öden

GrammatikVerb · ödet, ödete, hat geödet
Aussprache
Wortbildung mit ›öden‹ als Letztglied: ↗anöden
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend jmdn., sich langweilen
Beispiele:
die ganze Frage, womit Wilhelm sie öfters geödet hatte, ließ sie gleichgültig [AndresHochzeit83]
Georg schien sich zu öden, wenn Franz wegging [SeghersSiebtes Kreuz4,62]

Typische Verbindungen zu ›öden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Stadtkritik anöden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›öden‹.

Verwendungsbeispiele für ›öden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dein Kerl ödet zum Beispiel, und du fühlst dich elend, da sagt er, du hast Probleme, welch eine Schwäche von dir!
Süddeutsche Zeitung, 07.12.1995
Paar A ödet also am Stehtisch vor sich hin, Paar B tritt hinzu.
Die Welt, 09.08.2002
Wenn nicht, öden die Tische selbst an der belebtesten Szene-Route verlassen vor sich hin.
Der Tagesspiegel, 10.08.1999
Die öde lange Straße mit den unfreundlichen grauen Häusern öffnet sich nach Norden.
Die Zeit, 20.01.1947, Nr. 03
Der öde Tag 10 wurde noch viel interessanter als nötig.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 36
Zitationshilfe
„öden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%B6den>, abgerufen am 20.02.2020.

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