überspitzen

GrammatikVerb · überspitzt, überspitzte, hat überspitzt
Aussprache
Worttrennungüber-spit-zen
Wortzerlegungüber-spitzen
Wortbildung mit ›überspitzen‹ als Erstglied: ↗Überspitzung
eWDG, 1976

Bedeutung

etw. auf die Spitze treiben, übertreiben
Beispiele:
eine Angelegenheit (nicht) überspitzen
er hat die Neigung, alles zu überspitzen
Grammatik: meist im Part. Prät.
Beispiele:
überspitzte Forderungen, Maßnahmen
die Formulierungen des Redners waren überspitzt
das ist etwas, leicht überspitzt ausgedrückt

Typische Verbindungen
computergeneriert

Formulierung These vielleicht übertreiben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›überspitzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das klingt etwas überspitzt, ist aber gar nicht so falsch.
Süddeutsche Zeitung, 19.08.1999
Vielleicht wird manches unserer Zeit zu gerade, zu einfach vorkommen, nicht überspitzt, nicht abgebrüht genug.
Die Zeit, 01.09.1967, Nr. 35
Sie sei zu abstrus und überspitzt, warfen ihr die einen vor.
Rathenow, Lutz: Die Geschichte zur Geschichte. In: ders., Die lautere Bosheit, Remchingen: Maulwurf 1992, S. 115
Diese Bezeichnung ist überspitzt, aber doch geeignet, das Wesen der Ausschüsse im Verhältnis zu dem der Fraktionen zu charakterisieren.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 921
Betrachtet man das Gesetz der Wiederkehr isoliert für sich, so ist man stets in Gefahr, seinen Sinn zu überspitzen.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 619
Zitationshilfe
„überspitzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/überspitzen>, abgerufen am 09.12.2019.

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