ächzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungäch-zen
Wortbildung mit ›ächzen‹ als Letztglied: ↗aufächzen
eWDG, 1967

Bedeutung

seufzen, stöhnen
Beispiele:
laut, leise, schmerzlich ächzen
ächzen und stöhnen
schreiend und ächzend
sich ächzend bücken
unter einer schweren Last ächzen
der Kranke ächzte vor Schmerzen
bildlich knarren
Beispiele:
die Bäume ächzten im Sturm
der Wagen, das Bett, der Stuhl ächzt
die alten Dielen, ausgetretenen Stufen ächzen
die Pedale ächzen
das alte Klavier ächzte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ach · Ach1 · ächzen
ach Interjektion Ausdruck unterschiedlicher Empfindungen (Betroffenheit, Verwunderung, Bedauern, Klage), ahd. ah (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. ach, schwed. ack, dän. ak. Zu vergleichen sind außergerm. Formen wie aind. ahō, lat. ā, āh, aha, lit. àk, russ. ach, och (ах, ох), poln. ach, och, ohne daß etymologische Verwandtschaft angenommen werden muß. Dazu die Substantivierung Ach1 n. ‘Klage, Leid, Weh’, mhd. ach; besonders in den Verbindungen Weh und Ach (mhd. ach unde wē, 12. Jh.), Ach und Krach (16. Jh.), mit Ach und Krach ‘mit Mühe und Not, gerade noch’ (18. Jh.). ächzen Vb. ‘stöhnen, seufzen, (weh)klagen’ steht intensiv und iterativ (den Suffixbildungen auf ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend) zu ach, eigentlich ‘vielmals ach sagen’, mhd. ach(z)en, echzen. Vgl. ahd. ahhizōt n. ‘das Ächzen’ (Hs. 12. Jh.), ferner ähnliche Ableitungen wie russ. áchat’, óchat’ (ахать, охать), griech. aiázein (αἰάζειν, zur Interjektion αἴ) ‘ächzen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
seufzen · ↗stöhnen · ächzen
Assoziationen
Synonymgruppe
knarren · ↗knarzen · ↗knirschen · ↗kratzen · ↗quietschen · ↗schnarren · ächzen
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bleistift Bürde Fuge Gebälk Joch Last Schuldenberg Schuldenlast Steuerlast beben fluchen hecheln hinauf hörbar keuchen klappern knarren knarzen knirschen krachen krächzen quietschen rattern schnaufen schwitzen seufzen stöhnen vernehmlich wanken wimmern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ächzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter der immensen Belastung wird das Land noch lange ächzen.
Der Tagesspiegel, 11.04.2003
Ich bin froh, wenn ich hier frei rauskomme ", ächzt er atemlos.
Die Zeit, 01.03.1996, Nr. 10
Nur mit allergrößter Mühe gelang es mir, ächzend in halbwegs aufrechte Haltung zu gelangen.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 337
Die Bäume ächzten regelrecht unter der Last der schweren Schneemassen.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 180
Der Gram der ganzen Welt ächzt in meiner weiten unbeschränkten Seele!
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 15537
Zitationshilfe
„ächzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ächzen>, abgerufen am 21.11.2019.

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