Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Überwurf, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Überwurf(e)s · Nominativ Plural: Überwürfe
Aussprache 
Worttrennung Über-wurf
Grundformüberwerfen
Wortbildung  mit ›Überwurf‹ als Letztglied: Spitzenüberwurf
eWDG

Bedeutungen

1.
österreichisch Decke, die als Zierde, zum Schutz über Betten, Polstermöbel gelegt wird
2.
Ringen Griff, bei dem man den Gegner fasst und über den Kopf hinter sich wirft
3.
veraltend loser Mantel, Umhang
Beispiel:
Er trug eine Gewandung, die er nie für möglich gehalten hätte: ein umfänglicher Überwurf, Leinen versilbert, darunter ein langes Hemd [ H. MannVollendung Henri Quatre7,238]

Thesaurus

Synonymgruppe
Poncho · Regenumhang · Überwurf
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Husse · Möbelbezug · Überwurf · Überzug
Synonymgruppe
Schonbezug · Schoner · Umhüllung · Überwurf
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Überwurf‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Überwurf‹.

Verwendungsbeispiele für ›Überwurf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann dürfen sie sich einen schwarzen Überwurf in passender Größe leihen, standesgemäß bodenlang. [Süddeutsche Zeitung, 14.03.2000]
Im hellen, togaähnlichen Überwurf wirken die würdigen Herren wie Gestalten aus der Antike. [Die Zeit, 23.09.1983, Nr. 39]
Tags wird es mit einem karierten Überwurf und großen Kissen dekoriert. [Bild, 15.06.1998]
Über uns bauscht sich die Seide des Überwurfs als Baldachin. [Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 228]
Für seinen fülligen Körper will er sich einen Überwurf kaufen. [Die Zeit, 16.09.1999, Nr. 38]
Zitationshilfe
„Überwurf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%9Cberwurf>.

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