überlebensfähig

GrammatikAdjektiv · Komparativ: überlebensfähiger · Superlativ: am überlebensfähigsten
Aussprache
Worttrennungüber-le-bens-fä-hig
WortzerlegungÜberleben-fähig
Wortbildung mit ›überlebensfähig‹ als Erstglied: ↗Überlebensfähigkeit
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

fähig zu überleben (1), den Existenzkampf zu bestehen
Kollokationen:
als Adjektivattribut: eine überlebensfähige Population
als Prädikativ: das Tier ist überlebensfähig
mit Adverbialbestimmung: nicht, kaum, alleine überlebensfähig sein
in Koordination: gesund, stark und überlebensfähig
Beispiele:
Da die Wölfe [die aus einem Freigehege entlaufen sind] ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht haben, sind sie in freier Wildbahn nicht lange überlebensfähig. [Spiegel, 21.10.2017 (online)]
Diejenigen [der Frühmenschen], die zufälligerweise diese veränderten Gene trugen, waren überlebensfähiger und zeugten mehr überlebensfähige Kinder. […] Es könnten die Veränderungen des Stoffwechsels gewesen sein, die den Menschen so erfolgreich machen. Es könnten die körpereigenen Abwehrkräfte gewesen sein oder die Hirnstruktur. [Welt am Sonntag, 11.06.2017, Nr. 24]
[…] [Die Kinder] sind gestorben, bevor sie auf der Welt waren, im Bauch ihrer Mütter. Oder sie waren nur kurz am Leben, wenige Minuten, nicht überlebensfähig. Man spricht dann von einer Totgeburt, auch Stillgeburt. [Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2017]
Es gibt hier [auf dem Schneeberg im Fichtelgebirge] den einzigen noch überlebensfähigen Auerwildbestand Deutschlands außerhalb der Alpen. [Der Tagesspiegel, 06.06.1998]
Ausgerechnet im Krankenhaus finden die widerstandsfähigen [Bakterien] […] ihre ökologische Nische. Zum einen werden die überlebensfähigen Erreger dort durch den ständigen Antibiotika-Einsatz selektiert, zum anderen bieten abwehrschwache Körper kranker Menschen ideale Reservate. [Die Zeit, 14.03.1997, Nr. 12]
häufig, übertragen in der Lage, in einem bestimmten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen o. ä. Umfeld (insbesondere im Konkurrenzkampf) zu bestehenQuelle: DWDS, 2018
Kollokationen:
als Adjektivattribut: ein überlebensfähiger Betrieb; eine überlebensfähige Bank, Firma; ein überlebensfähiges Unternehmen, Geschäftsmodell
als Prädikativ: eine Bank, ein Betrieb, ein Konzern, ein Unternehmen, eine Firma, ein Land ist überlebensfähig
in Präpositionalgruppe/-objekt: etw. bleibt, scheint, gilt, erweist sich als überlebensfähig
Beispiele:
Nur ist das Zweiparteiensystem in Amerika so verwurzelt, dass es sehr schwierig sein wird, eine überlebensfähige dritte Partei zu etablieren. [Welt am Sonntag, 03.12.2017, Nr. 49]
Die beiden ostukrainischen Separatisten-Republiken wären ohne militärische und humanitäre Hilfe von Moskau nicht überlebensfähig […]. [Neue Zürcher Zeitung, 23.11.2017]
Den Herrschern [am Persischen Golf] geht es darum, die absolutistischen Monarchien überlebensfähig zu machen in einer Zeit, in der Öl und Gas dafür nicht mehr reichen. [Süddeutsche Zeitung, 27.10.2017]
Der in unserer Wirtschaftsordnung vorgezeichnete Weg für ein Unternehmen, das nicht mehr funktionsfähig und überlebensfähig ist ist der Gang in die kontrollierte Insolvenz. [Der Tagesspiegel, 22.02.2004]
Fast 80 Prozent der Deutschen sind der Meinung, daß unser Sozialstaat in seiner jetzigen Form »nicht überlebensfähig« ist und dringend reformiert werden muß! [Bild, 21.11.1998]

Typische Verbindungen zu ›überlebensfähig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›überlebensfähig‹.

Zitationshilfe
„überlebensfähig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCberlebensf%C3%A4hig>, abgerufen am 01.04.2020.

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