Äquivalenz

WorttrennungÄqui-va-lenz (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich Gleichwertigkeit; Wertgleichheit
2.
Logik Gleichwertigkeit des Wahrheitsgehaltes, der Bedeutung zweier Aussagen
3.
Mathematik Gleichwertigkeit zweier Mengen, die dann besteht, wenn es sich um Mengen gleicher Mächtigkeit handelt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Äquivalent · äquivalent · Äquivalenz
Äquivalent n. ‘Gegenwert, gleichwertiger Ersatz, Ausgleich’. Der gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges besonders in der Diplomatensprache in Zusammenhang mit Länder- oder Gebietsabtretungen aufkommende Ausdruck ist in Anlehnung an lat. Schreibweise aus gleichbed. frz. équivalent entlehnt, zu mlat. aequivalens (Genitiv aequivalentis) Part.adj. ‘gleichwertig’, Subst. ‘entsprechender Wert, Ersatz’, vgl. lat. aequus ‘gleich’ und valēre ‘stark sein, vermögen, geeignet, imstande, wert sein’. äquivalent Adj. ‘gleichwertig’ und Äquivalenz f. ‘Gleichwertigkeit’ (Mitte 19. Jh.; ein Frühbeleg von äquivalent aus den oberrheinischen Stadtrechten datiert aus dem Jahre 1731).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gegenwert · ↗Gleichwertigkeit · Äquivalenz

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beitrag Energie Leistung Masse Maß Prinzip moralisch strikt substantiell substanziell

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit bestätigt sich das Einsteinsche Gesetz von der Äquivalenz der Masse und Energie.
Die Zeit, 04.12.1981, Nr. 50
Inzwischen wurde diese Äquivalenz mit einer Genauigkeit von eins zu zehn Billionen bestätigt.
o. A.: Irrte Einstein? In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Bei diesem Gedankengang vernachlässigt Schönberg jedoch die Frage der enharmonischen Äquivalenz.
Austin, William W.: Neue Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 43415
Ebenso wie bei der Beihilfe gilt der Grundsatz der Äquivalenz.
o. A.: Einhundertsechsundachtzigster Tag. Donnerstag, 25. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18283
Hier wird die Entlohnung also prinzipiell gerade auf das personale Element unter Ausschluß einer genauen objektiven Äquivalenz gerichtet.
Simmel, Georg: Philosophie des Geldes. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1900], S. 15071
Zitationshilfe
„Äquivalenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Äquivalenz>, abgerufen am 21.08.2018.

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