Üppigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungÜp-pig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungüppig-keit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

üppig · Üppigkeit
üppig Adj. ‘in großer Fülle vorhanden, reichlich, strotzend’, ahd. uppīg ‘nichtig, leer, eitel, bedeutungslos, unnütz, müßig’ (9. Jh.), mhd. üppic, üppec, auch ‘überflüssig, leichtfertig, übermütig, hochfahrend’. Die Herkunft des hd. Adjektivs (mnd. uppich, woraus schwed. dän. yppig, kommt aus dem Hd.) ist ungewiß. Vielleicht gehört es zu der unter ↗übel (s. d.) behandelten Wortgruppe mit einer Bedeutung ‘über das Maß hinausgehend’, die sich zu ‘überflüssig, unnütz, leer, eitel’ und zu ‘strotzend, überreich’ weiterentwickelt. Üppigkeit f. ‘überreiche Fülle’ (16. Jh.), ahd. uppiheit, uppīgheit ‘Eitelkeit, Nichtigkeit, Gehaltlosigkeit’ (um 1000), mhd. üppecheit, üppekeit, üppikeit, auch ‘Leben im Überfluß, Vergänglichkeit, Leichtfertigkeit, Übermut’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abundanz · ↗Opulenz · ↗Reichhaltigkeit · Üppigkeit
Assoziationen
  • (ein) Überangebot (an) · (ein) Überfluss an · ausufernd (viel) · entschieden zu viel · mehr als genug · ↗zu viel · zu viel des Guten · über und über · ↗übergenug · ↗überreichlich · ↗überzählig  ●  (ein) Overkill an  engl., fig. · auf keine Kuhhaut gehen  ugs., fig. · des Guten zu viel  geh. · doppelt und dreifach  ugs. · jenseits von Gut und Böse  ugs. · nicht mehr feierlich  ugs. · noch und nöcher  ugs., scherzhaft · ↗viel zu viel  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausstattung Farbenpracht Fülle Garten Luxus Natur Pracht Schönheit Vegetation Vielfalt Wollust barock floral gewiss irrational orientalisch prägen subtropisch tropisch verschwenderisch weltlich übertreffen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Üppigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erstmals konnten Journalisten das fertiggestellte Zimmer in seiner barocken Üppigkeit bewundern.
Die Welt, 15.05.2003
Da geht natürlich die Jagd los, die Üppigkeit hat ihren Preis.
Die Zeit, 18.09.1987, Nr. 39
Gerade daß sie so unbekümmert ihre Üppigkeit zur Schau stellte, gefiel, imponierte.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 463
Zuviel Üppigkeit, immer die Nase im Fleisch, da kommt man gar nicht zum Kosten.
Schumacher, Ernst: Bertolt Brecht. In: Kaiser, Helmut (Hg.) Die Dichter des sozialistischen Humanismus, München: Dobbeck 1960, S. 40
Für eine ebensolche Auswirkung des Orients hielt er jederlei Üppigkeit in der Kunst.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 436
Zitationshilfe
„Üppigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Üppigkeit>, abgerufen am 27.06.2019.

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