äsen

GrammatikVerb
Aussprache
Wortbildung mit ›äsen‹ als Letztglied: ↗abäsen
eWDG, 1967

Bedeutung

Jägersprache
Beispiele:
das Wild äst (= grast) auf der Lichtung
die Rehe zogen langsam äsend über die Wiese
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

äsen · Äsung · Äser · Geäse
äsen Vb. ‘fressen’ (von Rot- und Rehwild), mhd. æʒen, eine Ableitung von mhd. āʒ ‘Fressen, Speise’ (s. ↗Aas). In der Fachsprache der Jagd sind dazu gebildet Äsung f. ‘Nahrung, Nahrungsaufnahme’ (Mitte 16. Jh.), Äser m. ‘Maul’, Geäse n. ‘Maul, Nahrung’ (beide 1. Hälfte 18. Jh.), mhd. geæʒe ‘Futter’, besonders ‘Vogelfutter’ (14. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
grasen · ↗weiden · äsen
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antilope Hirsch Lichtung Reh Rentier Rudel friedlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›äsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Rand äsen hin und wieder ein paar anmutige Rehe.
Die Zeit, 22.03.1985, Nr. 13
Wir versprechen, daß auch noch Wild in unserem Wald äsen darf.
Süddeutsche Zeitung, 16.04.1996
Auch die Herde hat zu äsen aufgehört und schaut nach dem Posten.
Scherbening, Otto von: Safari. In: Exotische Jagdabenteuer, Reutlingen: Enßlin & Laiblin 1927 [1926], S. 17
Die Rentiere äsen irgendwo herum und kommen gelegentlich näher ans Feuer zu den mürrischen Männern.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 247
Wenn Rehe äsen, tun sie es im Hinblick auf die Vergangenheit des Verbums.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 65
Zitationshilfe
„äsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/äsen>, abgerufen am 26.04.2019.

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