Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Überfeinerung

Worttrennung Über-fei-ne-rung
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

allzu große Verfeinerung; überfeinerte Art

Verwendungsbeispiele für ›Überfeinerung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Figurenideal leitet mit der Tendenz zur Überfeinerung von der Renaissance zum Manierismus über. [o. A.: Lexikon der Kunst – C. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 20677]
Eine Reihe von Werken des genialischen William Lawes trägt Züge einer gewissen Überfeinerung; das volkstümliche Element tritt zurück. [Kahl, Willi u. a.: Fantasie. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 11661]
Dieser Ausdruck umgreift nicht nur Dekadenz, sondern auch Sensibilisierung, nicht nur Überfeinerung, sondern auch Verfeinerung. [Burkhardt, Werner: Jazz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 39787]
Mozart‑Interpretationen sind heikle Balanceakte zwischen Überfeinerung und Langeweile, Oberflächlichkeit und Bedeutungsüberfrachtung, naiver und wissender Phrasierung, singender und sprechender Deklamation, Abstraktion und Konkretion. [Die Zeit, 05.01.2006, Nr. 02]
Darin verrät sich noch eine ganze Portion von jener Stimmung der neurasthenischen Überfeinerung und des vornehmen, aristokratischen Leidens, die das Fin de siècle beherrscht hatten. [Die Welt, 24.05.2003]
Zitationshilfe
„Überfeinerung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%9Cberfeinerung>.

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