äußer

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungäu-ßer (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

Gegenwort zu inner
a)
außen liegend
Beispiele:
der äußere Rand
die äußere Wand, Tür
er trug bei dem Unfall äußere Verletzungen davon
[der Graben] der den großen äußeren Burghof von dem kleinen inneren trennte [FontaneGrete MindeI 1,239]
b)
nach außen in Erscheinung tretend
Beispiele:
die äußere Form, Gestalt, Wirkung, Erscheinung, Ordnung
ein äußerer Wandel
man darf nicht nur nach dem äußeren Schein urteilen
die äußeren Umstände, Verhältnisse waren günstig
c)
von außen kommend
Beispiele:
ein äußerer Anstoß, Zwang
ohne äußere Veranlassung, Ursache
d)
auswärtig, ausländisch
Beispiele:
der äußere Markt, Feind
der Minister für äußere Angelegenheiten, des Äußeren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

äußer · äußerlich · Äußerlichkeit
äußer Adj. ‘außen liegend, nach außen in Erscheinung tretend’, Superlativ äußerst ‘am weitesten außen liegend, größt-, letztmöglich’, ahd. ūʒaro (um 800), Superlativ ūʒarōsto (8. Jh.), mhd. ūʒer, auch iuzer, Superlativ ūʒerste. Zu ursprünglich adverbialem ↗außer (s. d.) gehörendes Adjektiv, das wie ↗hinter, ↗inner, ↗ober, ↗unter (s. d.) heute nur mit Flexionsendung auftritt (der äußere, ein äußerer). Zur Bildungsweise des Adjektivs wie der zugrundeliegenden Lokalpartikel mit komparativischem r-Suffix s. ↗hinter Adj. In der Zusammensetzung ↗außerhalb (s. d.) hat sich die unumgelautete Form des Adjektivs bis ins Nhd. gehalten. Vgl. die germ. Parallelbildungen aostnfrk. ūtero, aengl. ūter(r)a, ȳterra, engl. outer, utter, anord. ȳtri, schwed. yttre. äußerlich Adj. ‘von außen gesehen, oberflächlich’, mhd. ūʒerlich; Äußerlichkeit f. ‘Unwesentliches’, mhd. ūʒerlīcheit.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anlaß Anschein Bedingung Bedrohung Brutalität Einfluß Einmischung Einwirkung Erscheinung Erscheinungsbild Faktor Feind Gestalt Hülle Merkmal Norden Nordosten Nordwesten Notfall Rand Reiz Schein Sicherheit Südwesten Umstand Vorsicht Zeichen Zurückhaltung Zwang inner

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›äußer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fein säuberlich schreibt er das Datum auf den äußeren Rand seines linierten Blocks.
Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11
Zum anderen dienten "äußere Bilder" dazu, sich über Ideen auszutauschen.
Süddeutsche Zeitung, 04.02.2003
Ihm geht der äußere Rahmen eines Festes keineswegs über seinen menschlichen Gehalt.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 73
Die äußere Disziplin hat mit der inneren Einstellung nichts zu tun!
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 291
Physikalisch betrachtet ist es nicht allzu schwer, eine theoretische Erklärung dieser äußeren Kräfte zu geben.
Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 10
Zitationshilfe
„äußer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/äußer>, abgerufen am 22.02.2019.

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