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ätsch

GrammatikAusruf
Aussprache
Wortbildung formal verwandt mit: ↗ausätschen
eWDG, 1967

Bedeutung

Kindersprache drückt (gutmütigen) Spott aus
Beispiel:
Jetzt bekommst du nur noch Bindfädchen in den Zopf, ätsch [SeghersSiebtes Kreuz4,32]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ätsch Interjektion der Schadenfreude. Der besonders in mundartlich gefärbter Sprache verschiedener Gegenden verwurzelte, häufig als Doppelung ätsch, ätsch! vorkommende Ausruf (seit dem 17. Jh.) begleitet ursprünglich die sicherlich alte und verbreitete (vgl. ital. far lima lima) Spottgeste, bei der der eine Zeigefinger am anderen entlangfährt (daher vergleichend Schaberübgen genannt, Stieler 1691). Er ist als lautmalend anzusehen, wobei der verschärfte Zischlaut Spott und Verachtung unterstreicht.

Verwendungsbeispiele für ›ätsch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ich habe jetzt die Trommel - ätsch - ja, ich habe die Trommel.
Sorge, Reinhard Johannes: Der Bettler. In: Bertram, Matthias (Hg.), Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11089
Das klang nach »Ätsch« und war zu rund und platt.
Die Zeit, 25.04.2007, Nr. 18
An einem Kran befestigte die Gruppe ein Transparent mit der Aufschrift „Ätsch".
Die Zeit, 16.11.1990, Nr. 47
Zitationshilfe
„ätsch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%A4tsch>, abgerufen am 09.04.2020.

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