Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ästimieren

Grammatik Verb · ästimiert, ästimierte, hat ästimiert
Aussprache 
Worttrennung äs-ti-mie-ren
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutung

veraltend jmdn., etw. schätzen, achten
Beispiel:
daß wir ihn […] so wenig ästimiert hatten [ RaabeIII 2,362]

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) hohe Meinung haben (von) · achten · akzeptieren · anerkennen · respektieren · schätzen · wertschätzen · würdigen · zu schätzen wissen  ●  (achtungsvoll) aufblicken zu  fig. · ehren  geh. · ästimieren  geh., veraltend

Verwendungsbeispiele für ›ästimieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was nicht auf Ihrem Mist wächst, das ästimieren Sie nicht. [Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 372]
Ich ästimiere solche Arbeiten, aber sie gehen mir nicht unter die Haut. [Die Welt, 09.09.2000]
Marivaux wurde in seinem achtzehnten Jahrhundert auch bei uns viel gespielt und von einem Lessing durchaus ästimiert. [Die Zeit, 26.07.1951, Nr. 30]
Nichts ist vage, und nirgendwo muß man den Verstand zu Hilfe nehmen, um die Besonderheit einer aufgerissenen Oberfläche zu erklären und zu ästimieren. [Die Zeit, 15.07.1954, Nr. 28]
Der von manchen Schwarmgeistern ästimierte Dichter Botho Strauß holte den lieben Toten 1984 aus der Grube und ließ ihn bühnenweihfestspielmäßig paradieren. [Süddeutsche Zeitung, 12.04.2003]
Zitationshilfe
„ästimieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%A4stimieren>.

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