überwach

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungüber-wach
Wortzerlegungüber-wach
eWDG, 1976

Bedeutung

wach und angespannt, hellwach
Beispiele:
er nahm alles mit überwachen Sinnen wahr
eine Flucht unsinniger Gedanken, und ich selbst müde und überwach zugleich [St. ZweigUngeduld434]
Die Ungewißheit nagte an uns, die Gefahr machte uns bald überwach (= scharf-, hellsichtig), bald gedankenlos stumpf [SeghersErster Schritt96]

Verwendungsbeispiele für ›überwach‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle seine geistigen Kräfte waren wach, überwach in ängstlicher Erregung.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 627
Wie ein zu schnell gewachsenes Kind will er sich aus der Vorstellungswelt der anderen verkrümeln und schielt doch überwach auf Applaus.
Süddeutsche Zeitung, 17.06.2002
Unerbittliche Vivisektionen bei überwachem Bewußtsein setzen die im Fin de siècle so beliebte Innenschau fort und verhöhnen sie gleichzeitig.
Die Zeit, 12.04.1991, Nr. 16
Man ist überreizt, übernächtigt und überwach, in einem Zustand herrlicher Unzurechnungsfähigkeit.
Die Zeit, 23.06.1989, Nr. 26
Ich treibe immer unter der Bank Allotria, besonders in Paris, aber dieses Mal war ich überwach, den ganzen Abend.
Tucholsky, Kurt: Rechenmaschine aus USA. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1928], S. 20655
Zitationshilfe
„überwach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/%C3%BCberwach>, abgerufen am 01.04.2020.

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