überschlafen

GrammatikVerb · überschläft, überschlief, hat überschlafen
Aussprache
Worttrennungüber-schla-fen (computergeneriert)
Wortzerlegungüber-schlafen
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich etw. bis zum nächsten Morgen überlegen, die Entscheidung darüber um eine Nacht aufschieben
Beispiele:
er wollte die Sache noch einmal überschlafen
Also müßten sie [die abzuändernden Punkte] gründlich überschlafen und eingehend durchdacht werden [H. FranckJ. S. Bach398]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So mancher nimmt sich anschließend auch die Zeit, seine Entscheidung nochmals zu überschlafen.
Süddeutsche Zeitung, 26.10.1995
Wie hatte sie nur die Zeit zum Aufstehen überschlafen können!
Duncker, Dora: Jugend. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9440
Er hatte das akzeptiert, mich aber gebeten, die Entscheidung zu überschlafen.
Bild, 10.08.2005
Da sollte man mal abwarten, wie die Willensbildung ist, wenn man die Dinge überschlafen hat », erklärte Ude.
Die Zeit, 06.07.2011 (online)
Wahrscheinlich hat der Briefschreiber den gut bewährten Rat, die Sache mindestens einmal zu überschlafen, in den Wind geschlagen.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 25622
Zitationshilfe
„überschlafen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/überschlafen>, abgerufen am 15.10.2019.

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