überlesen

GrammatikVerb · überliest, überlas, hat überlesen
Aussprache
Worttrennungüber-le-sen
Wortzerlegungüber-lesen1
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
etw. prüfend und rasch lesen
Beispiele:
einen Brief, ein Schriftstück (noch einmal, nur flüchtig) überlesen
ich habe den Aufsatz nur überlesen (können)
2.
über etw. hinweglesen, etw. beim flüchtigen Lesen übersehen
Beispiele:
er überlas mehrere Fehler
diesen Hinweis, diese Angaben muss ich (in der Eile) überlesen haben

Typische Verbindungen zu ›überlesen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›überlesen‹.

Verwendungsbeispiele für ›überlesen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Oft aber fehlen aber auch diesem Programm die Worte, und wir überlesen dann den schwierigen Begriff, so wie wir es schon immer gemacht haben.
C't, 1998, Nr. 19
Das kann eigentlich nur überlesen, wer Bonn partout mißverstehen will.
Die Zeit, 20.05.1994, Nr. 21
Er setzte sich damit zum Tisch, blätterte nachdenklich in dem Heft herum und überlas einige Stellen.
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 301
Zu einer anderen Zeit hätte sie den Bericht wohl überlesen oder bestenfalls überflogen und genauso schnell wieder vergessen.
Kerner, Charlotte: Blueprint Blaupause, Weinheim: Beltz & Gelberg 1999, S. 10
Ich überlese, was ich gestern schrieb, und bin erstaunt über meinen Ausbruch.
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 307
Zitationshilfe
„überlesen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCberlesen>, abgerufen am 31.03.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Überleitungsgesetz
Überleitung
überleiten
Überleid
Überlegung
überleuchten
Überlichtgeschwindigkeit
überliefern
Überlieferung
Überlieferungsgeschichte