überladen

GrammatikVerb · überlädt, überlud, hat überladen
Aussprache
Worttrennungüber-la-den
Wortzerlegungüber-laden1
Wortbildung mit ›überladen‹ als Erstglied: ↗Überladung  ·  mit ›überladen‹ als Grundform: ↗überladen2
eWDG, 1976

Bedeutung

etw. übermäßig beladen, bepacken
Beispiele:
einen Wagen, Aufzug überladen
ein mit Speisen überladener Tisch
die Pferde konnten den überladenen Wagen nicht ziehen
er hat sich [Dativ] den Magen überladen (= zuviel gegessen)
übertragen
Beispiel:
wir sind zurzeit mit Arbeit, Aufträgen total überladen (= überhäuft)

Thesaurus

Synonymgruppe
dicht zusammendrängen · ↗obstipieren · voll packen · voll stellen · voll stopfen · ↗vollpacken · ↗vollstellen · ↗vollstopfen · überladen
Synonymgruppe
überbelasten · ↗überfrachten · überladen
Synonymgruppe
arabesk · ↗barock · ↗schnörkelhaft · ↗schnörkelig · verschnörkelt · überladen  ●  ↗manieriert  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›überladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Arrangement Boot Buffet Bus Dekoration Fischerboot Flüchtlingsboot Frachter Fähre Gefährt Holzboot Interieur Kahn Kitsch Kleintransporter Laster Lastwagen Lieferwagen Lkw Mage Operator Pracht Regal Schiff Schreibtisch Teller barock hoffnungslos prunkvoll völlig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›überladen‹.

Verwendungsbeispiele für ›überladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was im Konzert noch gut differenzierbar ist, verdichtet sich auf CD oft zu überladenem Klang.
Süddeutsche Zeitung, 09.04.2003
Auch seine Einrichtung ist heute - und dafür seien wir den modernen Innenarchitekten dankbar - nicht mehr so überladen, wie sie dereinst war.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 39
Das Brautkleid sei in keiner Weise überladen und auch Schmuck soll nur wenig getragen werden.
Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 286
Die Kammer seiner schönen Tochter hatte er mit sämtlichem Gerumpel an gesprungenen Spiegeln aus den Appartements für die Fremden überladen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 114
Überladene Schiffe sollen Zivilisten, Parteischranzen, verwundete oder noch heile Soldaten vor der anrückenden Sowjetmacht retten und in westliche Ostseehäfen bringen.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 457
Zitationshilfe
„überladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCberladen#1>, abgerufen am 21.01.2020.

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überladen

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Aussprache
Worttrennungüber-la-den
Grundformüberladen1
Wortbildung mit ›überladen‹ als Grundform: ↗Überladenheit
eWDG, 1976

Bedeutung

zuviel enthaltend, übermäßig ausgestattet mit etw.
Beispiele:
überladene Schaufenster
die Wände sind mit Bildern überladen
die Fassade des Hauses wirkt reichlich überladen
ein mit Verzierungen überladenes Bauwerk
sein Stil ist viel zu überladen (= schwülstig)

Thesaurus

Synonymgruppe
dicht zusammendrängen · ↗obstipieren · voll packen · voll stellen · voll stopfen · ↗vollpacken · ↗vollstellen · ↗vollstopfen · überladen
Synonymgruppe
überbelasten · ↗überfrachten · überladen
Synonymgruppe
arabesk · ↗barock · ↗schnörkelhaft · ↗schnörkelig · verschnörkelt · überladen  ●  ↗manieriert  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›überladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Arrangement Boot Buffet Bus Dekoration Fischerboot Flüchtlingsboot Frachter Fähre Gefährt Holzboot Interieur Kahn Kitsch Kleintransporter Laster Lastwagen Lieferwagen Lkw Mage Operator Pracht Regal Schiff Schreibtisch Teller barock hoffnungslos prunkvoll völlig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›überladen‹.

Verwendungsbeispiele für ›überladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was im Konzert noch gut differenzierbar ist, verdichtet sich auf CD oft zu überladenem Klang.
Süddeutsche Zeitung, 09.04.2003
Erfreulicherweise wirkt das System trotz der Fülle an Optionen nicht überladen.
C't, 1997, Nr. 13
Denn die Luft war überladen damit, und man bekam Kopfweh.
Ball, Hugo: Tenderenda der Phantast. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 5179
Mit Ringen überladene Hände sehen nicht gut aus, ebensowenig große Ringe auf kurzen Fingern.
Chamrath, Gustav: Lexikon des guten Tons, Wien: Ullstein 1954 [1953], S. 100
Es besaß Tiefe, eine herrliche, haftende, schwelgerische, dunkelbraune Tiefe, und war doch kein bißchen überladen oder schwülstig.
Süskind, Patrick: Das Parfum, Zürich: Diogenes 1985, S. 72
Zitationshilfe
„überladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCberladen#2>, abgerufen am 21.01.2020.

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