übelnehmen

Alternative Schreibung übel nehmen
Grammatik Verb
Worttrennung übel-neh-men ● übel neh-men
Wortzerlegung übelnehmen
Rechtschreibregeln § 34 (E5)
Wortbildung  mit ›übelnehmen‹ als Erstglied: ↗Übelnehmerei
eWDG

Bedeutung

jmdm. etw. übelnehmenwegen jmds. Verhalten beleidigt, gekränkt sein und es ihn fühlen lassen, jmdm. wegen etw. böse sein
Beispiele:
sie hat ihm seine groben Worte sehr übelgenommen
nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber …
er nimmt schnell übel (= ist übelnehmerisch)
umgangssprachlich, scherzhaftsie sitzt in ihrem Zimmer und nimmt übel

Thesaurus

Synonymgruppe
ankreiden · ↗nachtragen · ↗verargen · ↗verübeln · übel nehmen  ●  (jemandem etwas) übelnehmen  Hauptform · ↗verdenken (negativ oder in Frage)  floskelhaft · (auf jemanden) sauer sein  ugs. · ↗krummnehmen  ugs.
Assoziationen
  • beleidigt · ↗gekränkt · ↗giftig · ↗nachtragend · ↗pikiert · schmollend · ↗verletzt · verärgert  ●  angepiekst  ugs. · auf den Schlips getreten  ugs., fig. · eingeschnappt  ugs. · ↗sauer  ugs. · tödlich beleidigt  ugs.
  • (jemandem) etwas wollen · ein kritisches Auge haben (auf)  ●  (es auf jemanden) abgesehen haben  ugs., negativ · (jemandem) eins reinwürgen wollen  ugs., salopp · (jemandem) was wollen  ugs., negativ · (jemanden) auf dem Kieker haben  ugs., negativ
  • (jemandem) unsympathisch sein · (jemanden) nicht mögen  ●  (etwas) haben (gegen jemanden)  ugs. · (jemandem) nicht grün sein  ugs. · (jemandem) was wollen  ugs. · (jemandes) Nase passt jemandem nicht  ugs.
  • (die) Schuld geben (an) · (die) Schuld zuweisen · ↗(jemandem etwas) anlasten · ↗(jemandem etwas) unterstellen · (jemandem etwas) zur Last legen · ↗(jemanden) verdächtigen
  • (etwas) als persönlichen Angriff auffassen · (etwas) zu persönlich nehmen · (sich) angegriffen fühlen · (sich) in der Defensive fühlen · (sich) in der Defensive sehen · beleidigt reagieren · dünnhäutig reagieren  ●  (sich) auf den Schlips getreten fühlen  fig.
  • (jemandem etwas) vorhalten · ↗(jemanden) beschuldigen · Vorhaltungen machen · Vorwürfe machen · ↗anschuldigen · zum Vorwurf machen  ●  (jemandem etwas) unter die Nase reiben  fig. · ↗(jemandem etwas) vorwerfen  Hauptform · (jemandem etwas) aufs Brot schmieren  ugs., variabel, fig.
  • (einen) Groll gegen jemanden hegen · (einen) Pik auf jemanden haben · (einen) heimlichen Groll auf jemanden haben  ●  ↗(jemandem etwas) grollen  veraltet

Verwendungsbeispiele für ›übelnehmen‹, ›übel nehmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sicherlich wird dem Mann dabei auch seine intellektuelle Brillanz übelgenommen.
Die Welt, 25.06.1999
So wird es wohl kommen, und man kann es dem Verlag schlecht übelnehmen, daß er der Zeit voraus sein will.
Süddeutsche Zeitung, 02.12.1995
Du hast keinen Muck geschrieben, Du hast nicht übelgenommen, und nun will ich Dir das erklären.
Tucholsky, Kurt: An Fritz Tucholsky, 05.12.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16625
Daß er meinem ganzen Treiben in Literatur, Medizin und Leben ohne Freude zusah, war ihm wahrhaftig nicht übelzunehmen.
Schnitzler, Arthur: Jugend in Wien, Eine Autobiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 40070
Ich weiß nicht, was ich ihr übelgenommen habe, damals, vor ein paar Tagen.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 192
Zitationshilfe
„übelnehmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCbelnehmen>, abgerufen am 13.05.2021.

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