Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

äquivok

Worttrennung äqui-vok
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
Sprachwissenschaft, Philosophie zwei-, mehrdeutig, von verschiedener Bedeutung trotz gleicher Lautung
b)
bildungssprachlich doppelsinnig, verschieden deutbar

Verwendungsbeispiele für ›äquivok‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Oft sind seine Arbeiten märchenhaft, mystisch und äquivok, vielleicht religiös? [Die Zeit, 17.11.2005, Nr. 47]
Die mathematischen Zeichen sind ihrem Wesen nach univok, die Worte der Gemeinsprache sind immer äquivok. [Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 18597]
Sie faßt den Ausdruck »wahr« als äquivok auf und greift eine seiner Bedeutungen heraus. [Gawlick, G.: Wahrheit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 42510]
Das Altertum war im Gebrauche von obszönen Worten so eindeutig, daß es den Euphemismus in unserm Gebrauche von äquivok kaum verstanden hätte. [Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 18486]
Zitationshilfe
„äquivok“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%A4quivok>.

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