änigmatisch
Worttrennungänig-ma-tisch (computergeneriert)
Wortbildung mit ›änigmatisch‹ als Erstglied: ↗änigmatisieren
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

selten, bildungssprachlich rätselhaft

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selbst das Detail ist änigmatisch: des Mantels Falte ist Engelsflügel und Leichentuch zugleich.
Die Zeit, 11.03.1960, Nr. 11
Kaiser Ferdinand III., den er u.a. schon mit Widmung eines »änigmatischen Stückleins« erfreut hatte, erhob ihn 1652 in den Adelsstand.
Albert, Hanns: Megerle. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1960], S. 39912
Sie ergeben ein einziges änigmatisches Denkbild im Sinne Benjamins, das natürlich besonders in dem nun historischen Jahr, mit dem es durch seinen Namen verbunden ist, eine starke Wirkung ausgeübt hat.
Der Tagesspiegel, 06.01.2002
Dies galt um so mehr, als die Schriftsprache, nachdem sie den Kontakt mit der Umgangssprache endgültig verloren hatte, damit zu einer Kunstsprache geworden war und bald das Schicksal aller Kunstsprachen teilte, sich zunehmend in änigmatischen Wendungen zu gefallen.
Bauer, Wolfgang: China. Verwirklichungen einer Utopie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 25539
Sie haben namentlich der Versuchung noch nicht genug widerstanden, fremde Gedankenwendungen in Plato hineinzutragen, wozu der änigmatische Charakter dieses Werks nur zu leicht verführt.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Zitationshilfe
„änigmatisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/änigmatisch>, abgerufen am 20.09.2017.

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