übernächtig

GrammatikAdjektiv
Worttrennungüber-näch-tig
formal verwandt mitNacht
Wortbildung mit ›übernächtig‹ als Erstglied: ↗Übernächtigkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

durch zu wenig Schlaf übermüdet
Beispiele:
er sah bleich und übernächtig aus
ihre übernächtigen Augen glänzten fiebrig
ein Trupp blasser übernächtiger Soldatengesichter [ZuckmayerBauer124]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gesicht blass bleich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›übernächtig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus den offenen Fenstern kroch mit schlechtem Gewissen die übernächtige Luft.
Rilke, Rainer Maria: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Prosa 1906 bis 1926, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1966 [1910], S. 694
Die achtundzwanzig Neuen, wie sie von den anderen genannt wurden, standen müde und übernächtig im Glied.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 140
Übernächtig, aber berauscht von der Erkenntnis der Nacht, stieg ich am Morgen aus meinem Keller empor.
Klabund: Der Marketenderwagen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2324
Frau Peters liegt auf dem Rücken und stiert mit offenen, übernächtigen Augen gegen die Decke.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 360
Als wir nach vielen Flugstunden übernächtig auf dem Airport von Plaisance landeten, ging gerade ein heftiger Regenguß nieder.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.1995
Zitationshilfe
„übernächtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/übernächtig>, abgerufen am 12.12.2019.

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