt etw. aus⟩ durch Zählen (2) die genaue Anzahl ermitteln
      2. 2. [Boxen] ⟨jmd. zählt jmdn. aus⟩ den kampfunfähig geschlagenen Boxer durch Zählen bis zehn für besiegt erklären
    B
    • Briefwahl, die
      1. 1. System der Wahl (2), bei welcher die Stimme (4) als Brief per Post verschickt wird und nicht in einem Wahllokal abgegeben wird
      2. 2. briefliche Stimmabgabe bei Wahlen; die Teilnahme an einer Wahl (2), indem man den Stimmzettel als Brief mit der Post schickt und nicht in einem Wahllokal in eine Urne (2) wirft
    • Bundestag, der
      1. 1. durch die Bundestagswahl bestimmtes, aus (durch Erst- und Zweitstimmen) auf vier Jahre gewählten Abgeordneten gebildetes, gesetzgebendes Organ (4) der Bundesrepublik Deutschland, das das Budgetrecht (1) hat, den Bundeskanzler wählt und die Exekutive kontrolliert
        1. ● [metonymisch] Gebäude‍(bereich), in dem der Bundestag (1) arbeitet
      2. 2. [historisch] ...
        1. 3. (Jahres-)‍Tagung der Gesamtvertretung eines föderativ organisierten Verbandes
      3. Bundestagsabgeordnete, die, der
        1. von den Wählern eines Wahlkreises oder von einer Partei bzw. Wählervereinigung (über Listen) als politische Vertretung in den Bundestag (1) entsandte Person
      4. Bundestagsmandat, das
        1. 1. [Politik] Amt bzw. Aufgabenbereich eines durch Wahl bestimmten Mitgliedes des Bundestags; Sitz (4) im Bundestag
        2. 2. vom Bundestag bzw. der Mehrheit seiner Abgeordneten erteilter Auftrag (an die Streitkräfte)
      5. Bundestagswahl, die
        1. Wahl (2), in der von den wahlberechtigten deutschen Staatsbürgern über die Zusammensetzung des Deutschen Bundestages auf (in der Regel) jeweils vier Jahre entschieden wird
      6. Bundeswahlausschuss, der
        1. Gremium, das den ordnungsgemäßen Ablauf aller zu einer Bundestagswahl gehörenden Prozesse und Handlungen überwacht
      7. Bundeswahlgesetz, das
        1. Gesetz (1) zur Regelung der Wahlen (2) zum Deutschen Bundestag
        2. Bundeswahlleiter, der
          1. Person, die für die Kontrolle der ordnungsgemäßen Vorbereitung und Durchführung einer Wahl auf Bundesebene verantwortlich ist
        3. Bundeswahlleiterin, die
          1. weibliche Person, die für die Kontrolle der ordnungsgemäßen Vorbereitung und Durchführung einer Wahl auf Bundesebene verantwortlich ist
        4. Bundeswahlordnung, die
          1. Rechtsverordnung zur Regelung einer Reihe von Einzelheiten der Durchführung der Wahlen (2) zum Deutschen Bundestag
        5. bürgerlich, Adj.
          1. 1. [Recht] den Bürger (1) und dessen Rechtsstellung betreffend
            1. 2. den Bürger (2) und dessen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen o. ä. Stand betreffend
              1. a) dem Bürgerstand¹ (1) angehörig, zuzurechnen
              2. b) für das Bürgertum charakteristische Werte, Anschauungen darstellend, (politisch) vertretend, repräsentierend; für den Bürgerstand¹ (1) kennzeichnend, typisch, repräsentativ
              3. c) [abwertend] für den als überkommen, einengend oder verachtenswert aufgefassten Bürgerstand¹ (1) typisch: altmodisch, zugeknöpft, spießerhaft, sinnentleert
          C
          • christdemokratisch, Adj.
            1. 1. [Politik] auf demokratischen Prinzipien in Verbindung mit Grundwerten christlicher Sozial- und Gesellschaftsethik beruhend, von diesen geprägt, diese vertretend
            2. 2. [Politik] ...
              1. a) [allgemeiner] einer an christdemokratischen (1) Werten orientierten Partei angehörend, von dieser (in ein Parlament, ein politisches Amt o. Ä.) abgeordnet
              2. b) in Deutschland: der Christlich Demokratischen Union (CDU) angehörend, von dieser (in ein Parlament, ein politisches Amt o. Ä.) abgeordnet
          • christsozial, Adj.
            1. 1. [Politik]
              Synonym zu christdemokratisch (1)
            2. 2. [Politik] ...
              1. a) [allgemeiner] einer an christsozialen (1) Werten orientierten Partei angehörend, von dieser (in ein Parlament, ein politisches Amt o. Ä.) abgeordnet
              2. b) der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU) angehörend, von dieser (in ein Parlament, ein politisches Amt o. Ä.) abgeordnet
          D
          • Desinformationskampagne, die
            1. Kampagne, die auf das gezielte Verbreiten von falschen Informationen über einen Sachverhalt, eine Person o. Ä. ausgelegt ist
          • Deutschland-Koalition, die
            1. in einer politischen Vertretung angestrebte oder bestehende formale oder informelle Koalition (a) aus christdemokratischen (oder konservativen), sozialdemokratischen (oder sozialistischen) und liberalen Parteien
          • Direktkandidat, der
            1. Person, die sich persönlich (nicht über die Kandidatenliste einer Partei) in einem Wahlkreis für ein politisches Mandat zur Wahl stellt
          • Direktkandidatin, die
            1. weibliche Person, die sich persönlich (nicht über die Kandidatenliste einer Partei) in einem Wahlkreis für ein politisches Mandat zur Wahl stellt
          • Direktmandat, das
            1. Mandat (1 b), das ein Kandidat bei einer Parlamentswahl erhält, wenn er in seinem Wahlkreis die Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewinnt (und nicht, weil er auf der Liste von Kandidaten einer Partei steht)
          E
          • Einzelbewerber, der
            1. 1. [Politik] Kandidat (1) bei einer Wahl, der für keine Partei, Wählervereinigung o. Ä. antritt
            2. 2. jmd., der bei einer Abstimmung, Auswahl oder einem Wettbewerb, bei der auch kollektive Kandidaturen zulässig sind, allein antritt
          • Einzelbewerberin, die
            1. 1. Kandidatin bei einer Wahl, die für keine Partei, Wählervereinigung o. Ä. antritt
            2. 2. weibliche Person, die bei einer Abstimmung, Auswahl oder einem Wettbewerb, bei der auch kollektive Kandidaturen zulässig sind, alleine antritt
          • Elefantenrunde, die
            1. [im Bild, Politik] (meist im Vorfeld oder direkt im Anschluss von Wahlen stattfindende) Diskussionsrunde führender Politiker
          • Erfrischungsgeld, das
            1. in Deutschland: pauschale Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer
          • Ersatzwahl, die
            1. erneute Wahl zur Besetzung eines Postens in einem gewählten Gremium nach Ausscheiden des früheren Funktionsträgers
              1. ● [spezieller] erneute Wahl bei Ausscheiden eines in einem Wahlkreis direkt gewählten Abgeordneten
          • Erststimme, die
            1. [Politik] im deutschen Wahlrecht: Stimme (4), die man bei der Bundes- oder Landtagswahl für einen Kandidaten (1 b) des eigenen Wahlkreises abgibt (und nicht für Landesliste einer Partei)
          • Erstwähler, der
            1. Person, die (vor allem bei einer politischen Wahl) zum ersten Mal wählen darf, weil sie das vorgeschriebene Mindestalter erreicht hat
          • Erstwählerin, die
            1. weibliche Person, die (vor allem bei einer politischen Wahl) zum ersten Mal wählen darf, weil sie das vorgeschriebene Mindestalter erreicht hat
          • extremistisch, Adj.
            1. von einer politisch extremen (b) Einstellung geprägt; einer Gruppierung mit extremen politischen Ansichten angehörend, diese (in einem Parlament o. Ä.) vertretend
          F
          • Fernsehduell, das
            1. im Fernsehen übertragenes Streitgespräch zwischen zwei Spitzenpolitikern, die für ein hohes Amt kandidieren
          • Fernsehtriell, das
            1. im Fernsehen ausgestrahltes, von drei Personen geführtes Wortgefecht, Streitgespräch von drei Kandidaten, Bewerbern für ein Amt
          • Flügel, der
            1. 1. (beweglicher) meist an der Außenseite befindlicher, paarig bzw. spiegelbildlich angeordneter Teil von etw.
            2. 2. [Zoologie] am Rumpf sitzendes Flugorgan bei Vögeln, Insekten und Fledertieren
              1. 3. [Botanik] ...
                1. 4. [Technik, meist umgangssprachlich] ...
                  1. 5. [Musikinstrumentenbau] auf drei Beinen stehendes Klavier, dessen horizontal gespannte Saiten (a) in einem waagerechten, aufklappbaren und an die Form eines Vogelflügels erinnernden Resonanzkörper gespannt sind
                  2. 6. [Architektur] nicht freistehender, abgewinkelt anschließender Teil bzw. Anbau² (2), Seitenbau eines Gebäudes bzw. Gebäudekomplexes
                  3. 7. [Militär] äußerster seitlicher Teil einer Gefechtsgliederung, Front (1 b, 2), Formation o. Ä.
                  4. 8. [Politik] Gruppierung innerhalb einer Organisation (z. B. einer Partei, Initiative) o. Ä., die eine bestimmte (politische) Richtung vertritt
                  5. 9. [Ballsport] Bereich (in unmittelbarer Nähe der Seitenlinie) am linken und rechten Rand des Spielfelds
                    1. 10. [Schach] an den seitlichen Rändern des Schachbretts befindliche Felder der Linien a, b, c (und d) sowie (e,) f, g und h
                  6. Fraktion, die
                    1. 1. [Politik] in einer parlamentarischen Institution: organisatorische Gliederung der Abgeordneten einer Partei; organisatorische Gliederung der Abgeordneten voneinander unabhängiger, meist eng kooperierender Parteien mit gleicher bzw. korrespondierender (2) politischer Ausrichtung
                    2. 2. [übertragen] eigenständige Interessen verfolgende Gruppe innerhalb einer übergeordneten Gemeinschaft
                    3. 3. [Chemie] (z. B. durch Destillation, Extraktion oder Kristallisation) abgetrennter Teil eines Stoffgemisches
                    4. 4. besonders in manchen Teilen der Schweiz und in Westösterreich: einzeln gelegener Ortsteil, Ort (einer meist ländlichen Gemeinde)
                  7. Fraktionsgemeinschaft, die
                    1. Zusammenschluss von Abgeordneten zweier oder mehrerer voneinander unabhängiger Parteien zu einer gemeinsamen Fraktion (1)
                  8. Fünfprozenthürde, die
                    1. [umgangssprachlich]
                  9. Fünfprozentklausel, die
                    1. [Politik] Klausel im Wahlrecht, die bestimmt, dass Parteien mit weniger als 5 Prozent der abgegebenen Stimmen keinen Sitz im Parlament erhalten
                  G
                  • Große Koalition, Mehrwortausdruck
                    1. in einer politischen Vertretung angestrebte oder bestehende formelle oder informelle Koalition (a) aus den beiden Parteien mit den meisten Abgeordneten
                  • Grundmandatsklausel, die
                    1. in der Bundesrepublik Deutschland auf Bundesebene und in einigen Bundesländern: Bestimmung, nach der eine Partei mit einem Zweitstimmenanteil von unter fünf Prozent entsprechend ihrem Stimmenanteil Sitze im Parlament erhält, wenn sie bei der Wahl mindestens drei Direktmandate erzielt
                  • grün, Adj.
                    1. 1. Farbe des Sonnenspektrums zwischen Gelb und Blau
                      1. 2. mit der Farbe mehr oder weniger verbundene Sonderbedeutungen
                        1. a) frisch, saftig
                        2. b) unreif
                        3. c) [scherzhaft] drückt Sympathie aus
                        4. d) die Landwirtschaft betreffend
                        5. e) die Belange und Erfordernisse der Ökologie, besonders des Umweltschutzes, berücksichtigend, ihnen entsprechend, gerecht werdend
                        6. f) ökologischen (2) Themen und Zielen, besonders dem Umweltschutz, verpflichtet
                        7. g) [Politik] zu einer bestimmten, ökologischen (2) Zielen verpflichteten politischen Partei gehörend oder diese betreffend; häufig als Bestandteil von Namen politischer Parteien oder Parlamentsfraktionen
                    H
                    • Hochrechnung, die
                      1. 1. [Statistik] Verfahren, bei dem mittels Übertragung empirischer, durch Stichproben gewonnener Befunde Aussagen über eine Grundgesamtheit getroffen werden (z. B. zur Vorhersage von Wahlergebnissen)
                      2. 2. [seltener] [Informations- und Telekommunikationstechnik] (Verfahren zur) Erhöhung der Auflösung einer Darstellung mittels Berechnung zusätzlicher Pixel und Kantenglättung
                    • Höchstzahlverfahren, das
                      1. bei der Umrechnung von Wählerstimmen in Abgeordnetensitze: Rechenverfahren, bei dem die Stimmenzahlen für alle Parteien mit Anspruch auf Abgeordnetensitze durch eine Divisorreihe geteilt und die Sitze in der Reihenfolge der größten sich hieraus ergebenden Zahlen (Quotienten) vergeben werden
                    I
                    • imperatives Mandat, Mehrwortausdruck
                      1. Mandat (1 b), das den Mandatsträger (Abgeordnete, Delegierte o. Ä.) an bestimmte inhaltliche Vorgaben der von ihm Vertretenen bindet
                    J
                    • Jamaika-Koalition, die
                      1. in einer politischen Vertretung angestrebte oder bestehende formale oder informelle Koalition (a) aus christdemokratischen (oder konservativen), grünen und liberalen Parteien
                    • Jungwähler, der
                      1. Jugendlicher, der das für die Teilnahme an einer Wahl festgesetzte Alter erreicht hat
                    • Jungwählerin, die
                      1. Jugendliche, die das für die Teilnahme an einer Wahl festgesetzte Alter erreicht hat
                    K
                    • Kandidatenkür, die
                      1. Auswahl und Ernennung eines Kandidaten (für die Bewerbung um ein politisches Amt, eine Stelle, einen Auftritt o. Ä.)
                    • Kanzlerduell, das
                      1. 1. öffentlich ausgetragenes Streitgespräch zweier Kandidaten, Bewerbern für das Amt des Bundeskanzlers
                      2. 2. [allgemeiner] Konkurrenzkampf zweier Politiker um das Amt des Bundeskanzlers
                    • Kanzlerkandidat, der
                      1. in Deutschland: für eine der größeren Parteien antretender, von der Partei nominierter Spitzenkandidat, der im Falle einer parlamentarischen Mehrheit seiner Partei oder einer Koalition mit entscheidendem Anteil seiner Partei durch den Bundestag zum Kanzler gewählt werden würde
                      2. Kanzlerkandidatin, die
                        1. in Deutschland: für eine der größeren Parteien antretende, von der Partei nominierte Spitzenkandidatin, die im Falle einer parlamentarischen Mehrheit ihrer Partei oder einer Koalition mit entscheidendem Anteil ihrer Partei durch den Bundestag zur Kanzlerin gewählt werden würde
                      3. Kenia-Koalition, die
                        1. in einer politischen Vertretung angestrebte oder bestehende formale oder informelle Koalition (a) aus christdemokratischen (oder konservativen), sozialdemokratischen (oder sozialistischen) und grünen Parteien
                      4. Kleinpartei, die
                        1. [Politik] Partei mit einer kleinen Mitgliederzahl und einem meist geringen politischen Einfluss
                      5. Kleinstpartei, die
                        1. [Politik] Kleinpartei mit besonders wenigen Mitgliedern und gewöhnlich geringem Einfluss auf die politische Willensbildung
                      6. Koalition, die
                        1. Zweckbündnis zur Erreichung bestimmter gemeinsamer Ziele
                          1. a) Zweckbündnis politischer Parteien o. Ä. mit dem Ziel, eine Mehrheit in einer Volksvertretung (oder einer anderen Vertretungskörperschaft) zu erreichen (und gemeinsam eine Regierung zu bilden)
                          2. b) Zweckbündnis von Staaten zur Erreichung gemeinsamer politischer und vor allem militärischer Ziele
                          3. c) [Arbeitsrecht] Vereinigung von Arbeitnehmern bzw. Arbeitgebern zur Wahrnehmung kollektiver Interessen, vor allem durch den Abschluss von Tarifverträgen
                      7. Koalitionsaussage, die
                        1. Erklärung einer Partei im Vorfeld einer Wahl, im Falle einer gemeinsamen Mehrheit (der Abgeordnetensitze) mit einer oder mehreren anderen Parteien eine Regierungskoalition bilden zu wollen
                      8. Koalitionsvereinbarung, die
                        1. Absichtserklärung mehrerer in einem Parlament vertretenen Parteien über die Bildung einer Koalition (a) und deren wichtigste politische Vorhaben für die beginnende oder laufende Legislaturperiode
                        2. Koalitionsverhandlung, die
                          1. Beratung mehrerer in einem Parlament vertretener Parteien über die Bildung einer Koalition (a)
                        3. Koalitionsvertrag, der
                          1. in Form eines Vertrages festgelegte Koalitionsvereinbarung
                        4. konstituierende Sitzung, Mehrwortausdruck
                          1. erstes Zusammentreten eines neu gewählten oder gebildeten Gremiums
                        5. kumulieren, Verb
                          1. 1. [bildungssprachlich] ⟨jmd. kumuliert etw.⟩ anhäufen, versammeln, zusammenzählen
                            1. ● [spezieller] bei Wahlen mit mehreren Stimmen: für einen Kandidaten mehrere Stimmen auf dem Wahlzettel angeben
                          2. 2. [besonders CH] ⟨etw. kumuliert (sich)⟩ sich häufen, verstärken
                        L
                        • Landesliste, die
                          1. [Politik] von einer Partei oder Wählervereinigung für ein Bundesland zur Landtags-, Bundestags- oder Europawahl aufgestellte Wahlliste (1)
                        • Landtag, der
                          1. 1. in Deutschland und Österreich: Parlament eines Bundeslandes oder Freistaates
                          2. 2. Parlamentsgebäude, Domizil des Landtages (1)
                          3. 3. [historisch] Versammlung der ständischen Vertretungen (Landstände, Ständekorporationen)
                        • Legislatur, die
                          1. 1. Zeitraum, für den eine gesetzgebende Körperschaft gewählt ist; Legislaturperiode
                          2. 2. [veraltet] gesetzgebende Körperschaft
                          3. 3. [veraltet] Gesetzgebung
                        • Legislaturperiode, die
                          1. Zeitraum, für den eine gesetzgebende Körperschaft, besonders ein Parlament, gewählt wird (und an den oft die Amtszeit der Exekutive gekoppelt ist)
                        • Leihstimme, die
                          1. 1. Zweitstimme, die ein Wähler an eine Partei vergibt, die nicht die Partei des mit der Erststimme gewählten Direktkandidaten ist
                          2. 2. Stimme, die ein Kandidat von Wählern eines anderen politischen Lagers erhält, weil kein Kandidat dieses politischen Lagers antritt oder gewählt werden kann
                        • Liberalismus, der
                          1. 1. philosophische und politische Auffassung, Lehre und darauf beruhende politische Strömung, die für eine erfolgreiche Entwicklung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft die freie Entfaltungsmöglichkeit des Einzelnen und insbesondere die weitgehende Freiheit des Einzelnen von staatlichen Eingriffen zugrunde legt und fordert
                          2. 2. [seltener] [übertragen] Gewährenlassen, Toleranz
                        • Limettenkoalition, die
                          1. Synonym zu Zitruskoalition
                        • Linke1, die
                          1. 1. linke Hand; linke Faust; linke Seite
                            1. 2. der als politisch links (vor allem als sozialistisch) geltende Teil des Parteien- und Meinungsspektrums; linker Flügel, linke Strömung innerhalb einer Partei oder Organisation
                            2. Listenaufstellung, die
                              1. Erstellen einer zur Wahl stehenden Liste von Kandidaten und Kandidatinnen durch eine Partei; die daraus entstandene Liste
                            3. Listenführer, der
                              1. 1. jmd., der auf einer Wahlliste (z. B. einer Landesliste bei einer Bundestagswahl) an erster Stelle steht
                              2. 2. [seltener] jmd., der aufgrund seiner Leistungen auf einer Liste in einem bestimmten Bereich an erster Stelle steht, vor allem im Sport
                              3. 3. [seltener] jmd., der eine Liste (erstellt und) verwaltet, regelmäßig anpasst und ergänzt
                            4. Listenkandidat, der
                              1. Kandidat für ein Mandat, der über eine Liste einer Partei, einer Wählervereinigung o. Ä., also nicht direkt als Person gewählt werden kann
                            5. Listenkandidatin, die
                              1. Kandidatin für ein Mandat, die über eine Liste einer Partei, einer Wählervereinigung o. Ä., also nicht direkt als Person gewählt werden kann
                            6. Listenwahl, die
                              1. 1. [Politik] Wahlverfahren, bei dem nicht einzelne Personen, sondern Parteien, Wählervereinigungen o. Ä. zu Wahl stehen und deren Kandidaten in Listen zusammengefasst sind
                              2. 2. Aufstellung einer Wahlliste durch eine Partei oder Wählervereinigung durch das Votum ihrer Mitglieder, von Delegierten eines Parteitags o. Ä.
                            7. liberal, Adj.
                              1. 1. auf den Prinzipien des (politischen, wirtschaftlichen) Liberalismus beruhend, von diesen geprägt, diese vertretend
                              2. 2. einer an liberalen (1) Werten orientierten Partei angehörend
                              3. 3. in gesellschaftlichen Fragen oder Angelegenheiten freizügiges Handeln befürwortend, eine tolerante Einstellung zeigend
                              4. 4. [Religion] offen für eine Anpassung religiöser Normen an sich verändernde gesellschaftliche Wertvorstellungen
                            8. links1, Adverb
                              1. 1. auf eine Fläche oder den Raum bezogen
                                1. 2. in der politischen Anschauung zur Linken Linken¹ (2) gehörend
                                2. 3. (auf der) Innenseite eines Stoffes, Kleidungsstücks o. Ä.
                                3. 4. [Handarbeit, meist Stricken] mit linken Maschen
                              2. links2, Präposition
                                1. 1. auf der linken Seite (vom Sprecher oder von einem Objekt aus gesehen)
                                2. 2. auf der linken Seite des politischen Spektrums, im Verhältnis zu einer anderen Partei o. Ä.
                              3. linksextremistisch, Adj.
                                1. extremistisch und vor allem antikapitalistisch, antidemokratisch o. ä. und oft gewaltbereit
                              4. linksliberal, Adj.
                                1. [Politik] eine politische Einstellung und Weltanschauung vertretend, die linksgerichtete und liberale Inhalte und Ziele verbindet
                                  1. aus einem Zusammenschluss linksgerichteter und liberaler Parteien oder Politiker bestehend
                              M
                              • Mandat, das
                                1. 1. Auftrag zur Ausführung einer fremden Angelegenheit
                                  1. a) [Recht] Auftrag zur juristischen Vertretung
                                  2. b) [Politik] durch Wahl ausgedrückter Auftrag für ein politisches Amt oder eine politische Aufgabe
                                  3. c) [Völkerrecht] Auftrag und Berechtigung für oder durch eine internationale Organisation (z. B. UN), ein von gewalttätigen, militärischen Konflikten betroffenes Land zu sichern
                                2. 2. Amt des Abgeordneten im Parlament, Abgeordnetensitz (1)
                                3. 3. [historisch]
                                  Synonym zu Mandatsgebiet, siehe auch Treuhandgebiet
                              • Mehrheitswahl, die
                                1. Wahl zu einer Vertretungskörperschaft (etwa zu einem Parlament o. Ä.), bei der verschiedene Kandidaten nebeneinander zur Wahl antreten und jeweils derjenige Kandidat gewählt ist, der die meisten Stimmen erzielt
                              • Mehrheitswahlrecht, das
                                1. Wahlrecht, bei dem innerhalb eines Wahlkreises nur derjenige Kandidat als gewählt gilt, der die meisten Stimmen erhalten hat
                              • Mehrheitswahlsystem, das
                                1. Wahlsystem, dem für (bestimmte) Wahlen die Mehrheitswahl zugrunde liegt (wobei jeweils derjenige Kandidat gewählt ist, der die meisten Stimmen erzielt)
                              N
                              • Nachwahl, die
                                1. 1. erneut angesetzte Wahl (2), wenn in einem Wahlkreis oder in einem Wahlbezirk die Wahl nicht durchgeführt worden ist oder wenn ein Wahlkreisbewerber in der Zeit zwischen der Zulassung des Kreiswahlvorschlages und der Wahl stirbt
                                2. 2. erneute Wahl bei Ausscheiden eines in einem Wahlkreis direkt gewählten Abgeordneten
                                3. Nachwahlbefragung, die
                                  1. Befragung (1) von Wählern nach dem Verlassen des Wahllokals zu ihrer Stimmabgabe, um Hochrechnungen für die Wahlberichterstattung o. Ä. zu erstellen
                                4. Nichtwähler, der
                                  1. Person, die bei einer politischen Wahl ihre Stimme (4) nicht abgibt
                                5. Nichtwählerin, die
                                  1. weibliche Person, die bei einer politischen Wahl ihre Stimme (4) nicht abgibt
                                O
                                P
                                • Parlament, das
                                  1. 1. in demokratischen Staaten mit Gewaltenteilung: vom Volk (2) gewähltes, aus einer bestimmten Zahl von Abgeordneten gebildetes gesetzgebendes Organ (4) eines Staates oder Gliedstaates, das meist das Budgetrecht (1) hat, das Regierungsoberhaupt oder hohe Funktionsträger wählt sowie die Exekutive kontrolliert; zusammenfassende Bezeichnung für das aus zwei Kammern (II 1) gebildete gesetzgebende Organ (4) eines Staates mit einem Zweikammersystem
                                    1. 2. Gebäude, in dem ein Parlament (1) seinen Sitz hat und üblicherweise tagt
                                  2. Parteiprogramm, das
                                    1. ...
                                      1. a) [Politik] von einer politischen Partei verabschiedetes, die politischen Richtlinien, Ziele und Forderungen zusammenfassendes strategisches Grundsatzpapier
                                      2. b) [meist umgangssprachlich] (von politischen Parteien, Gruppierungen oder meist parteilosen Einzelbewerbern) vor einer Wahl veröffentlichte Erklärung (2) über Ziele bzw. Wahlversprechen und geplante Maßnahmen für die bevorstehende Legislaturperiode
                                  3. Persönlichkeitswahl, die
                                    1. Wahl, bei der im Gegensatz zur Listenwahl einzelne Bewerber in ein Amt oder Mandat gewählt werden
                                  4. Programmatik, die
                                    1. (langfristig angelegtes) System von Aussagen über die Zielsetzung bzw. Zielvorstellungen einer Partei, politischen oder sozialen Gruppierung o. Ä.
                                  5. Protestpartei, die
                                    1. politische Partei oder Wählervereinigung, in deren Wahl sich in erster Linie die Unzufriedenheit der Wähler mit den zur Wahl stehenden etablierten Parteien ausdrückt
                                  6. Protestwahl, die
                                    1. Wahl (2), bei der viele Wähler aus Unzufriedenheit mit den zur Wahl stehenden etablierten Parteien ihre Stimme anderen, meist politisch extremen Parteien geben
                                  7. Protestwähler, der
                                    1. Wähler, der eine Partei oder eine Person mit oft extremen Ansichten wählt, um durch diese Wahl seinen Unwillen gegenüber der herrschenden Politik oder den etablierten Parteien auszudrücken
                                  8. Protestwählerin, die
                                    1. Wählerin, die eine Partei oder eine Person mit oft extremen Ansichten wählt, um durch diese Wahl ihren Unwillen gegenüber der herrschenden Politik oder den etablierten Parteien auszudrücken
                                  R
                                  • Rechte1, die
                                    1. 1. rechte Hand; rechte Faust; rechte Seite
                                      1. 2. [Politik] der als politisch rechts (vor allem als konservativ) geltende Teil des Parteien- und Meinungsspektrums; rechter Flügel, rechte Strömung innerhalb einer Partei oder Organisation
                                      2. Regierungsauftrag, der
                                        1. 1. Auftrag, der von einer Regierung (1 b) oder in deren Namen einer Person, einem Unternehmen o. Ä. erteilt wird
                                          1. 2. (durch das höchste Verfassungsorgan förmlich erteilter oder nach einen Wahlsieg beanspruchter) Auftrag zur Bildung einer Regierung
                                        2. Regierungspartei, die
                                          1. die Regierung bildende, an der Regierung beteiligte Partei im Parlament
                                        3. rechts1, Adverb
                                          1. 1. auf eine Fläche oder den Raum bezogen
                                            1. 2. in der politischen Anschauung zur Rechten¹ (2) gehörend
                                            2. 3. (auf der) Außenseite eines Stoffes, Kleidungsstücks o. Ä.
                                            3. 4. [Handarbeit, meist Stricken] mit rechten Maschen
                                          2. rechts2, Präposition
                                            1. 1. auf der rechten Seite (vom Sprecher oder von einem Objekt aus gesehen)
                                            2. 2. auf der rechten Seite des politischen Spektrums, im Verhältnis zu einer anderen Partei o. Ä.
                                          3. rechtsextrem, Adj.
                                          4. rechtsextremistisch, Adj.
                                            1. [Politik] extremistisch und vor allem nationalistisch, fremdenfeindlich, antidemokratisch o. ä. und oft gewaltbereit
                                          5. rechtsliberal, Adj.
                                            1. [Politik] eine politische Einstellung und Weltanschauung vertretend, die rechtsgerichtete und liberale Inhalte und Ziele verbindet
                                              1. aus einem Zusammenschluss rechtsgerichteter und liberaler Parteien oder Politiker bestehend
                                          S
                                          • Schattenkabinett, das
                                            1. [Politik] für den Fall der Regierungsübernahme von der Oppositionspartei eines Parlaments aufgestelltes Kabinett
                                          • Sitzverteilung, die
                                            1. Verteilung der Sitze (4) in einem Parlament, einer Körperschaft o. Ä. auf Abgeordnete oder Delegierte verschiedener Parteien oder Gruppierungen
                                          • Sondierungsgespräch, das
                                            1. besonders vor offiziellen Koalitionsverhandlungen: (informelles) Gespräch, das dazu dient, die allgemeine Situation zu besprechen und inhaltliche Gemeinsamkeiten und mögliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Beteiligten auszuloten
                                          • Sperrklausel, die
                                            1. Sonderbestimmung, durch die jmd. oder etw. eingeschränkt bzw. ausgeschlossen wird
                                              1. ● [Politik] Bestimmung im Verhältniswahlrecht, die festlegt, dass Parteien, die insgesamt im Wahlgebiet weniger als einen bestimmten Prozentsatz der abgegebenen Stimmen erhalten haben, nicht oder nur unter besonderen Bedingungen in das Parlament einziehen dürfen
                                          • Spitzenkandidat, der
                                            1. Person, die in der Wahlliste einer Partei, politischen Gruppierung den führenden Listenplatz bzw. einen der führenden Listenplätze einnimmt
                                          • Spitzenkandidatin, die
                                            1. weibliche Person, die in der Wahlliste einer Partei, politischen Gruppierung den führenden Listenplatz bzw. einen der führenden Listenplätze einnimmt
                                          • Splitterpartei, die
                                            1. [Politik, umgangssprachlich] (als Abspaltung von einer größeren Partei entstandene) Partei mit einer kleinen Anhängerschaft und Wählerschaft, deren politische Bedeutung und deren Stimmanteil bei Wahlen relativ gering sind
                                          • Stammklientel, die
                                            1. 1. Gesamtheit der Personen, die eine bestimmte Dienstleistung (von einer bestimmten Person oder Institution) in Anspruch nehmen oder ein bestimmtes Produkt erwerben möchten
                                            2. 2. [Politik] Gesamtheit der Stammwähler bzw. traditionellen Wählergruppen (einer Partei o. Ä.)
                                          • Stammwähler, der
                                            1. Person, die über mehrere Wahlen hinweg für dieselbe Partei stimmt, ihr für längere Zeit treu bleibt
                                          • Stammwählerin, die
                                            1. weibliche Person, die über mehrere Wahlen hinweg für dieselbe Partei stimmt, ihr für längere Zeit treu bleibt
                                          • Stimmabgabe, die
                                            1. Übermittlung des Votums (1) bei einer Wahl bzw. Abstimmung durch den Abstimmungsberechtigten durch Einreichen eines Wahlzettels, durch Eingabe an einem Wahlcomputer, durch ein Handzeichen oder eine ähnliche Geste
                                          • Stimmauszählung, die
                                            1. Erfassung der bei einer Wahl oder Abstimmung abgegebenen Stimmen und Zuordnung zu den beteiligten Parteien oder Kandidaten
                                          • Stimmensplitting, das
                                            1. bei Wahlen mit einem personalisierten Verhältniswahlrecht, nach dem die Wähler zwei Stimmen abgeben können: Wahl eines Direktkandidaten, der nicht der Partei angehört, die mit der Zweitstimme gewählt wird
                                          • Stimmenthaltung, die
                                            1. 1. Weigerung, an einer Wahl oder Abstimmung teilzunehmen; bei einer nicht geheimen Wahl sichtbar gemachte Willensbekundung, sich für keine der zur Abstimmung stehenden Personen, Optionen o. Ä. zu entscheiden
                                            2. 2. als nicht abgegeben gewertete bzw. gezählte Stimme bei einer Wahl oder Abstimmung
                                          • Stimmvieh, das
                                            1. [verächtlich] Masse der Wähler, deren Meinung und Verhalten die Parteien oder Kandidaten nur im Hinblick auf das Abstimmungsergebnis interessiert
                                          • Stimmzettel, der
                                            1. Formular für die Stimmabgabe bei einer Wahl, einem Bürgerentscheid, einem Bürgerbegehren o. Ä.
                                          • Stimmzettelschablone, die
                                            1. Papier mit Blindenschrift, das blinde oder stark sehbehinderte Personen über den Stimmzettel legen, um durch passende Löcher selbständig und unbegleitet die gewünschte Position ankreuzen zu können
                                          • sozialdemokratisch, Adj.
                                            1. 1. [Politik] auf demokratischen Prinzipien in Verbindung mit Prinzipien einer sozial bzw. sozialistisch orientierten Gesellschaftstheorie beruhend, von diesen geprägt, diese vertretend
                                            2. 2. [Politik]
                                              entsprechend der Bedeutung von Sozialdemokratie
                                              1. a) [allgemeiner] einer an sozialdemokratischen (1) Werten orientierten Partei angehörend, von dieser (in ein Parlament, ein politisches Amt o. Ä.) abgeordnet
                                              2. b) in Deutschland: der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) angehörend, von dieser (in ein Parlament, ein politisches Amt o. Ä.) abgeordnet
                                          • sozialliberal, Adj.
                                            1. soziale und liberale Ziele verfolgend; sozialistisch-liberal; von einem politischen Bündnis: soziale und liberale politische Kräfte umfassend
                                          T
                                          • Triell, das
                                            1. 1. [besonders Fernsehen] von drei Personen geführtes Wortgefecht, Streitgespräch von drei Kandidaten, Bewerbern für ein Amt
                                            2. 2. häufig als mathematisch zu beschreibendes Gedankenexperiment: Form des Duells (1), bei dem drei anstelle von zwei Personen mit Pistolen aufeinander (jeder gegen jeden) zielen
                                          • tolerieren, Verb
                                            1. 1. ⟨jmd., etw. toleriert jmdn., etw.⟩ jmdn., etw. dulden; etw. gelten, jmdn. gewähren lassen
                                              1. ● [spezieller, Politik] (als Fraktion) zulassen, dass eine Regierung ohne parlamentarische Mehrheit gewählt wird, zulassen, dass diese Regierung bestimmte Vorhaben durchsetzt
                                            2. 2. [oft Technik] ⟨jmd., etw. toleriert etw.⟩ Abweichungen von einem bestimmten Maß oder Wert zulassen bzw. verkraften
                                          U
                                          • Unterstützungsunterschrift, die
                                            1. Unterschrift von einer wahlberechtigten Person, die eine Partei, Liste oder ein Kandidat unter bestimmten Bedingungen benötigt, um sich zu einer Wahl (für den Bundestag, Nationalrat o. Ä.) aufstellen zu lassen
                                            2. Urnengang, der
                                              1. Wahl oder Abstimmung, bei denen die Wahlscheine von den Abstimmenden selbst oder von einer dazu befugten Person in eine Wahlurne gesteckt werden
                                            3. Überhangmandat, das
                                              1. [Politik] Abgeordnetenmandat für einen Direktkandidaten, das eine Partei über die Anzahl der ihr nach dem Anteil der Zweitstimmen zustehenden Mandate hinaus gewonnen hat
                                            V
                                            • Verhältniswahl, die
                                              1. Wahl zu einer Vertretungskörperschaft (etwa zu einem Parlament, einem Stadtrat o. Ä.), bei der von politischen Gruppierungen (besonders von Parteien) aufgestellte Listen gewählt werden und jede Gruppierung so viele Sitze erhält, wie es ihrem Prozentanteil an der Gesamtstimmenzahl entspricht
                                            • Verhältniswahlrecht, das
                                              1. Wahlrecht (1), das für (bestimmte) Wahlen die Verhältniswahl festlegt (für das also das prozentuale Verhältnis der für die einzelnen Parteien o. Ä. abgegebenen Stimmen bei der Sitzverteilung maßgebend ist)
                                            • Verhältniswahlsystem, das
                                              1. Wahlsystem, dem für (bestimmte) Wahlen die Verhältniswahl zugrunde liegt (wobei also das prozentuale Verhältnis der für die einzelnen Parteien o. Ä. abgegebenen Stimmen bei der Sitzverteilung maßgebend ist)
                                            • Volkspartei, die
                                              1. politische Partei, die durch ihr breites programmatisches (1) Themenspektrum Mitglieder und Anhänger in verschiedenen Teilen der Bevölkerung hat und deshalb bei Wahlen meist einen hohen Stimmenanteil erzielt
                                            • Volksvertretung, die
                                              1. Institution einer Demokratie, die auf verschiedenen organisatorischen Ebenen durch gewählte Abgeordnete das Volk als Souverän repräsentiert
                                            W
                                            • Wahlabend, der
                                              1. [Politik] der Abend eines Tages, an dem eine Wahl stattgefunden hat, Hochrechnungen und erste Ergebnisse bekanntgegeben werden und sich Politiker der an der Wahl beteiligten Parteien öffentlich äußern
                                            • Wahlalter, das
                                              1. gesetzlich vorgeschriebenes Mindestalter als eine der Voraussetzungen für die Ausübung des aktiven und des passiven Wahlrechts
                                            • Wahlanalyse, die
                                              1. Untersuchung und Auslegung (1) der Ergebnisse einer Wahl bzw. mehrerer Wahlen
                                            • Wahlbenachrichtigung, die
                                              1. amtliches Schreiben, in dem Zeitpunkt und Ort einer Wahl mitgeteilt, auf die Möglichkeit der Stimmabgabe per Brief hingewiesen wird usw.
                                            • Wahlbeobachter, der
                                              1. Person, die berechtigt ist, den Vorgang einer Wahl im Wahlraum und die Auszählung der Stimmen zu verfolgen und gegebenenfalls Manipulationen zu melden
                                            • Wahlbeobachterin, die
                                              1. weibliche Person, die berechtigt ist, den Vorgang einer Wahl im Wahlraum und die Auszählung der Stimmen zu verfolgen und gegebenenfalls Manipulationen zu melden
                                            • Wahlbeobachtung, die
                                              1. (durch Wahlbeobachter vorgenommene) Überprüfung einer Wahl hinsichtlich ihrer ordnungsgemäßen Durchführung
                                            • Wahlberechtigte, die, der
                                              1. Person, die aufgrund von bestimmten Kriterien (Alter, Staatsangehörigkeit o. Ä.) das aktive Wahlrecht (2) besitzt
                                            • Wahlbestimmung, die
                                              1. (gesetzliche) Regelung (2), welche die Durchführung von Wahlen (2) betrifft
                                            • Wahlbeteiligung, die
                                              1. ...
                                                1. a) Anteil der Stimmberechtigten, die bei einer Wahl (2) ihr aktives Wahlrecht (2) wahrnehmen, ausüben (2)
                                                2. b) [seltener] Wahrnehmung (2 ●), Ausübung des aktiven Wahlrechts
                                            • Wahlbetrug, der
                                              1. 1. bewusste Manipulation des formalen Ablaufs einer Abstimmung oder von deren Ergebnis
                                              2. 2. Täuschung der Wähler, indem vor einer Abstimmung gemachte Versprechen nach einem Wahlerfolg nicht eingehalten werden oder im Wahlkampf nachträglich als falsch erwiesene Aussagen getroffen werden
                                            • Wahlcomputer, der
                                              1. informationstechnische Anlage, die die Abgabe und Auszählung der Stimmen bei einer Wahl ermöglicht und unterstützt
                                            • Wahldebakel, das
                                              1. [verstärkend, Politik] ...
                                                1. a)
                                                2. b) [verstärkend, Politik] Skandal, Eklat im Zusammenhang mit einer Wahl
                                            • Wahlempfehlung, die
                                              1. Vorschlag, eine bestimmte Partei oder einen bestimmten Kandidaten zu wählen
                                            • Wahlfälschung, die
                                              1. Synonym zu Wahlbetrug (1)
                                            • Wahlgang, der
                                              1. Synonym zu Wahl (2), Abstimmung (1), Urnengang
                                              2. Wahlgeheimnis, das
                                                1. Prinzip besonders politischer Wahlen, wonach weder aufgezeichnet werden noch nachvollziehbar sein darf, welche konkrete Wahlentscheidung eine Person getroffen hat
                                              3. Wahlgesetz, das
                                                1. Gesetz (1) zur Regelung der Durchführung von (bestimmten) Wahlen (2)
                                              4. Wahlhelfer, der
                                                1. 1. Person, die eine andere Person oder eine Partei im Wahlkampf um ein bestimmtes Amt, Sitze im Parlament o. Ä. unterstützt
                                                2. 2. Person, die meist ehrenamtlich bei der Durchführung einer Wahl (2), der Auszählung der Stimmen usw. hilft
                                              5. Wahlhelferin, die
                                                1. 1. weibliche Person, die eine andere Person oder eine Partei im Wahlkampf um ein bestimmtes Amt, Sitze im Parlament o. Ä. unterstützt
                                                2. 2. weibliche Person, die meist ehrenamtlich bei der Durchführung einer Wahl (2), der Auszählung der Stimmen usw. hilft
                                              6. Wahlkabine, die
                                                1. abgeteilter Raum im Wahllokal, der es dem Wähler ermöglicht, unter Wahrung des Wahlgeheimnisses den Stimmzettel für die Abgabe vorzubereiten
                                              7. Wahlkampf, der
                                                1. (Zeitraum der) Werbung von Parteien, Wählervereinigungen, Kandidaten o. Ä. vor einer Wahl (2) um die Stimmen der Wahlberechtigten
                                              8. Wahlkampfkosten, nur Pl.
                                                1. Ausgaben einer Partei bzw. eines Kandidaten für die Wahlwerbung
                                              9. Wahlkampfkostenerstattung, die
                                                1. [historisch, noch umgangssprachlich] nach erhaltenen Stimmen pauschal berechnete staatliche Kompensation für Ausgaben von Parteien für den Wahlkampf
                                              10. Wahlkampfthema, das
                                                1. einer der Hauptinhalte eines Wahlkampfes
                                              11. Wahlkreis, der
                                                1. räumlich abgegrenzter Teil des Wahlgebietes (etwa des Gesamtstaates oder des Bundeslandes), dessen wahlberechtigte Bürger einen oder mehrere Abgeordnete in die Vertretungskörperschaft (etwa den Bundestag oder den Landtag) wählen
                                              12. Wahlkreiskandidat, der
                                                1. Person, die sich in einem Wahlkreis auf ein Direktmandat für ein Parlament bewirbt
                                              13. Wahlkreiskandidatin, die
                                                1. weibliche Person, die sich in einem Wahlkreis auf ein Direktmandat für ein Parlament bewirbt
                                              14. Wahlkreisreform, die
                                                1. Neuordnung der Unterteilung des Wahlgebietes (z. B. des Gesamtstaates oder eines Teilstaates) in Wahlkreise; Neuzuschnitt von Wahlkreisen
                                              15. Wahlliste, die
                                                1. 1. Verzeichnis der von einer Partei, einer Wählervereinigung o. Ä. für eine Wahl aufgestellten Kandidaten
                                                2. 2. [seltener]
                                              16. Wahllokal, das
                                                1. Ort, an dem Wahlberechtigte ihre Stimme (4) abgeben können, indem sie den Stimmzettel in einer Wahlkabine ausfüllen und in die Wahlurne (1) einwerfen, befördern
                                              17. Wahlmanipulation, die
                                                1. unberechtigter Eingriff in den Ablauf einer Wahl mit dem Ziel, das Wahlergebnis zu beeinflussen
                                              18. Wahlmaschine, die
                                                1. 1. mechanisches oder elektronisches Wahlgerät, das zur Abgabe und Zählung von Wählerstimmen eingesetzt wird
                                                2. 2. (interaktive) Anwendung (3), die der Vermittlung von Informationen über eine bevorstehende Wahl dient
                                                3. 3. [übertragen, gelegentlich abwertend] Partei, Organisation, die die von ihr zu einer (aussichtsreichen) Spitzenkandidatur nominierte Person (überwiegend) geschlossen unterstützt (und zum Wahlsieg führt)
                                                4. 4. [übertragen] System der Anbahnung, Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Wahlen
                                              19. Wahlmodus, der
                                                1. Verfahrensweise bei einer Wahl (2) oder bei der Ermittlung eines Wahlergebnisses
                                              20. Wahlniederlage, die
                                                1. [besonders Politik] das Unterliegen oder unerwartet schlechte Abschneiden einer Partei oder eines Kandidaten bei einer Wahl (2)
                                              21. Wahlordnung, die
                                                1. Vorschrift zur Regelung der Durchführung bestimmter Wahlen (2)
                                                  1. a) Rechtsverordnung zur Regelung von Einzelheiten bestimmter Wahlen (2)
                                                  2. b) [seltener] (gesetzlich fixierte) Art und Weise der Durchführung von Wahlen
                                              22. Wahlparteitag, der
                                                1. Zusammenkunft, auf der sich eine Partei oder (politische) Vereinigung auf eine Wahl vorbereitet, z. B. Kandidaten aufstellt und ein Wahlprogramm verabschiedet
                                              23. Wahlparty, die
                                                1. 1. zwanglose Zusammenkunft, die eine Partei am Abend einer Wahl (2) für ihre Kandidaten und Mitglieder organisiert
                                                2. 2. Wahlkampfveranstaltung im Stil einer Party zur Motivierung der Anhänger einer Partei oder um Spenden für den Wahlkampf einzuwerben
                                              24. Wahlprognose, die
                                                1. (aufgrund bestimmter Informationen getroffene) Voraussage des Ausgangs einer Wahl
                                              25. Wahlprogramm, das
                                                1. von einer politischen Partei oder einem Kandidaten verfasstes Dokument, in dem die mit einer bestimmten Wahl verbundenen Absichten und Ziele der Partei oder Person dargestellt sind
                                              26. Wahlrecht, das
                                                1. 1. Gesamtheit der gesetzlichen Bestimmungen zur Durchführung von Wahlen
                                                2. 2. Befugnis bzw. gesetzlich festgelegter Anspruch (c), als wahlberechtigte und als wählbare Person an der Wahl von Körperschaften oder Amtsträgern teilzunehmen
                                              27. Wahlregister, das
                                                1. 1. amtliches Verzeichnis, in das alle formell wahlberechtigten Personen eingetragen sind
                                                2. 2. amtliche Liste von Personen, Parteien bzw. sonstigen politischen Vereinigungen, die bei einer Wahl (2) kandidieren
                                              28. Wahlschein, der
                                                1. amtliche Bescheinigung, die zur Wahl in einem anderen als dem für den Wählenden festgelegten Wahllokal des Stimmbezirks oder zur Teilnahme an der Briefwahl berechtigt
                                                2. Wahlschlappe, die
                                                  1. [umgangssprachlich]
                                                    Synonym zu Wahlniederlage
                                                3. Wahlsystem, das
                                                  1. Gesamtheit der Regelungen und Prozesse zur Durchführung von Wahlen
                                                  2. Wahltagsbefragung, die
                                                  3. Wahlurne, die
                                                    1. 1. Behälter, in dem bei einer Wahl oder Abstimmung die abgegebenen Stimmzettel gesammelt werden
                                                    2. 2. [metonymisch] Wahl, Abstimmung
                                                    3. Wahlvolk, das
                                                      1. 1. [gelegentlich abwertend] Gesamtheit der Wahlberechtigten in der Bevölkerung eines Landes; Gesamtheit der Personen, die für eine bestimmte Partei, Person o. Ä. gestimmt haben oder vermutlich stimmen werden
                                                      2. 2. [selten] Volksgruppe, der man nicht durch Geburt, sondern durch bewusste Wahl (1) verbunden ist
                                                    4. Wahlvorstand, der
                                                      1. Gruppe gewählter oder eingesetzter Personen, die für die Durchführung von Wahlen in der Politik, in einem Betrieb o. Ä. verantwortlich sind
                                                    5. Wahlzettel, der
                                                      1. Synonym zu Stimmzettel
                                                    6. Wechselwähler, der
                                                      1. Person, die von Wahl zu Wahl ihre Präferenz (für eine bestimmte Partei) ändert
                                                    7. Wechselwählerin, die
                                                      1. weibliche Person, die von Wahl zu Wahl ihre Präferenz (für eine bestimmte Partei) ändert
                                                    8. Wiederholungswahl, die
                                                      1. erneute Wahl (2), wenn im Wahlprüfungsverfahren eine Wahl ganz oder teilweise für ungültig erklärt wurde
                                                    9. Wählerauftrag, der
                                                      1. aus der Sicht einer (in ein Amt) gewählten Person oder Partei mit der Wahl verbundene Verpflichtung zu einem bestimmten (politischen) Handeln
                                                    10. Wählerstimme, die
                                                      1. von einer Person bei einer Wahl meist geheim und schriftlich abgegebene Willensbekundung
                                                    11. Wählerverzeichnis, das
                                                      1. amtliche Liste aller Bürger, die bei einer Wahl (2) für ein Amt ihre Stimme (4) abgeben dürfen
                                                    Z
                                                    • Zitruskoalition, die
                                                      1. in einer politischen Vertretung angestrebte oder bestehende formale oder informelle Koalition (a) aus grünen und liberalen (und gegebenenfalls anderen) Parteien
                                                    • Zusammentritt, der
                                                      1. 1. [Politik] (meist erste) Versammlung, Zusammenkunft eines Parlaments, gewählten Organs o. Ä.
                                                      2. 2. [allgemeiner, veraltet] Aufeinandertreffen, Zusammentreffen
                                                    • Zweitstimme, die
                                                      1. 1. [Politik] im deutschen Wahlrecht: Stimme (4), die man bei der Bundes- oder Landtagswahl für die Landesliste einer Partei abgibt, nicht für den Kandidaten eines Wahlkreises
                                                        1. 2. [Wirtschaft] im deutschen Mitbestimmungsrecht: zusätzliche, ausschlaggebende Stimme des Vorsitzenden bei einer Abstimmung im Aufsichtsrat
                                                        2. 3. [Musik] zusätzliche Stimme bei einer gesanglichen oder musikalischen Darbietung

                                                      Stand: 16.05.2022
                                                      Einträge: 197
                                                      Hinweis: Sie können dieses Themenglossar auch als Atom-Feed abonnieren.

                                                      Zitationshilfe
                                                      „DWDS-Themenglossar zur Bundestagswahl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, </themenglossar/Bundestagswahl-2021>, zuletzt geändert am 16.05.2022.

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