Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

übertönen

Grammatik Verb · übertönt, übertönte, hat übertönt
Aussprache 
Worttrennung über-tö-nen
Wortzerlegung über- tönen
eWDG

Bedeutung

jmdn., etw. an Tonstärke übertreffen, lauter tönen als jmd., etw.
Beispiele:
das Orchester übertönte manchmal die Stimmen der Solisten
der Redner wurde vom Tumult der Menge übertönt
die verschiedenen Brumm‑ und Heultöne, mehrmals am Tag und in der Nacht übertönt von dem Geheul der Sirenen [ WallraffWir brauchen Dich131]
übertragen etw. verdecken, überdecken
Beispiel:
Das macht man ja oft, wenn zwischen Freunden etwas faul ist. Man versucht, es mit guten Erinnerungen zu übertönen [ H. KantAula429]

Typische Verbindungen zu ›übertönen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›übertönen‹.

Verwendungsbeispiele für ›übertönen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Lärm übertönt die entscheidende Frage: Wollen wir weiter so leben wie bisher? [Die Zeit, 25.08.2003, Nr. 34]
Schon an den beiden Tagen vorher übertönte oft der Lärm die Argumente. [Die Zeit, 11.12.1952, Nr. 50]
Aber die drohen sich ja auch noch gegenseitig zu übertönen. [Süddeutsche Zeitung, 03.09.2002]
Ja, sie ist nicht mehr 17 – und ihre grauen Haare hat sie rot übertönt. [Bild, 14.07.2003]
Die Venusbergklänge versuchen, es zu übertönen; aber es setzt sich durch. [Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 187]
Zitationshilfe
„übertönen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCbert%C3%B6nen>.

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