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übelnehmen

Alternative Schreibung übel nehmen
Grammatik Verb
Worttrennung übel-neh-men ● übel neh-men
Wortzerlegung übel nehmen
Rechtschreibregel § 34 (E5)
Wortbildung  mit ›übelnehmen‹ als Erstglied: Übelnehmerei
eWDG

Bedeutung

jmdm. etw. übelnehmenwegen jmds. Verhalten beleidigt, gekränkt sein und es ihn fühlen lassen, jmdm. wegen etw. böse sein
Beispiele:
sie hat ihm seine groben Worte sehr übelgenommen
nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber …
er nimmt schnell übel (= ist übelnehmerisch)
umgangssprachlich, scherzhaftsie sitzt in ihrem Zimmer und nimmt übel

Typische Verbindungen zu ›übelnehmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›übelnehmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›übelnehmen‹, ›übel nehmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du hast keinen Muck geschrieben, Du hast nicht übelgenommen, und nun will ich Dir das erklären. [Tucholsky, Kurt: An Fritz Tucholsky, 05.12.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16625]
Viele, wahrscheinlich die meisten, das weiß sie, werden es ihr noch in zehn Jahren übelnehmen, dass sie überhaupt damit angefangen hat. [Die Zeit, 10.11.2005, Nr. 46]
Schon daß wir es ablehnen, unsere Leser zu erziehen, wird man übelnehmen. [Die Zeit, 19.09.1980, Nr. 39]
Dabei kann man es mir nicht übelnehmen, wenn ich erstaunt bin. [Die Zeit, 19.05.1978, Nr. 21]
Und ich selber habe zwar, weiß Gott, so manchen heftig kritisiert, aber ich habe doch niemals jemandem übelgenommen, wenn ich ihn beleidigt habe. [Süddeutsche Zeitung, 21.11.1998]
Zitationshilfe
„übelnehmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCbelnehmen>.

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