öden

GrammatikVerb · ödete, hat geödet
Aussprache
Wortbildung mit ›öden‹ als Letztglied: ↗anöden
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend jmdn., sich langweilen
Beispiele:
die ganze Frage, womit Wilhelm sie öfters geödet hatte, ließ sie gleichgültig [AndresHochzeit83]
Georg schien sich zu öden, wenn Franz wegging [SeghersSiebtes Kreuz4,62]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asphaltfläche Betonwüste Brache Brachfläche Brachland Eiland Einerlei Fensterhöhle Flachland Gleichmacherei Hochebene Industrielandschaft Kaff Landstrich Monotonie Niemandsland Routine Stadtlandschaft Steinwüste Steppe Vorstadt Wildnis Wüstenei fad langweilig leer menschenleer trostlos unfruchtbar verlassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›öden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da ziehst du nicht nur öde eine Bahn nach der anderen.
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2004
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt jemanden von der Regierung einzuladen, ist öde.
Der Tagesspiegel, 07.10.2002
Eine Einöde ist also vielleicht tatsächlich öde, aber ihren Namen hat sie aus einer anderen Quelle.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 155
Diese Frau hat mit der öden Geschichte, die ich in den letzten Tagen einigermaßen protokolliert habe, überhaupt nichts zu tun!
Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 160
Und auch hier, unter dem öden Hause, mußte also der Rhein fließen.
Matthiessen, Wilhelm: Das Rote U. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1932], S. 26
Zitationshilfe
„öden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/öden>, abgerufen am 18.03.2019.

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