Öhr, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Öhr(e)s · Nominativ Plural: Öhre
Aussprache
eWDG, 1974

Bedeutung

längliches Loch am oberen Ende der Nähnadel, durch das der Faden gezogen wird
Beispiel:
dieses Öhr ist zu klein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Öhr n. ‘ohrartige Öffnung, längliches Loch am oberen Ende der Nähnadel, durch das der Faden zu ziehen ist’, ahd. ōri (um 1000), mhd. œr(e), ōr(e), eine nur im dt. Sprachgebiet bezeugte j-Ableitung von dem unter ↗Ohr (s. d.) behandelten Substantiv. In verschiedenen anderen Sprachen haben dagegen die Bezeichnungen für Ohr auch den übertragenen Sinn ‘Öhr’ und ‘Henkel’ angenommen.

Typische Verbindungen zu ›Öhr‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Öhr‹.

Verwendungsbeispiele für ›Öhr‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn er schlecht übersetze, solle man ihn gehörig an den Öhren ziehen.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 740
Meine schnellen Herztöne dröhnten mir über den Verstärker in den Öhren.
konkret, 1984
Sie schiebt das Ende eines langen Fadens durch das Öhr einer sehr langen geraden Nadel und wiederholt dies am anderen Ende.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 298
Wenn der Faden im Öhr ist, geht das Kamel nicht mehr durch.
Die Zeit, 11.09.1970, Nr. 37
Es kommen auch verzierte Knochengeräte, Harpunen, Nähnadeln mit Öhr, Schmuck, vor allem in Form geschnitzter Vögel und Frauenstatuetten vor.
Rust, Alfred: Der primitive Mensch. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 633
Zitationshilfe
„Öhr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%96hr>, abgerufen am 02.04.2020.

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